Young Giants kommen nach Essen: ETB erwartet Leverkusen

Unter erschwerten Bedingungen gehen die ETB Wohnbau Miners ihre Chance zur direkten Wiedergutmachung an. Beim zweiten Heimspiel binnen sieben Tagen wird vermutlich der US-Amerikaner Chris Alexander fehlen, der wegen eines Trauerfalls in seiner Familie in die Heimat gereist ist. Aber auch wenn der Top-Scorer fehlen sollte: Eine Woche nach der enttäuschenden 56:78-Niederlage gegen den Deutzer TV soll es am Sonnabend gegen die Bayer Giants Leverkusen II besser laufen (19.30, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle sagt, ist aus Essener Sicht unverändert bitter. Die Miners stehen sieglos am Tabellenende. Der Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt zum Start der Rückrunde fünf Siege. Mit den Young Giants aus Leverkusen kommt der Tabellensechste in die Helmholtz-Halle, der trotz einer 81:93-Niederlage bei der BG Hagen am vergangenen Wochenende die Hinrunde auf einem Playoff-Platz abgeschlossen hat.

Wen wir erwarten:  Die Leverkusener, im vergangenen Jahr bereits unser Gast bei der „Zweiten“ des ETB SW Essen in der 2. Regionalliga, fallen nur auf dem Papier in die Kategorie „Aufsteiger“. Im Hinspiel kassierte der ETB eine deutliche 70:94-Niederlage am Bayer-Kreuz. Die Zweitvertretung des ProA-Ligisten, die viele Talente mit sehr erfahrenen Kräften verbindet, wirbelte die Miners zum Saisonauftakt mit schnellem Passspiel und treffsicheren Distanzschützen durcheinander. Besonders Augenmerk muss Götz Twiehoff und Benjamin Nick gelten, die dem jungen Team unter den Körben Sicherheit verschaffen sollen. Auf den Guard-Positionen gingen Jacob Engelhardt und Sören Queck bereits in der ProB auf Korbjagd. In der neuen Saison wollen drei weitere Spieler den Weg in die Zweite Basketball-Bundesliga gehen: Die beiden Top-Scorer im Hinspiel, Thomas Fankhauser und Dzemal Selimovic, gehören ebenso wie Lennard Winter mit einer Doppellizenz zum Kader des ProA-Teams. Und schließlich verkörpert niemand besser als Nachwuchsspieler Justin Gnad die engen Querverbindungen im Jugendleistungsprogramm des langjährigen deutschen Serienmeisters: Sein Vater Hansi, Ex-Nationalspieler und Basketball-Europameister, ist Trainer des ProA-Teams.  Young Giants-Coach Matt Watson konnte mit diesem Team bislang auch ohne ausländische Import-Spieler an frühere Erfolge anknüpfen: Die „Young Giants“ traten in der Saison 2017/18 noch in der Oberliga an und konnten seither zwei Aufstiege in Folge feiern.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Der Todesfall in Chris‘ Familie erinnert uns daran, dass es wichtigere Dinge gibt als Basketball. Er hat die volle Unterstützung des Vereins in dieser schwierigen Zeit. Wir als Mannschaft müssen das Beste aus der Situation machen. Das Spiel gegen Leverkusen gibt jedem einzelnen Spieler die Möglichkeit zu zeigen, was er aus der Niederlage gegen Deutz gelernt hat. Denn beide Mannschaften spielen sehr ähnlich: Sie leben weniger von überragenden Einzelspielern, sondern von Passspiel, vielen Positionswechseln und hoher Beweglichkeit. Da muss jeder Einzelne von uns hellwach sein.“

Was Besonders ist: Nicht nur sportlich gibt der Rückrunden-Start dem ETB Gelegenheit zur Zwischenbilanz. Miners-Geschäftsführer Dieter Homscheidt nutzt die Gelegenheit, um vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern im Verein zu danken. „So enttäuschend die Ergebnisse auf dem Feld auch ausgefallen sind: Unser Neustart in der 1. Regionalliga wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung von vielen helfenden Händen, die bei unseren Heimspielen oder im Hintergrund mit anpacken. Die meisten sind erst in den vergangenen sechs Monaten dazu gekommen. Das bleibt eine tolle organisatorische Leistung aus der Mitte unseres Vereins – und ist uns zugleich Motivation, auch im sportlichen Bereich weiter hart zu arbeiten.“

Foto: André Steinberg

Miners bleiben sieglos: 56:78 gegen Deutz

Weiterhin schwere Zeiten für die ETB Wohnbau Miners in der 1. Regionalliga West: Mit einem 56:78 gegen den Deutzer TV ging auch das letzte Spiel der Hinrunde verloren.

Den Miners gelang es in der heimischen Helmholtz-Halle nicht, an die guten Auftritte der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Hoffnung machte nur die erste Minute: Hinten räumte der wiedergenesene Jason Isanza seinen Gegner ab, vorne traf Chris Alexander den Dreier zur Führung. Danach aber setzten sich die Gäste aus Köln schnell und deutlich ab: Zum 11:5 nach fünf Minuten kamen sie vor allem durch schnelle Pässe und leichte Punkte in der Essener Zone, beim 25:15 nach dem ersten Viertel hatten sie auch ihre Treffsicherheit von der Drei-Punkte-Linie gefunden.

Ganz anders der ETB: Im Angriff fand das Team in der ersten Hälfte praktisch nie in seine Angriffssysteme, verzettelte sich mit einer schlechten Wurfauswahl und ließ die Gäste bis auf 40:20 nach 17 Minuten enteilen. Yannik Tauchs Buzzerbeater-Dreier zum 30:47 ließ die Fans mit der Pausensirene zwar noch mal jubeln. Er änderte aber kaum etwas an den zwei Zahlen, die die erste Hälfte prägten: Der ETB kam auf eine Trefferquote von nur 22,9% aus dem Feld, während die Kölner mit 51,4% mehr als so doppelt hohe Werte erzielten.

Im zweiten Abschnitt ging es ähnlich weiter: Deutz verteilte Ball und Einsatzzeiten gleichmäßig und nahm die ETB-Verteidigung immer wieder mit tollem Teamplay auseinander. Für die Miners hingegen war der Kölner Korb nach den vielen schweren Würfen zu Beginn jetzt auch dann vernagelt, wenn sie sich eigentlich gute Wurfgelegenheiten erarbeitet hatten. Trotz einer Dreierquote von 15,6 Prozent probierten es die Essener immer weiter von außen, am Ende mit 32 Versuchen sogar sechs Mal häufiger als Deutz. Näher als 54:67 in der 32. Minute kamen sie so nicht mehr heran.

Interimscoach Björn Barchmann blieb daher am Ende nur der Glückwunsch an die Gäste: „Sie sind ein sehr ausgeglichenes Team und haben den Ball super bewegt. Gegen einen solchen Gegner hat man nur eine Chance, wenn jeder einzelne in der Defense voll da ist. Das war heute nicht der Fall. Wir haben kaum etwas von dem umgesetzt, was wir im Training geübt haben.“

Für die Miners spielten: Alexander (16 Punkte), Westerhaus (4), Hamad (4), Tauch (9), Mi. Möbes (8), Bakkali (9), Plescher, Moukas (3), Isanza (3), Pobric.

Das erste Spiel am Wochenende hatten die Miners übrigens gewonnen: Mit 76:68 siegten sie am Freitagabend beim Oberligisten TG Düsseldorf in der dritten Runde des WBV-Pokals.

Foto: André Steinberg

Hinrunden-Abschluss in der Helmholtz-Halle: Miners erwarten Deutz

Understatement bei den Gästen, harte Realität bei den Miners: Als selbsternannte „Kellerkinder“ kommen die Basketballer des Deutzer TV am Sonnabend in die Helmholtz-Halle, wo die ETB Wohnbau Miners gerne ihren ersten Saisonsieg feiern wollen. Die Leistungen waren zuletzt bei beiden Teams besser, als Slogan und Tabellenplatz vermuten lassen. Nach 30 tollen Minuten gegen Rhöndorf vor zwei Wochen will das Team von Interimscoach Björn Barchmann seine Zuschauer über die gesamte Spielzeit begeistern (19.30, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle sagt, „ist uns egal“, macht Barchmann gleich zu Beginn klar, dass die Miners aktuell nicht darauf schauen, wie viele Siege die Nicht-Abstiegsplätze vor dem letzten Spiel der Hinrunde entfernt sind. Der Deutzer TV steht mit fünf Siegen derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz und ließ am vergangenen Wochenende auch die BG Hagen spüren, wie viel falsche Bescheidenheit seit Saisonbeginn in der Selbsteinschätzung „Keller­kinder“ steckt. Der (allerdings ersatzgeschwächte) Tabellennachbar wurde mit einer 98:70-Packung nach Hause geschickt.

Wen wir erwarten:  Die Kölner, die ihren Kader zu Saisonbeginn kräftig verstärkt und verjüngt haben, mussten zwar bis zum fünften Spieltag auf ihren ersten Sieg warten. Seither hat der Aufsteiger der Vorsaison aber kräftig aufgeholt und in seiner zweiten Regionalliga-Saison schnell den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld geschafft. Als Leistungsträger im Team von Coach Nils Müller sticht vor allem der erst 20-jährige Forward Anton Geretzki hervor, der vor Saisonbeginn vom ProB-Meister WWU Baskets Münster an den Rhein wechselte. Auch die Guards Patrick Reusch und Joachim Koschade (beide ehemals Rhöndorf) bringen einige ProB-Erfahrung in die Helmholtz-Halle.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Für uns steht die Entwicklung als Mannschaft weiterhin im Mittelpunkt. Gegen Rhöndorf haben wir drei Viertel lang eine tolle Leistung gezeigt, in Grevenbroich waren wir eine Halbzeit auf Augenhöhe. Jetzt brauchen wir Konstanz über 40 Minuten. Helfen wird uns gegen Deutz, dass Jason Isanza, der in Grevenbroich erkrankt fehlte, wieder ins Team zurückkehren wird. Er gibt uns zusammen mit Noah Westerhaus zusätzliche Optionen unter den Körben. Zugleich tun uns die langfristigen Ausfälle von Jari Beckmann und Jonathan Broer weiterhin sehr weh: Mit der kleinen Rotation sind wir anfälliger für Schwächephasen, was uns zuletzt immer wieder den Sieg gekostet hat.“

Was Besonders ist: Für die Miners wird die Partie gegen Deutz das zweite Spiel binnen 24 Stunden sein. Bereits am Freitagabend tritt das Team in der 3. Runde des WBV-Pokals beim Oberligisten TG Düsseldorf an (20.30h, Sporthalle Lessing-Gymnasium, Ellerstraße 84, 40227 Düsseldorf). Die Düsseldorfer spielen zwar zwei Ligen niedriger als der ETB, verfügen aber bislang über eine makellose Bilanz: Nach dem letztjährigen Abstieg aus der 2. Regionalliga startete das ambitionierte Team mit sieben Siegen ungeschlagen in die neue Saison.

Foto: André Steinberg

Herber Rückschlag – Miners verlieren mit 97:83 in Grevenbroich

Die ETB Wohnbau Miners müssen eine weitere schmerzhafte Niederlage im Abstiegskampf der 1. Regionalliga West hinnehmen und verlieren gegen die ELephants Grevenbroich mit 97:83. Dabei starteten die Schwarzweißen auswärts gut in die Partie. Ein punktearmes 1. Viertel endete mit einer 15:13 zu Gunsten der Essener. Nach den ersten 10 Minuten fanden beide Teams dann offensiv besser ins Spiel. Es entwickelte sich weiterhin eine Partie auf Augenhöhe. Mit einer 39:38-Führung gingen die ETB Wohnbau Miners in der Folge in die Kabine, fest entschlossen, den ersten Sieg der Saison mit ins Ruhrgebiet zu holen.

Doch in der 2. Halbzeit waren es wieder einmal nicht die Essener, die sich einen Vorsprung erspielen konnten. Im Gegensatz dazu gewannen die Elephants um die überragenden Nachverpflichtungen Troy Harper (34 Punkte) und Jamal Smith (28 Punkte) die Kontrolle über die Begegnung und die Heimmannschaft erspielte sich zum Ende des dritten Abschnitts einen 8-Punkte-Vorsprung zum zwischenzeitlichen 66:58 aus.

Neben den beiden offensivstarken Guards in Reihen der Grevenbroicher ist der Grund für die Miners Auswärtsniederlage schnell gefunden. Während sich die Gastgeber insgesamt 51 Rebounds griffen, sicherten sich die Essener mit 25 Abprallern nicht einmal halb so viele. Allen voran Ryon Howard dominierte mit 16 Rebounds diese Statistik an diesem Abend. Positiv auf Essener Seite fiel neben den 27 Punkten von Chris Alexander ebenfalls Noah Westerhaus auf, der trotz einer Erkrankung unter der Woche insgesamt 18 Punkte erzielte.

„Es war eine gute Leistung unseres Teams gegen eine Mannschaft mit drei Topspielern. Am Ende fehlt uns einfach die Kraft. Grundlagen, die in der Preseason hätten gelegt werden müssen, fehlen uns jetzt in den Spielen“, sagt Björn Barchmann nach dem Spiel.

Für die Miners spielten: Alexander (27 Punkte), Westerhaus (18), Hamad (4), Tauch (9), Mi. Möbes (7), Bakkali (13), Plescher und Moukas (5).

Elephants als erster Prüfstein: Miners wollen Hinrunde erfolgreich abschließen

Zwischenspurt zum Hinrunden-Abschluss: Die ETB Wohnbau Miners stehen vor wegweisenden Spielen in der 1. Regionalliga West, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu wahren. Als erster Prüfstein aus der unteren Tabellenhälfte erwarten am Sonnabend die NEW Elephants Grevenbroich das Team von Interimscoach Björn Barchmann (19.30h, Gross-Sporthalle Gustorf, Torfstecher Weg 18, 41517 Grevenbroich).

Was die Tabelle sagt: Zwei Spieltage vor dem Abschluss der Hinrunde trennen die Miners drei Siege vom ersten Nicht-Abstiegsplatz, den aktuell die BSV Münsterland Baskets Wulfen auf Rang zwölf belegen. Die NEW Elephants Grevenbroich verfügen – übrigens ebenso wie unser nächster Heimspiel-Gegner Deutzer TV – nur über einen Sieg mehr. Der vierte Saisonerfolg gelang dem Tabellenneunten zuletzt auswärts mit 88:85 bei der BG Hagen. Die Miners konnten dagegen den Dragons Rhöndorf bei der 85:111-Niederlage am vergangenen Wochenende nur bis zum Ende des dritten Viertels Paroli bieten.

Wen wir erwarten: Verletzungen und ein schwacher Saisonstart haben den Kader der Gastgeber ziemlich durcheinander gewirbelt. Jetzt scheint Manager Hartmut Oehmen aber den richtigen Mix gefunden zu haben. Im Team von Head Coach Jason Price stechen drei gebürtige US-Amerikaner hervor: Point Guard Troy Parker feierte vergangene Woche in Hagen sein Debüt und überzeugte sofort mit 32 Punkten und einer Trefferquote von knapp 46 Prozent aus dem Feld. Auch Small Forward Jamal Smith, mit niederländischem Pass im vergangenen Spielzeit noch für ProB-Aufsteiger ART Giants Düsseldorf aktiv, stieß erst im Saisonverlauf zu den Elefanten: 42 Punkte bei der knappen 89:91-Auswärtsniederlage in Herten vor drei Wochen markieren einen gleichfalls imposanten Bestwert. Und nicht weniger beeindruckend ist die Konstanz von Power Forward Ryon Howard. Der 35-jährige, nach vielen Jahren in Bochum mittlerweile mit deutschem Pass auf Korbjagd, liefert regelmäßig Double Doubles ab, zuletzt beim Sieg in Hagen mit 16 Punkten und 15 Rebounds.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Mit der Entwicklung der letzten Tage unseres Teams bin ich zufrieden. Aber das Lob unserer Gegner, dass wir in dieser Saison bestimmt noch viele Erfolge feiern werden, hilft uns nicht – wir müssen jetzt mit diesen Siegen anfangen, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren. Auch wenn Grevenbroich mit einigen neuen Spielern antritt, wird uns das Scouting von Dhnesch Kubendrarajah wieder exzellent auf den Gegner vorbereiten. Und was das eigene Team betrifft: Die Neuverpflichtung von George Moukas und die Rückkehr von Noah Westerhaus geben uns mehr Möglichkeiten, die Last im Angriff auf viele unterschiedliche Schultern zu verteilen.“

Was Besonders ist: Zwei Spiele stehen in der Hinrunde noch aus – und die Ausgangslage bei den Miners-Gegnern ist praktisch identisch. Ebenso wie Grevenbroich steht auch der Deutzer TV, am kommenden Sonnabend (23. November) unser nächster Heimspiel-Gegner in der Helmholtz-Halle, mit aktuell vier Siegen in der unteren Tabellenhälfte. „Beide Gegner sind für uns auf Augenhöhe“, sagt Björn Barchmann. Der Blick auf die Tabelle macht alle weitere Erläuterungen überflüssig: Mit zwei Siegen könnten die Miners zum Ende der Hinrunde den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze schaffen.

Foto: André Steinberg

Starke Leistung reicht gegen noch stärkere Dragons nicht

Am Ende fiel die Niederlage zu deutlich aus. Beim 85:111 gegen die Dragons Rhöndorf waren die ETB Wohnbau Miners am Samstagabend in der Rüttenscheider Helmholtzhalle lange auf Augenhöhe. Die munteren 40 Minuten brachten mit hochklassigem Basketball viel Zuversicht in die Gesichter der Essener Anhänger zurück.

Gleich von Beginn entwickelte sich ein offenes Spiel. Michael Möbes startete stark in die Partie und erzielte 5 seiner insgesamt 9 Punkte in den ersten Minuten. Auch seine Mitspieler überzeugten durch Einsatz und schnelles Spiel, sodass das erste Viertel mit 24:24 endete. Immer wieder war es vor allem Chris Alexander, der mit seinen insgesamt 32 Punkten die Halle zum Jubeln brachte. Im zweiten Viertel zogen die sichtlich erstaunten Gäste aus Rhöndorf noch einmal an und erzielten einen Dreipunktetreffer nach dem anderen. Allen voran setzten Garrido Foz (4 Treffer bei 6 Versuchen) und Sharda (4/5) mit zusammen 8 Dreiern bis zur Halbzeit immer wieder Nadelstiche von der 6,75m Linie. Rhöndorf traf in den ersten 20 Minuten als Team herausragende 50% von der Dreierlinie (11/22) – Hauptgrund dafür, dass die erste Halbzeit mit 40:50 aus ETB-Sicht endete.

Selbst wenn die Dragons-Quote bis zum Schluss der Partie nahezu halten sollte (17/36, 47,2%): Der 10-Punkte-Rückstand sollte noch keine Entscheidung bedeuten. Angepeitscht von den Rängen gelang den Essenern ein gutes drittes Viertel, an dessen Ende ein 65:72 an der Anzeigetafel flimmerte. Besonders Jason Isanza konnte immer wieder mit Hustle Plays, einem Monster-Block gegen US-Amerikaner Curtis Hollis, 11 Punkten und 9 Rebounds überzeugen. Auch Neuzugang George Moukas lies bereits nach einem Training mit dem Team immer wieder sein Potential aufblitzen.

Zu Beginn des vierten Viertels zeigten die Dragons allerdings, warum sie ein heißer Kandidat für den Aufstieg in die ProB sind. Ein 20:0-Lauf zerschlug alle schwarz-weißen Hoffnungen auf eine Überraschung. Maßgeblichen Anteil hatte in dieser Phase in Reihen der Gäste Jure Besedic, der in 10:28 Minuten 16 Punkte bei nahezu perfekter Wurfquote erzielte. Mit ihm auf dem Feld erzielte Rhöndorf 24 Punkte mehr als der ETB. Die verbleibende Zeit reichte aus Essener Sicht nicht, das Ruder noch einmal herumzureißen. So müssen sich die Miners am Ende wieder einmal dem Gegner geschlagen geben, auch wenn der Aufwärtstrend Hoffnung macht.

„Rhöndorf ist unglaublich tief besetzt, was man daran sehen kann, dass insgesamt 7 Spieler zweistellig gescort haben. Auch 43 Punkte von der Bank sind außergewöhnlich. Für uns blicke ich aber mit diesem Einsatz und so einer Leistung positiv auf die kommenden Spiele“, resümiert Interimscoach Björn Barchmann nach der Begegnung.

Weiter geht es für die Miners am kommenden Samstag, 16. November, um 19.30h bei den NEW Elephants Grevenbroich (Gross-Sporthalle Gustorf, Torfstecher Weg 18, 41517 Grevenbroich).

Gegen Rhöndorf spielten Alexander (32), Hamad, Tauch (2), Möbes (9), Moukas (11), Bakkali (16), Westerhaus (4), Plescher, Isanza (11) und Pobric.

Foto: André Steinberg

Moukas soll neue Kraft im Abstiegskampf geben

Die ETB Wohnbau Miners verändern sich im Abstiegskampf in der 1. Regionalliga noch einmal personell und verpflichten George Moukas. Der 1,98 Meter große Grieche ist variabel auf den Positionen zwei bis vier einsetzbar und bringt mit seiner Erfahrung, Defensivstärke und Flexibilität genau die notwendigen Attribute mit, die die Miners in einigen Spielen vermissen ließen. Moukas ist in der 1. Regionalliga kein Unbekannter: Neben seinen Stationen in der zweiten griechischen Liga stand er bereits in der Saison 2017/18 beim Ligakonkurrenten BG Hagen unter Vertrag. Ob es bereits für einen Einsatz am Wochenende gegen die Dragons Rhöndorf reicht, ist aktuell noch offen. Die Miners freuen sich, dass Moukas, der seinen Vertrag in Hagen 2017 bereits im Laufe der Saison auflöste, nun seinen zweiten Anlauf in Deutschland unternimmt.

Derweil gehört Harvey Matou nicht mehr dem Kader der ETB Wohnbau Miners an. Der 24-Jährige Franzose befindet sich bereits wieder in seiner Heimat Paris.

„Leider konnte uns Harvey von seinem Spielstil her nicht das geben, was wir uns für den Rest der Saison erhofft haben. Wir freuen uns, dass wir mit George nun einen Spieler verpflichten konnten, der einiges an Erfahrung mitbringt und sich in der Liga bewiesen hat“, gibt Interimscoach Björn Barchmann zu Protokoll.

Miners wappnen sich für Drachen: Rhöndorf in der Helmholtz-Halle zu Gast

Die ETB Wohnbau Miners wollen ihren Aufwärtstrend nach dem Trainerwechsel fortsetzen: Mit dem ersten Saisonsieg wird es aber im dritten Spiel unter Interimscoach Björn Barchmann nicht leicht werden: Der Tabellendritte Dragons Rhöndorf kommt am Sonnabend mit der Empfehlung von vier Siegen in Folge in die Helmholtzhalle (19.30, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle sagt: Für die Gäste vom Drachenfels spricht nicht nur ihr aktuell dritter Tabellenplatz. Das Team ist unter Interims-Head Coach Yassin Idbihi noch ungeschlagen und verzeichnete zuletzt vier Siege in Folge, am vergangenen Wochenende ein 104:96 gegen die BG Hagen. Die Entwicklung beim ambitionierten Ex-Bundesligisten geht also deutlich nach oben, nachdem ein durchwachsener Saisonstart (3 Siege und 3 Niederlagen) zur Trennung von Head Coach Markus Röwenstrunk führte. Laut Trainerteam Barchmann und Kubendarajah steht man dem momentan stärksten Team der Liga gegenüber. Bei den Miners hat sich der eigene Aufwärtstrend bislang noch nicht in Siegen niedergeschlagen: Das knappe 80:83 bei der BG Dorsten zeigte am vergangenen Wochenende aber, dass sich der ETB durchaus auf Augenhöhe mit Playoff-Kandidaten messen kann. Die Teams auf den Nichtabstiegs-Plätzen 10 bis 12 sind für das Tabellenschlusslicht unverändert „nur“ drei Siege entfernt.

Wen wir erwarten: Die Dragons Rhöndorf, selbst viele Jahren in der Basketball-Bundesliga am Start und mittlerweile Kooperationspartner von Nachbar Telekom Baskets Bonn, haben auf den Abstieg aus der ProB (Südstaffel) zu Saisonbeginn mit einem umfassenden Neustart reagiert. Aus Bamberg wurde der ehemalige Nationalspieler Yassin Idbihi als neuer sportlicher Leiter verpflichtet, der nach der Trennung vom (gleichfalls neuen) Head Coach Markus Röwenstrunk zugleich als Head Coach fungiert. In seinem Team stechen fünf (!) junge Neuzugänge hervor, die mit einer Doppellizenz auch im Kader der Telekom Baskets stehen: Center Mark Mboya Kotieno (am vergangenen Wochenende mit 25 Punkten Matchwinner gegen Hagen), Forward Gabriel de Oliveira und Guard Pal Ghotra kamen dabei sogar mit ProB-Erfahrung nach Bonn/Rhöndorf. Auch der junge US-Amerikaner Curtis Hollis steht bei seiner ersten Europa-Station noch am Anfang seiner Karriere. Gemeinsam verkrafteten die jungen Drachen zuletzt auch einige Ausfälle so erfolgreich, dass sie die Erfahrung des 37-jährigen Anish Sharda auf der Guardposition kaum benötigen. Und Beachtung verdient nicht zuletzt ein ehemaliger Essener: Jeffrey Martin ging seit Anfang 2018 in der ProB für die ETB Wohnbau Baskets auf Korbjagd.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Auch gegen einen schwierigen Gegner wie Rhöndorf müssen wir unter Beweis stellen, woran wir im Training hart arbeiten: Wir wollen mit schnellem und strukturiertem Spiel gute Wurfgelegenheiten herausarbeiten. Wenn uns das gelingt, können wir automatisch unsere Leistungsträger Chris Alexander und Radwan Bakkali entlasten und alle Spieler in die Angriffe einbinden. Jeder Wettkampf hilft uns hierbei weiter, jeder Einzelne muss mit Kampf und Leidenschaft zeigen, dass er bereit ist, den Abstiegskampf aufzunehmen – unabhängig davon, wie der Spielstand gerade ist. Unser starker Auftritt in Dorsten zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Spiel hat, trotz des unglücklichen Endes, dem ganzen Team Mut gemacht.“

Was Besonders ist: Zwei Interimscoaches treffen aufeinander. Sicherlich waren weder Yassin Idbihi noch Björn Barchmann zu Saisonbeginn davon ausgegangen, am 11. Spieltag selbst verantwortlich auf der Trainerbank zu sitzen. Idbihi löste Anfang Oktober in Rhöndorf Röwenstrunk ab, Barchmann folgte zwei Wochen später in Essen der Spanierin Iria Romaris. Beide sportlichen Leiter legen Wert darauf, die Coaching-Position nur übergangsweise auszufüllen. Zumindest in Essen wird dabei bewusst kein Zeitplan für die nächsten Schritte kommuniziert: „Wir halten das wie bei Spielerverpflichtungen und werden keine Wasserstandsmeldungen über anstehende Personalentscheidungen abgeben“, stellt Barchmann klar.

Foto: André Steinberg

Ganz nah dran: Miners verlieren knapp in Dorsten

Auf dieser Leistung kann man aufbauen: Auch wenn es für die ETB Wohnbau Miners bei der BG Dorsten wieder nicht für den ersten Saisonsieg gereicht hat, zeigte sich das Team von Interimscoach Björn Barchmann bei der 80:83-Niederlage deutlich verbessert.

Dabei waren die Miners zunächst wieder mit einem enttäuschenden ersten Viertel gestartet: Ein 0:10-Lauf stellte zum Abschluss des Abschnitts auf 11:26. Dem Team um Chris Alexander war nach der zurückliegenden Niederlagenserie das fehlende Selbstvertrauen deutlich anzumerken. Und die Dorstener, als Tabellenachter auf Playoff-Kurs, nutzten dies aus: Sie begannen das Spiel mit einer Trefferquote von 77 Prozent aus Nah- und Mitteldistanz.

Umso bemerkenswerter, wie sich der ETB danach in die Partie zurückkämpfte. Die Miners ließen ihrerseits einen 13:0-Lauf folgen, waren beim 24:29 in der 16. Minute wieder auf Schlagdistanz und beim 38:37 zur Halbzeit sogar in Führung. Die Essener auf dem Feld zeigten mit sehr strukturierten Angriffsaktionen, welche Erfolge die erste volle Trainingswoche unter Björn Barchmann gebracht hat. Und die Essener auf der Tribüne stellten unter Beweis, dass das Umfeld weiterhin an eine Wende der Miners-Saison glaubt. „Die Unterstützung unserer Fans bei diesem Auswärtsspiel war unglaublich“, hob Barchmann den mitgereisten Support besonders hervor. „Sie haben uns wirklich durch das zweite Viertel getragen.“

Gut ging es auch danach weiter für den ETB, bei dem erstmals nach langer Verletzungspause Noah Westerhaus (zumindest kurz) wieder mitwirkte. Neben Chris Alexander (wieder Topscorer mit 32 Punkten) und Radwan Bakkali (Double Double mit 16 Punkten und 11 Rebounds) traten vor allem zwei junge Spieler hervor: Der 21-jährige Adam Hamad brachte den Ball gegen die aggressive Dorstener Verteidigung immer wieder sicher nach vorne und leitete so die Essener Spielzüge ein. Der 20-jährige Jason Isanza war unter dem Korb kaum zu stoppen: Für seine 11 Punkte traf er sämtliche Feldwürfe und warf nur einmal von der Freiwurflinie daneben. Die beiden Youngster, in der vergangenen Saison noch in der 2. Regionalliga am Start, verzeichneten am Ende die besten „+/-„-Werte im gesamten Team: Wenn sie auf dem Feld standen, erzielte der ETB 18  bzw. 15 Punkte mehr als die Gastgeber.

60:59 waren die Miners dadurch nach 30 Minuten in Führung, ehe sie zu Beginn des letzten Viertels kurz abreißen lassen mussten. Vor allem der immer stärker werdende US-Amerikaner Adam Pickett (am Ende 28 Punkte) führte die Gastgeber zu einem 75:67-Vorsprung (35. Minute). Der ETB kam abermals zurück – am Ende aber nicht näher als ein 80:83 bei eigenem Ballbesitz 16 Sekunden vor Schluss.

„Heute wäre mehr drin gewesen“, musste Barchmann daher nach dem Spiel bilanzieren. „Am Ende hat uns das schwache erste Viertel den Sieg gekostet.“ Mit den Fortschritten der gemeinsamen Trainingswoche war der Interims-Coach dennoch zufrieden: „Unser Angriffsspiel war sehr viel strukturierter als zuletzt. In der Defensive haben wir uns zudem gut auf die Stärken unserer Gegenspieler eingestellt.“

Weiter geht es für die Miners am kommenden Sonnabend, 9. November, mit einem Heimspiel gegen den Tabellendritten Dragons Rhöndorf (19.30h, Helmholtz-Halle, Rosastraße 83, 45130 Essen).

In Dorsten spielten Matou (3), Alexander (32), Westerhaus, Hamad (3), Tauch (2), Michael Möbes (6), Bakkali (16), Plescher (4), Isanza (11), Pobric (3).

Neustart im Derby: Miners treten in Dorsten an

Neues Spiel, neues Glück: Bei der BG Dorsten wollen die ETB Wohnbau Miners am Samstagabend ihr verändertes Gesicht, nach der ersten vollen Trainingswoche unter Interimstrainer Björn Barchmann, zeigen. Die Vorbereitungszeit war zwar kurz, die Verletztenliste ist weiter lang – der ETB geht aber keineswegs chancenlos ins Derby (19.30h, Juliusstraße 12, 46284 Dorsten).

Was die Tabelle sagt: Die Gastgeber stehen aktuell auf dem achten Tabellenplatz, der am Saisonende zum Einzug in die Playoffs berechtigen würde. Nach bislang insgesamt fünf Saisonsiegen setzte es zuletzt aber zwei Niederlagen, die den Dorstenern gegen direkte Konkurrenten besonders weh taten: Nach der 64:97-Heimniederlage gegen Citybasket Recklinghausen verlor die BG zuletzt auch 66:78 bei der BG Hagen. Für den ETB auf dem letzten Tabellenplatz ist mit den BSV Münsterland Baskets Wulfen auf Rang 12 der erste Nichtabstiegsplatz mittlerweile drei Siege entfernt.

Wen wir erwarten:  Dreh- und Angelpunkt des Dorstener Spiels ist der US-amerikanische Guard Adam Rashad Pickett, der an der Lippe seine erste Auslandsstation absolviert. Er ist mit mehr als 20 Punkten regelmäßig Topscorer seines Teams ist und sicherte mit seinem Korb in der Schlusssekunde vor drei Wochen beim 66:65 in Herten auch den letzten Dorstener Sieg. Unterstützung erhält Pickett vor allem von zwei Dorstener „Urgesteinen“: Center Gerrit Budde und Guard Nderim Pelaj zählen ebenso zu den Leistungsträgern im Team von Franjo Lukenda wie der ehemalige Schalker Jonas Peters, der nach ProB-Jahren in Königsblau zur vergangenen Saison nach Dorsten wechselte. Und nicht zu vergessen ist schließlich der 36-jährige Rückkehrer Gene Hagner, der bereits vor einigen Jahren zu Dorstener ProB-Zeiten für die BG aktiv war, zuletzt aber verletzungsbedingt fehlte.

Was Interims Coach Björn Barchmann sagt: „Nach den vielen Niederlagen geht es vor allem darum, dass das Team wieder sein Selbstvertrauen zurückfindet. Wir haben den Fokus im Training daher vor allem darauf gelegt, im Angriff feste Spielsysteme einzustudieren. Das ist mitten in der Saison nicht einfach, soll allen Spielern aber die notwendige Sicherheit für die Phasen vermitteln, in denen es mal nicht läuft. Denn die wird es auch in Dorsten geben. Von unseren verletzten Spielern könnte vielleicht Noah Westerhaus zurückkehren, der aber sicher noch nicht bei 100% ist. Aber egal, wer am Samstag spielt: Alle müssen Kampf und Leidenschaft zeigen, weil wir im Derby neu durchstarten wollen.“

Was Besonders ist: Gleich zwei aktuelle Spieler der BG Dorsten sind beim ETB basketballerisch groß geworden. Guard Jeffrey Eromonsele und Forward Philipp von Quenaudon stammen aus der erfolgreichen schwarz-weißen Basketballjugend und zählten im vergangenen Jahr sogar noch zum Essener ProB-Kader. Eromonsele kommt jetzt auch in Dorsten zu regelmäßigen Einsätzen in der Regionalliga, „PvQ“ hat sich hingegen zu Saisonbeginn schwer verletzt und fällt längerfristig aus.

Foto: André Steinberg

Ohne Chance gegen den Tabellenführer: Miners unterliegen RheinStars Köln

Es bleiben harte Zeiten für die ETB Wohnbau Miners in der 1. Regionalliga: Die 56:99-Niederlage gegen die RheinStars Köln fiel am Samstagabend so deutlich aus, wie man es für das Spiel des Tabellenletzten gegen den Spitzenreiter vorab befürchten musste. Ohne die weiterhin verletzt fehlenden Noah Westerhaus, Jari Beckmann und Jonathan Broer hatte der ETB keine Chance auf seinen ersten Saisonsieg.

Die Weichen am Hallo waren diesmal früh gestellt: Mit 3:18 lag der ETB bereits nach sechs Minuten zurück. Auch beim 10:29 nach dem ersten Viertel zeigte sich die größere mannschaftliche Ausgeglichenheit der Gäste (die übrigens ohne Andrej Mangold, ihren als „Bachelor“ bekannten Ex-Nationalspieler, antraten). Hinzu kam, dass Chris Alexander das Spiel ab der 12. Minute von der Bank verfolgen musste: Der US-Amerikaner, bereits vorbelastet mit einem als „unsportlich“ gewerteten Foul aus der Anfangsphase, kassierte ein Technisches Foul dafür, dass er beim Zug zum Korb den fehlenden Foulpfiff der Schiedsrichter monierte. Sein zweiter Regelverstoß war gleichbedeutend mit der Disqualifikation fürs Spiel.

Ohne ihren Kapitän konnten die Miners den Kölnern auch in der Folge nicht gefährlich werden: Bis zum 29:51 zur Halbzeitpause hielt der ETB den Abstand zwar noch konstant, danach zeigte sich immer deutlicher, welche großen Aufgaben vor dem sportlichen Leiter Björn Barchmann liegen, der das Team in den nächsten Spielen übergangsweise (zusammen mit ETB-Jugendtrainer Dhnesch Kubendrarajah) betreuen wird: „Eine gemeinsame Trainingseinheit mit der Mannschaft hat nicht ausgereicht, um die notwendige Sicherheit im Angriffspiel zu vermitteln“, musste Barchmann anschließend bilanzieren. Und blickte nach dem ersten Spiel, in dem die Miners nicht mehr von der Spanierin Iria Romaris betreut wurden, zugleich zuversichtlich nach vorne: „Wir können uns jetzt eine Woche auf das nächste Spiel vorbereiten, bei dem wir sehr viel anders machen werden.“

Weiter geht es für die Miners am kommenden Samstag, 2. November, um 19.30h bei der BG Dorsten (Juliusstraße 12, 46284 Dorsten).

Gegen Köln spielten Matou (1), Alexander (5), Hamad (5), Tauch (5), Michael Möbes, Bakkali (20), Plescher (2), Isanza (9) Pobric (9).

Foto: André Steinberg

Miners vor nächsten Bewährungsproben

Die ETB Wohnbau Miners stehen in der 1. Regionalliga mit neuen Kräften vor der nächsten Bewährungsprobe. Mit Tabellenführer RheinStars Köln kommt am Samstagabend ein Gast, der nicht nur sportlich Fragen aufwirft. Vor allem die jüngeren Essener Fans beschäftigt, ob „Bachelor“ Andrej Mangold – Ex-Nationalspieler und zu Jahresbeginn  Protagonist der RTL-Fernsehshow –  am Hallo auflaufen wird (19.30, Ernestinenstraße 57, 45141 Essen).

Was die Tabelle sagt: Im Duell Letzter gegen Erster scheint die Ausgangslage klar. Den acht Essener Niederlagen stehen sieben Kölner Siege entgegen. Aber die bislang einzige Kölner Saisonniederlage – 67:68 bei Citybasket Recklinghausen vor zwei Wochen – zeigt, dass die Domstädter auswärts keinesfalls unschlagbar sind. Das Team von Johannes Strasser kommt mit elf Tagen Pause nach Essen und war – im Anschluss an die Niederlage im Vest – zuletzt mit 111:82 gegen BG Hagen erfolgreich. Die Miners verloren am vergangenen Wochenende mit 81:88 gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen. Trotz der ETB-Niederlagenserie sind die besser platzierten Mannschaften aber unverändert in Reichweite: Auch der Tabellenzwölfte Deutzer TV hat bislang erstzwei Saisonsiege errungen.

Wen wir erwarten: Bei den RheinStars Köln, lange Jahre Essener Gegner in der ProA, ist der Neustart in der Regionalliga bislang wesentlich besser geglückt als beim ETB. Nach dem letztjährigen Abstieg aus der ProB (Südstaffel) haben Geschäftsführer Stephan Baeck und Head-Coach Johannes Strasser, beides ehemalige Nationalspieler, eine schlagkräftige Mannschaft aus erfahrenen und jungen Spielern zusammengestellt. Herausragend ist vor allem Kapitän Tibor Taras, der beim Sieg gegen Hagen binnen 28 Minuten 51 Punkte erzielte, darunter (bei einer Trefferquote von 80%) 12 Dreier. Weiteres Augenmerk muss zudem den Power Forwards Benedict van Laack undMax Dohmen sowie dem Ex-Essener Aufbauspieler Tim van der Velde gelten, der nach einem ProB-Jahr am Hallo (2017/2018) wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist. Mit Vincent Golson und Gael Hulsen fehlten zudem zuletzt zwei weitere Leitungsträger verletzt.

Offen ist auch der Einsatz von „Bachelor“ Mangold in Essen. Bei den letzten beiden Spielen der RheinStars fehlte der 32-jährige Guard, der seine Karriere – zuletzt nach einem Kurz-Comeback bei den Frankfurt Skyliners in der BBL – jetzt in Köln ausklingen lässt. Sportlich hat er nichts verlernt, wie zu Saisonbeginn etwa 11 Punkte, 11 Assists und 5 Steals beim Kölner Sieg gegen den Tabellendritten Herford zeigten.

An der Seitenlinie wird bei den ETB Wohnbau Miners nicht mehr Trainerin Romarís stehen. Der ETB bedankt sich für den Einsatz der jungen Spanierin. Die Trainerposition wird übergangsweise intern besetzt.

Wie sich das Ganze schon im schwierigen Spiel gegen Köln zeigen wird, bleibt abzuwarten. Im Angriff wird die Last nicht nur auf den Schultern von Chris Alexander und Radwan Bakkali liegen dürfen. Defensiv wird vor allem unter dem Korb mehr Zugriff auf das Spiel notwendig sein. Bei den verletzten Spielern ist Noah Westerhaus bereits auf dem Weg der Besserung. Ein Einsatz gegen Köln kommt vermutlich jedoch noch zu früh. Gleichzeitig funktioniert die Einbindung des Neuzugangs Harvey Matou im Training schon immer besser.

Foto: André Steinberg

Miners verlieren Duell gegen Wulfen mit 81:88

Die ETB Wohnbau Miners konnten auch das Duell gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen nicht für sich entscheiden und stehen weiterhin am Ende der Tabelle der 1. Regionalliga West.

Dabei starteten die Miners gut ins Spiel und es entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine offene Partie, in der auf Essener Seite Alexander stark ins Spiel startete. Getoppt wurde diese Leistung nur durch den Gäste-Center Michael Haucke, der an diesem Abend mit 29 Punkten und 13 Rebounds der alles überragende Spieler war. Unterstützt wurde er auf Seite der Gäste besonders von Bryce Allen, der mit 16 Punkten und 6 Assists seinen Anteil am Auswärtserfolg hatte. Die erste Halbzeit endete letztendlich ausgeglichen mit 45:48.

Doch das dritte Viertel sollte an diesem Abend den Ausschlag über das Ergebnis des Spiels geben. Ein 9:0-Lauf der Gäste zum 48:62 zum Ende des dritten Viertels war durch die Schwarz-Weißen nicht mehr aufzuholen. Besonders zeigte sich der Unterschied unter dem Korb. Während Essen 32 Punkte in der gegnerischen Zone gelangen, erzielte Wulfen ganze 54 Punkte im Bereich unter dem Korb. Hinzu kam auf Essener Seite eine an diesem Abend schwache Freiwurfquote von 52% (12 Treffer bei 23 Versuchen).

„Wir hatten eine Phase im Spiel, in der wir defensiv zu schwach gespielt haben und der Gegner machen durfte, was er will. Das darf uns in so einem wichtigen Spiel nicht passieren“, resümiert Trainerin Romarís nach dem Spiel.

Doch dass es die Miners besser können, zeigt die Aufholjagd zum Schluss des Spiels, in der mit einem zwischenzeitlichen 8:0 Lauf der 22-Punkte-Rückstand zur letztlichen 7-Punkte-Niederlage verkürzt wurde. Die Verantwortlichen werden nun die Situation aufarbeiten.

Für den ETB spielten: Alexander (31), Manuel Möbes (DNP), Hamad (6), Tauch (15), Michael Möbes (8), Bakkali (14), Matou, Plescher und Isanza (7).

Positiv aus Sicht der Miners ist allerdings, dass inzwischen ein Ersatz für den zu Saisonbeginn abgewanderten AJ Basi gefunden wurde. Zum Essener Team gehört seit Donnerstag der 24-Jährige Franzose Harvey Matou, der flexibel auf den Positionen 2-4 eingesetzt werden kann. Im Spiel gegen Wulfen konnte man bereits immer wieder seine Athletik und sein Talent aufblitzen sehen, allerdings fehlte aus Zeitgründen noch die richtige Integration im Team.

Matou war zuletzt in der dritten französischen Liga für Union Tarbes Lourdes aktiv und stand zuvor auch schon im Kader von U21-ProA- und ProB-Teams, den ersten beiden französischen Jugend-Ligen, bevor es ihn für drei Jahre ans College in die USA zog. „Ich habe in Essen unterschrieben, weil ich dem Team aus dieser schwierigen Situation helfen möchte. Ich freue mich zeigen zu können, was ich kann“, blickt Matou auf die kommenden Aufgaben.

Foto: André Steinberg

 

Miners wollen Wiedersehen am Hallo mit zwei Punkten feiern

Das zweite Event-Spiel am Hallo beschert den ETB Wohnbau Miners das erste „Rückspiel“ der Saison – und das bereits mitten in der Hinrunde: Am Samstagabend (19.30, Ernestinenstraße 57, 45141 Essen) empfängt das Team von Head Coach Iria Romaris die BSV Münsterland Baskets Wulfen. Nach dem Kräftemessen in der Saisonvorbereitung soll das Derby den Miners jetzt den ersten Erfolg in der Regionalliga bringen.

Was die Tabelle sagt: Die Gäste gehören zu den fünf (!) Mannschaften mit bislang zwei Saisonsiegen, die dafür sorgen, dass die Miners aktuell zwar sieglos, aber keinesfalls abgeschlagen auf dem letzten Platz der 1. Regionalliga West stehen. Der Tabellenzehnte konnte im bisherigen Saisonverlauf erst zwei Heimsiege feiern, nach der 88:80-Überraschung gegen den Aufstiegsfavoriten Dragons Rhöndorf zum Saisonauftakt gelang ein knappes 73:70 gegen die NEW Elephants Grevenbroich. Zuletzt gab es jedoch vier Niederlagen in Folge für das Team von Gary Johnson, am vergangenen Wochenende mit 71:76 gegen die (ersatzgeschwächte) Zweitvertretung der Bayer Giants Leverkusen.

Wen wir erwarten:  Vorfreunde gilt bei den Miners vor allem dem Wiedersehen mit Gary Johnson, der den Aufsteiger seit Saisonbeginn als Head Coach betreut. Der 37-jährige Deutsch-Amerikaner ging von 2014 bis 2016 für die damaligen ETB Wohnbau Baskets in der ProA auf Korbjagd, war Mannschaftskapitän „Am Hallo“und auf der Aufbau-Position kongenialer Partner von Chris Alexander, der ihm am Samstag auf dem Feld gegenüber steht. Auch heute ist Johnson oft in Essen zu Gast, zuletzt am vergangenen Wochenende in der Helmholtzhalle beim NBBL-Spiel der Ruhrgebiets-Kooperation Metropol Baskets Ruhr, der Wulfen als Juniorpartner angehört. Im Mittelpunkt seines Teams stehen in dieser Saison der US-Amerikaner Bryant Allen (gegen Leverkusen Topscorer mit 19 Punkten) und Center Michael Haucke (im vergangenen Jahr noch bei Schalke 04/ProA). Hinzu kommen auf den Guard-Positionen der gebürtige Essener Hendrik Bellscheidt (ebenfalls mit ProA-Erfahrung aus Chemnitz) und der junge Alexander Winck, lange Jahre fester Bestandteil der Metropol Baskets Ruhr.

Was Head Coach Iria Romaris sagt: „Das Team arbeitet im Moment sehr hart, um besser zu werden und weiß genau, auf was es im nächsten Spiel ankommt. Wir werden nicht nach Entschuldigungen suchen, mit Kampf ins Spiel gehen und uns nicht hinter Ausreden verstecken. Natürlich freuen wir uns dabei auf unsere Fans im Rücken, die uns zusätzliche Energie verleihen“, zegt sich Romarís kämpferisch.

Was Besonders ist: Das Derby gegen Wulfen ist das erste „Rückspiel“ der Saison, in dem sich die Miners zum zweiten Mal mit demselben Gegner gegenüberstehen. Viele Rückschlüsse für Samstag lassen sich aus der 85:92-Niederlage in der Saisonvorbereitung aber nicht ziehen. Und das nicht nur, weil beim ETB unverändert viele verletzte Spieler ausfallen. Auch umgekehrt gelten für das Wiedersehen am Hallo andere Vorzeichen: Beim ETB fehlten damals mit Chris Alexander, Yannik Tauch und Michael Möbes drei Spieler, die seither zu den Leistungsträgern im Team von Iria Romaris zählen.

Foto: André Steinberg

Miners verlieren nach großem Kampf bei der BG Hagen mit 87:79

Die ETB Wohnbau Miners trotzen weiterhin den vielen Ausfällen und schnuppern (wieder mal) an ihrem ersten Sieg in der 1. Regionalliga: Beim 79:87 bei der BG Hagen zeigten sich die Essener am Freitag besonders kämpferisch stark verbessert.

Dabei stand das Spiel für die ETBler unter keinem guten Stern. Während weiterhin auf die Verletzten Jonathan Broer, Noah Westerhaus und Jari Beckmann sowie Din Pobric (Kursfahrt) verzichtet werden musste, knickte Michael Möbes nach zwei Minuten im Spiel um und fiel für den Rest des Spiels aus.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Big Man Radwan Bakkali bereits mit sechs schnellen Punkten gut ins Spiel gefunden (insgesamt 25 Punkte, 14 Rebounds) und für einen ausgeglichenen Start gesorgt, ehe sich die Hausherren zu einem 17:10 Zwischenstand und der ersten Auszeit der Essener Korbjäger absetzten. Ab diesem Zeitpunkt gestaltete sich ein offenes Spiel, in dem weder Hagen richtig davon ziehen konnte, noch der ETB dem Spiel so richtig seinen Stempel aufdrücken konnte. Ein von Offensive geprägtes erstes Viertel endete letztendlich mit 25:26 für den ETB.

Auch weiterhin war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Chris Alexander auf Essener Seite trotz Wurfpechs von der Dreierlinie (1 Treffer von 8 Versuchen) mit 31 Punkten sein  Team anführte. In der zweiten Halbzeit war es dann Adam Hamad, der mit drei Dreiern zum 70:71 aus Essener Sicht verkürzte und Hagen zu einer Auszeit zwang. Diese Treffer von außen waren auch nötig, weil Alexander Kortenbreer auf Seiten der BG Hagen mit seinen insgesamt neun Blocks immer wieder unter dem Korb aufräumte und auf der anderen Seite 20 Punkte beisteuerte. Unterstützung bekam er von Yannick Opitz (23 Punkte, 6 Dreier) und Paul Giese (16 Punkte, 4 Dreier), die immer wieder zu freien Würfen kamen und das Spiel übernahmen. Die üblichen Hagener Leistungsträger Nedzinskas, Ligons und Fritze hielt der ETB hingegen insgesamt gut unter Kontrolle.

Doch nach dem 70:71 aus Essener Sicht folgte ein 11:2 Lauf der Hausherren, der die Hagener letztendlich auf die Siegerstraße brachte und nicht mehr aufzuholen war.

„Es hat nicht viel gefehlt, obwohl wir stark dezimiert in das Spiel gegangen sind. Der Einsatz meiner Jungs war hervorragend und wenn wir mit dieser Intensität weiter spielen, werden wir auch Spiele gewinnen. Heute war das Glück leider nicht bei uns, aber ich bin insgesamt mit der Leistung sehr zufrieden“, resümiert Trainerin Romarís nach der Partie.

Für den ETB spielten: Alexander (31 Punkte), Manuel Möbes (DNP), Bolte, Hamad (9), Tauch (7), Michael Möbes, Bakkali (25), Plescher (5) und Isanza (2).

Foto: André Steinberg

Wir suchen Dich! Werde Teammanager/in (m/w/d) bei den Miners!

Die ETB Wohnbau Miners suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) Teammanager/in (m/w/d). Du sprichst englisch und dir macht es Spaß, mit Sportlern zusammen zu arbeiten? Werde Teil des Teams und sei der erste Ansprechpartner für unsere Spieler.

*** Update: Wir haben einen Teammanager gefunden. ***

Aufgaben:

  • Ansprechpartner für die Spieler / den Trainer in Sachen Organisation rund um das Team
  • Koordination der Termine des Teams/der Spieler (z.B. Arzttermine etc.)
  • Begleitung der Spieler bei Terminen, wenn notwendig
  • Ansprechpartner bei Problemen mit der Wohnung
  • Schnittstelle zwischen Spielern/Trainer, sportlicher Leitung und Geschäftsführung

Voraussetzung:

  • Flexibilität (auch Arbeiten am Wochenende und Feiertage möglich)
  • Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Verlässlichkeit (insb. In Sachen Termintreue)
  • Normale Kommunikation auf Englisch sollte möglich sein
  • Mobilität (Auto/Führerschein)
  • Strukturiertes Arbeiten

Wir bieten:

  • Ein sehr interessantes Umfeld und Teil einer Profimannschaft
  • Die Möglichkeit, die Arbeit selbst einzuteilen
  • Eine angemessene Vergütung
  • Die Teilnahme an allen Spielen der ETB Miners
  • Eine Ausweitung der Stelle bei Interesse und Eignung auf den Bereich Geschäftsstelle möglich

Miners möchten mit zweitem Pflichtspielsieg in Folge gegen BG Hagen nachlegen

Nach dem Pokalerfolg soll der erste Sieg in der Liga folgen: Die ETB Wohnbau Miners treten bereits am Freitag bei der BG Hagen (20.15h, Otto-Densch-Halle, Selbecker Straße 75, 58091 Hagen) zu ihrem nächsten Spiel in der 1. Regionalliga an – nur drei Tage nach ihrem 83:60-Erfolg beim TuS BW Königsdorf in der ersten Runde des WBV-Pokals. Angesichts der aktuellen Verletzungssorgen stellt das vierte Spiel binnen acht Tagen für das Team von Head Coach Iria Romaris eine echte Belastungsprobe dar.

Was die Tabelle sagt: Die BG Hagen gehört zu den Teams in der unteren Tabellenhälfte, die für den ETB trotz des aktuell letzten Tabellenplatzes in Schlagdistanz sind. Der Tabellenneunte konnte im bisherigen Saisonverlauf erst zweimal jubeln, zunächst beim 76:67 gegen den Lokalrivalen SV Hagen-Haspe 70, am vergangenen Wochenende erneut beim engen 83:78 gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen. Zuvor gab es vier Niederlagen für den Kooperationspartner von ProA-Ligist Phoenix Hagen, darunter ein 71:75 bei Citybasket Recklinghausen, gegen die die Miners am vergangenen Sonntag beim 82:90 im Eventspiel am Hallo ebenfalls nur knapp den Kürzeren zogen.

Wen wir erwarten: Bei der BG Hagen wird die Zusammenarbeit mit Phoenix groß geschrieben. (Im doppelten Wortsinn) jüngstes Beispiel dafür sind die beiden 18-jährigen Daniel Zdravevski und Jonas Gieseck, die im Sommer noch die deutsche Meisterschaft mit dem NBBL-Team von Bayern München gewannen und zur neuen Saison an die Volme wechselten. Beide stehen mit einer Doppellizenz auch im ProA-Kader des Kooperationspartners – und sind zugleich noch in der NBBL spielberechtigt. Für Erfahrung in den Kader von Kosta Filippou sorgen auf den Guard-Positionen die gebürtigen Hagener Sören Fritze (früher Hamburg Towers/Pro A), Pascal-Zahner Gothen (2015/2016 mit Phoenix in der BBL am Start) und Yannick Opitz (zuletzt Iserlohn Kangeroos/Pro B). Und Garant für das Saisonziel Playoffs sollen nicht zuletzt der Litauer Vytautas Nedzinskas, zuletzt mit 26 Punkten Topscorer beim Sieg gegen Wulfen, und der US-Amerikaner Marcus Ligons sein, der mit 35 Jahren in seine fünfte Saison bei der BG geht.

Was Head Coach Iria Romaris sagt: „Wir müssen die Intensität hoch halten, wie wir es gegen Königsdorf gezeigt haben. Einsatz und Vertrauen in unsere Offensive sind ein Schlüssel für unser Spiel.“

Was Besonders ist: Das Spiel in Hagen ist für die Miners das vierte binnen acht Tagen, nach dem Doppelspieltag am vergangenen Wochenende und dem Pokalspiel am Dienstag. Was den Krankenstand beim ETB betrifft, hätte sich der Spielplangestalter für diese Belastungsprobe keine schlechtere Woche aussuchen können. Juri Beckmann (Ermüdungsbruch im Fuß), Noah Westerhaus (Muskelfaserriss) und Jonathan Broer (Sehnenverletzung) fallen für mehrere Wochen aus. Bei Jason Isanza ist zumindest offen, ob er am Freitag wieder fit ist. Die Ausfälle der vier Rotationsspieler lenken zusätzliches Augenmerk darauf, dass bei den Miners aktuell noch ein Kaderplatz unbesetzt ist. Die freie Planstelle sollte nach der einvernehmlichen Trennung von AJ Basi ohnehin wiederbesetzt werden. Björn Barchmann, sportlicher Leiter der Miners, will hierzu aber noch keinen neuen Stand vermelden: „Wir werden keine Wasserstandsmeldungen in Sachen Kaderplanung abgeben“, lässt Barchmann offen, wann die Miners-Fans mit einer Verstärkung rechnen können.

Foto: André Steinberg

Miners schlagen TUS Königsdorf im Pokal

Die ETB Wohnbau Miners schlagen in der ersten Runde des WBV Pokals den TUS Königsdorf letztendlich deutlich mit 83:60. Doch dieser Pflichtsieg war härter erarbeitet als erwartet. Erst kurz vor der Pause setzten sich die schwarz-weißen Ruhrgebietler zum Pausenstand von 45:30 ab. Diese Führung gaben die Essener gegen stark kämpfende Rheinländer nicht wieder her.

Auch in diesem Spiel mussten der ETB weiterhin auf die verletzten Jonathan Broer, Noah Westerhaus, Jari Beckmann und Jason Isanza verzichten, sodass Nicolas Bolte und Manuel Möbes aus der „Zweiten“ aushalfen. Für die Punkte gegen den Oberligisten sorgten vor allem zwei weitere Spieler aus dem eigenen ETB-Nachwuchs, die in dieser Saison zum festen Bestandteil im Regionalliga-Kader der Miners geworden sind: Michael Möbes war gegen Königsdorf unter dem gegnerischen Korb nicht zu stoppen, während Adam Hamad einen Distanzwurf nach dem anderen versenkte und die Miners insgesamt an ihrem offensiven Zusammenspiel arbeiteten.

„Wir sind zu entspannt in das Spiel gegangen und haben dem Gegner zu viel zugelassen. Nach dem ersten Viertel war die Intensität besser, wodurch wir einen Vorsprung herausgespielt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir zwar teilweise unorganisierter gespielt, aber dafür mit mehr Selbstvertrauen in unseren Aktionen agiert“, schaut Trainerin Romarís auf den ersten Pflichtspielerfolg ihrer Mannschaft zurück.

In Königsdorf spielten Alexander, Manuel Möbes, Bolte, Hamad, Tauch, Michael Möbes, Bakkali und Plescher.

Stark ersatzgeschwächt auf Augenhöhe: Miners verlieren bitter im Derby

Am Ende waren es nur Kleinigkeiten: Die ETB Wohnbau Miners verloren am Sonntagnachmittag gegen Citybasket Recklinghausen ein Spiel, das sie ebenso hätten gewinnen können. So aber markierte das 82:90 die sechste Saisonniederlage für das Team von Headcoach Iria Romaris.

Bemerkenswert beim Essener „Event“-Spiel in der Bundesliga-Halle „Am Hallo“ war vor allem, dass die Miners über 40 Minuten auf Augenhöhe mit dem etablierten Regionalligisten aus dem Vest waren – und das, obwohl gleich vier Spieler aus der Stammrotation verletzt fehlten: Neben Jari Beckmann, Jonathan Broer und Noah Westerhaus, die bereits am Freitag in Herten ausgefallen waren, musste sich kurzfristig auch Jason Isanza krank abmelden. Nicolas Bolte, Din Pobric und Manuel Möbes aus der „Zweiten“ füllten die Lücken und erledigten ihre Aufgaben allesamt sehr ordentlich. Ihre Kurzeinsätze änderten aber nichts daran, dass der ETB am Sonntag das zweite Spiel binnen 44 Stunden weitgehend mit einer Rotation von sechs Spielern bestritt.

Gemeinsam gelang diesen die beste Startphase der Saison: Nach sieben Minuten griff sich Radwan Bakkali die Rebounds nicht nur am eigenen Brett, sondern verwertete auch zweimal hintereinander die Abpraller am offensiven Korb. Eine 13:12-Führung war der Lohn, die der Brite eine verlorene Kontaktlinse später (und mit Dank an den Pressefotografen für dessen erfolgreiche Suchhilfe) mit zwei verwandelten Freiwürfen gar auf 15:12 stellte. In der Folge wechselte die Führung immer wieder. Ausgeglichen war das Spiel nach zehn Minuten beim 23:23, das Michael Möbes – mit sieben Punkten Essener Topscorer des Auftaktviertels – nach Steal von Chris Alexander besorgte.

Hin und her ging das Derby auch im zweiten Viertel. Bei den Essener trat immer stärker Chris Alexander hervor, der sich in „seiner“ ehemaligen ProA-Halle immer wieder erfolgreich zum Korb wirbelte und am Ende mit 28 Punkten bester Schütze der Miners wurde. Unterstützung erhielt der US-Amerikaner vor allem von Radwan Bakkali: Der Center, zu Saisonbeginn noch von einer Verletzung geschwächt, markierte mit zehn Punkten und zehn Rebounds bereits zur Halbzeitpause ein „Double Double“, das er danach noch auf 23 Punkte und 16 Rebounds ausbaute.

Zugleich schlugen bei den Miners bereits in der ersten Halbzeit 14 Ballverluste zu Buche. Das war der Hauptgrund dafür, dass der ETB nach 20 Minuten mit 39:47 zurücklag. Nach dem Wechsel kämpfte sich dem Team zweimal wieder hieran: Für das 53:54 nach der 27. Minute sorgte ein Drei-Punkte-Spiel von Yannik Tauch, der ansonsten mit teils sehr unglücklichen Foulpfiffen der Schiedsrichter zu kämpfen hatte. Auch  beim 63:64 in der 32. Minute waren die Miners wieder auf Tuchfühlung.

Der zweiten Essener Aufholjagd folgte im Schlussviertel jedoch ein Recklinghäuser 10:0-Lauf, der binnen zwei Minuten auf 63;74 stellte und das Spiel letztlich binnen zwei Minuten entschied: Citybasket nutzte die fehlende Zuordnung in der Miners-Verteidigung jetzt für schnelle, freie Dreier und im Angriff fanden Essener Einzelaktionen nicht mehr ihr Ziel. Auch Iria Romaris‘ Auszeit beim 69:79 in der 37. Minute konnte daher nichts mehr ändern: Die Miners mussten am Ende wieder einmal dem Gegner gratulieren – wenn auch diesmal unter personell sehr erschwerten Bedingungen.  „Wir waren dran“, bilanzierte die spanische Head Coach am Ende. „Aber wir haben eben immer wieder einige schwache Minuten mit vielen Fehlern, die uns dann in der Schlussabrechnung sehr weh tun.“

Weiter geht es für die Miners bereits am Dienstag in der ersten Runde des WBV-Pokals beim Frechener Oberligisten TuS BW Königsdorf (20:15 Uhr, Mehrzweckhalle Königsdorf, Pfeilstraße, 50226 Frechen). Am Freitag folgt dann das Liga-Spiel bei der BG Hagen (20:15 Uhr, Selbecker Straße 75, 58091 Hagen), ehe in zwei Wochen wieder ein Event-Derby am Hallo ansteht: Die BSV Münsterland Baskets Wulfen sind am Samstag, 19.10., um 19:30 Uhr nächster Heimspielgegner des ETB.

Gegen Recklinghausen spielten Alexander (28), Manuel Möbes, Bolte (2), Hamad (5), Tauch (11), Michael Möbes (11), Bakkali (23), Plescher (2), Pobric.

Foto: André Steinberg

Herten zu stark für die Miners, der ETB verliert deutlich

Die ETB Wohnbau Miners müssen sich mit 111:71 den Hertener Löwen geschlagen geben. Dabei starteten die Essener in der Anfangsphase gut ins Spiel und konnten die Partie in den ersten Minuten offen halten. So stand es nach wenigen Minuten 8:10 aus Sicht der Miners. Doch im weiteren Verlauf des ersten Viertels offenbarte die Miners Verteidigung immer wieder große Löcher, sodass es mit einem 33:17 in die Viertelpause ging.

Leider sollte sich dieser Umstand auch im weiteren Verlauf des Spiel nicht drastisch ändern. Herten punktete durch offene Würfe nach Belieben, wogegen die ETBler oftmals schwierige, schnelle Würfe nahmen. Zwar arbeitete das junge Essener Team gut am offensiven Brett und holte über 40 Minuten insgesamt 28 Offensivrebounds, allerdings blieben zu viele Chancen ungenutzt. Besonders Bakkali hatte mit 10 Offensivrebounds (insgesamt 21 Punkte, 15 Rebounds) einen großen Anteil an dieser Statistik. Dennoch waren die Hertener Löwen weiterhin die klar spielbestimmende Mannschaft und führten zur Pause bereits mit 59:27.

Somit war das Spiel schon vor der zweiten Halbzeit so gut wie entschieden. Herten punktete weiter nach Belieben und beim Stand von 81:51 ging es ins Schlussviertel. „Durch die vielen Verletzten war es eine schwierige Trainingswoche. Besonders mit dem Einsatz am offensiven Brett bin ich zufrieden, aber wir müssen weiterhin daran arbeiten, bessere Würfe zu nehmen, um hochprozentiger zu treffen. Insgesamt war Herten aber für uns heute eine Nummer zu stark. Am Sonntag zählt es gegen Recklinghausen“, resümierte Trainerin Romarís nach dem Spiel, welches schlussendlich mit 111:71 endete.

In Herten spielten Alexander (11), Bolte (4), Hamad (4), Tauch (4), Möbes (10), Bakkali (21), Plescher (3), Isanza (8) und Pobric (6).

Schon am Sonntag geht es für die Miners im Eventgame in der Sporthalle „Am Hallo“ (Ernestinenstr. 57, 45141 Essen) um ganz wichtige Punkte gegen einen Tabellennachbarn. Die ETB Wohnbau Miners freuen sich auf die Unterstützung ihrer Anhänger. Um 16 Uhr ist der Sprungball.

Foto: André Steinberg