Miners waren chancelos

Die Basketballer des ETB verloren mit 57:81 gegen CB Recklinghausen

Knapp 200 Zuschauer wollten sich den Heimspielauftakt der ETB-Miners in der Sporthalle Am Hallo nicht entgehen lassen und wurden Zeuge einer 57:81 (32:44) Niederlage gegen CB Recklinghausen. Damit rangieren die Miners nach zwei Spieltagen auf dem letzen Tabellenplatz der 1. Regionalliga-West.

Nur in den ersten Minuten konnten die Miners das Spiel offen gestalten, mussten dann aber schnell abreißen lassen und hatten Ewald, Jokic und Kanseyo, die alleine auf 52 Punkte kamen, weder in der Defense, noch in der Offense etwas entgegenzusetzen.

„Wir sind natürlich enttäuscht, aber wir sind derzeit nicht konkurrenzfähig in der Liga“, so der sportliche Leiter Raffi Wilder.

Dem Trainerduo Wilder/Wendt war klar, dass dieses Spiel nach einer chaotischen Trainingswoche sehr schwer werden würde.

„An nicht einem Tag konnten wir richtig trainieren“, fasst Wilder die Woche zusammen. „Neben Thomas Szewczyk  und Lenni Weichsel, die nach wie vor verletzt sind, gab es dann noch einige erkältungsbedingte Ausfälle, so das wir jeweils nur mit sechs Mann trainieren konnten.“

Zu wenig, um gegen starke Recklinghauser eine Chance zu haben. Als sich dann noch herausstellte, dass Neuzugang Devin Petterson noch nicht spielberechtigt gewesen ist, hätte schon alles optimal laufen müssen, um das Spiel länger offen gestalten zu können. Das tat es nicht und bereits zum Ende des ersten Viertels führten die Gäste mit 14:20. Auch wenn es im zweiten Viertel kurzfristig besser lief, gerieten die Miners schnell auf die Verliererstraße. Patrick Carney, der als einziger etatmäßiger Pointguard wieder 30 Minuten auf dem Feld stand, wurde massiv unter Druck gesetzt und somit gestaltete sich bereits der Spielaufbau schwierig. Dazu wurden gerade im Nahbereich viele einfache Punkte liegen gelassen, nur 16 von 36 Versuchen fanden ihr Ziel. Noch dramatischer stellte sich die Situation jenseits der Dreierlinie dar, hier fielen nur 3 von 16 Würfen durch das Netz. Zusätzlich leistetet sich die Miners noch 23 Ballverluste.

„Wir machen der Mannschaft keinen Vorwurf“, so Wilder. „Fast jeder muss  zum Teil Positionen spielen, auf denen er nicht zuhause ist. Wir können im Augenblick nicht mehr erwarten.“

Ebenso sieht es auch Headcoach Lars Wendt: „Wir hatten nach einer katastrophalen Trainingswoche dem starken Kader von Recklinghausen nicht viel entgegen zu setzen. Für einen Sieg hätte wirklich alles passen müssen. Trotzdem möchte ich mich ganz herzlich bei allen Zuschauern bedanken, die uns im ersten Heimspiel so toll unterstützt haben.“

Die Hoffnung bleibt, dass Peterson im Laufe dieser Woche seine Spielfreigabe erhält und sich dann auch noch als die dringend notwendige Verstärkung erweist.

Länger ausfallen wird Lenni Wechsel, auch die Rückkehr von Thomas Szewczyk ist derzeit noch nicht in Sicht.

„Natürlich hätten wir uns auch einen besseren Start in die Saison gewünscht“, so Wilder. „Wir wissen aber, woran es liegt und glauben an das Team. Wir brauchen einfach noch Zeit“, hofft Wilder auf Verständnis.

Die Punkte teilten sich: Agyapong (4 Punkte / 9 Rebounds); Richter (10 Punkte); Janoschek (4); Kazembola (3); Ajagbe (8 Punkte/5 Rebounds); Brkic 11/7;  Carney  (11) und Koulibaly 6 Punkte.

Am kommenden Samstag müssen die Miners in Ibbenbüren antreten.

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