Hart erkämpfter Pflichtsieg gegen Haspe

ETB Miners müssen am Samstag gegen Dorsten nachlegen

Wenn man aus dem Nachholspiel gegen den SV Haspe 70 an diesem Mittwoch positive Aspekte ziehen möchte, dann diese:
Die Miners haben das Spiel mit 80:76 (17:26; 37:45; 61:66) gewonnen, Ty´lik Evans hatte einen guten Einstand, Abel Baptista präsentierte sich in ansteigender Form und die Miners zogen sich mit eigener Kraft und Kampfeswillen aus dem Schlamassel!

Aber der Reihe nach: Der ETB hatte sich an diesem Mittwoch gegen den Mitaufsteiger aus Hagen viel vorgenommen, konnte aber gerade zu Beginn dieser Partie wenig von dem umsetzen. Die Defense war quasi nicht vorhanden und auch in der Offense lief nicht wirklich Gutes zusammen. Schnell übernahmen die Gäste das Zepter und erspielten sich eine erste kleine Führung. Dabei machten es die Miners ihren Gästen mehr als leicht. Denn einen wirklichen Zugriff aus Spiel und Gegner gelangen den Mannen von Wendt und Wilder nicht.„Es war für uns keine ganz so leichte Situation“, so Raffi Wilder. „Wir haben zwei neue Spieler in unser Spiel zu integrieren und mussten zudem unser Montagstraining auf Dienstag verschieben. Das soll zwar keine Ausrede sein, mindestens aber eine Erklärung für die Leistung besonders in der ersten Hälfte.“

Denn in dieser änderte sich nämlich nicht mehr allzu viel. Die Fehlerquote zu hoch, der Einsatz zu gering, die Freiwurfquote (8 von 23 Versuchen / 34,8 Prozent) desaströs und die Trefferquote mehr als ausbaufähig. Jedes Momentum, welches die Miners für sich hätten nutzen können, verpuffte meistens durch eigene Fehler und Ballverluste. Glück für die Miners allerdings war, dass auch Haspe nicht konsequent genug spielte und es so beim Spielstand von 37:45 mit nur acht Punkten Rückstand in die Pause ging.

Die zweite Hälfte allerdings begann, wie die erste endete: Nach drei gespielten Minuten führten die Gäste aus Haspe bereits mit 39:50.
Dann jedoch ging ein Ruck durch das Essener Team. Headcoach Lars Wendt schien die passenden Worte und das richtige Personal gefunden zu haben. Die nächsten drei Spielminuten gehörten ausschließlich dem ETB. Mit einem 16:3 Lauf glichen die Miners beim Spielstand von 53:53 nicht nur aus, sondern gingen nach gut sechs gespielten Minuten im dritten Abschnitt sogar mit 55:53 erstmalig in Führung. Eine ganz starke Phase erwischte dabei Nino Janoschek, der mit sechs Punkten in Folge diese Aufholjagd einläutete. Das Spiel war wieder offen.

Wer aber gedacht hätte, jetzt seien die Miners auf die Siegerstraße abgebogen, der sah sich getäuscht. Haspe konterte und setzte sich bis zum Viertelende mit 61:66 wieder ein wenig ab.
Die letzten zehn Spielminuten sollten die Entscheidung bringen.

In diesem schenkten sich beide Teams zunächst nichts und spielten nahezu auf Augenhöhe. Vier Minuten vor Spielende glichen die Miners zum 70:70 erneut aus, 120 Sekunden später führten sie mit 75:72. Haspe jedoch kam kurz vor Spielende nochmals auf 77:76 heran.
Die letzten Sekunden waren dann an Spannung und Dramatik kaum noch zu übertreffen.
Haspe foulte, Ty´lik Evans jedoch zeigte Nerven und konnte keinen seiner beiden Freiwürfe verwerten. Haspe kam nochmals in Ballbesitz, konnte diesen aber nicht nutzen, so dass die Miners ebenfalls noch zu einem weiteren Angriffsversuch kamen. Wiederum wurde Evans gefoult, dieses Mal allerdings konnte er zumindest einen seiner beiden Freiwürfe zum 78:76 einnetzen.

Bei 14 Sekunden Restzeit sollte den Gästen noch ein Angriff bleiben, um auszugleichen oder sogar mit einem erfolgreichen Dreier in Führung zu gehen. Tyler Evans allerdings war nicht nur hellwach, sondern auch blitzschnell und klaute den Gästen direkt den Ball und damit den letzten Angriff. Ein anschließendes Foul an Patrick Carney, der seine beiden Freiwürfe erfolgreich verwertete, sicherte letztendlich den so wichtigen und hart erkämpften 80:76 Sieg.

„Respekt an Haspe, die uns in diesem Spiel alles abverlangt haben“, so Wilder nach dem Spiel. „Wir freuen uns über die zwei wichtigen Punkte, können aber mit unserer Leistung nur sehr bedingt zufrieden sein.“

Lars Wendt konkretisiert: „Ty‘lik hatte fast zwei Jahre nicht gespielt und nur eine Stunde mit uns trainieren können. Dafür hatte er einen wirklich guten Einstand“, so der Headcoach. „Auch Abel konnte heute bereits viel mehr zeigen, als in Spiel eins. Da sind wir zuversichtlich, dass wir da noch mehr erwarten können und dürfen.“

Ansonsten fordert das Trainerduo von jedem, bis auf Patrick Carney, der das Team seit Wochen offensiv trägt und mit 28 Punkten erneut Topscorer gewesen ist, noch eine Schippe drauf zu legen. „Wir gehen jetzt in die entscheidende Saisonphase. Da muss jeder Spieler einen weiteren Schritt gehen, um erfolgreich zu sein.“, so Raffi Wilder.

Kurze Vorbereitungszeit auf Dorsten

Gelegenheit dazu gibt es bereits an diesem Samstag in Dorsten.
Die Münsterländer gehören mit zu den offensivstärksten Teams in der gesamten Liga, spielen aber weit unter ihren Möglichkeiten und stehen mit bislang nur drei gewonnenen Spielen gemeinsam mit Grevenbroich im Tabellenkeller.
„Die BG Dorsten steht mit dem Rücken an der Wand und muss alles probieren, um jetzt die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu holen“, so Wendt. „Wir müssen gewarnt sein und uns auf ein sehr hartes und intensives Spiel einstellen.“
Der Spielaufbau der Münsterländer wird überwiegend vom US Amerikaner Tyler Brevard organisiert, der im Schnitt auf fast 28 Punkte pro Spiel kommt, dazu jeweils über vier Assist verteilt und noch knapp 7 Rebounds einsammelt. Ebenfalls sehr stark sind die beiden EU-Spieler Petar Madunic und Uros Cica, die ebenfalls zweistellig punkten und ein Spiel individuell entscheiden können. Dazu gesellen sich die starken Deutschen Spieler Jonas Peters, Jason Fabek und Nderim Pelaj.
„Alles in allem besitzen die Dorstener eine sehr starke und erfahrene Rotation, die uns alles abverlangen wird“, ist sich Headcoach Lars Wendt sicher. „Warum sie erst drei Spiele gewinnen konnte, ist nicht wirklich zu verstehen. Dorsten hat sicherlich in der Defense ein paar Schwierigkeiten mehr, ist aber viel stärker, als der Tabellenstand es aussagt. Wir dürfen uns da nicht täuschen lassen.“

Die Punkte gegen Haspe teilten sich: Carney (28 Punkte, 5 Reb., 5 Ass.); Brkic (7, 8 Reb,); Ajagbe (2); Evans (10, 4 Reb., 3 Ass., 5 Steals); Szewczyk (3); Agyapong (8, 11 Reb.); Weichsel (5); Baptista (9, 4 Reb.); Janoschek (8, 4 Reb.) und Broer. Özmeral und Kazembola kam nicht zum Einsatz.

Das Spiel gegen Dorsten startet am Samstag, 22. Januar, um 20 Uhr in der Kia Baumann Arena, Juliusstraße 12, in 46284 Dorsten.

Das nächste ETB-Heimspiel findet am Samstag, 29. Januar, gegen die BBA Hagen statt. Sprungball ist hier wieder wie gewohnt um 19:30 Uhr.

Karten gibt es nur im Vorverkauf unter rheinruhrticket.de Online-Shop – ETB Miners
Oder ab 3 Stunden vor dem Anwurf per Mail unter ticketing@miners.ruhr unter der Angabe der Anzahl und Namen.

Es gilt weiterhin die 2G Regel!

Der Zutritt zur Halle ist nur mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung oder dem einer Genesung (nicht älter als 6 Monate) für alle über 16-Jährigen (2G) gestattet. Bzw. für alle unter 16 Jahren mit einem negativen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einem PCR-Test (nicht älter als 24 Stunden) oder einem Impf- oder Genesenennachweis (nicht älter als 6 Monate) gestattet.
Sollte kein Nachweis vorliegen wird der Zutritt zur Halle durch den Ordnungsdienst verwehrt. An der Halle wird keine Möglichkeit für Schnelltests angeboten.

Verpflichtung aller Teilnehmer zum Tragen von Mund-Nasenschutz innerhalb der Halle!

Es gilt das grundsätzliche Gebot zum Tragen einer medizinischen bzw. FFP-2 Maske ab dem Vorplatz der Sporthalle „Am Hallo“. Nach Einnahme des jeweiligen Sitzplatzes darf die Mund- und Nasenbedeckung abgenommen werden.

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