Die ETB Miners Essen haben das erste Finalspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bei der Orange Academy klar mit 107:71 verloren. Die Gastgeber spielten ein schnelles, frisches und hoch effizientes Basketballspiel und verdienten sich den deutlichen Erfolg ohne Zweifel. Für die Miners war es ein Abend, an dem kaum ein Mittel gegen den Ulmer Offensivdruck gefunden wurde.
Schon früh setzte sich die Orange Academy mit Tempo, Athletik und hoher Wurfqualität ab. Besonders Teo Milicic prägte das Spielgeschehen und brachte die Essener Defensive immer wieder in Schwierigkeiten. Die Miners kämpften zwar, fanden aber über weite Strecken keinen echten Zugriff auf das Spiel und mussten den Rhythmus der Gastgeber akzeptieren.
Auch im weiteren Verlauf blieb das Bild ähnlich: Ulm spielte mit viel Energie, traf seine Würfe konstant und ließ kaum Phasen zu, in denen Essen wirklich herankommen konnte. Spätestens im Schlussviertel war die Partie klar entschieden, während die Orange Academy ihren Vorsprung souverän verwaltete.
Topscorer der Orange Academy waren Teo Milicic mit 24 Punkten sowie Joel Cwik mit 14 Punkten. Auf Seiten der ETB Miners punkteten Niclas Sperber mit 17 Punkten und Quashawn Lane mit 16 Punkten.
Die entscheidenden Faktoren lagen in der Offensivpower der Gastgeber und ihrer Konstanz von außen, die Essen über 40 Minuten unter Druck setzte. Eigene Stops und einfache Punkte im Umschaltspiel blieben für die Miners selten.
Statement von Raphael Wilder:
„Wir sind zurück aus Ulm, wo wir eine ganz, ganz bittere Niederlage einstecken mussten, die aber leider auch verdient war. Glückwunsch an Ulm für ein Spiel, wie ich es selten gesehen habe – erst recht, wenn man überlegt, was das für eine junge Mannschaft ist, die sich in einen totalen Rausch gespielt hat und uns in allen Belangen überlegen war. Wir hatten wirklich nichts dagegenzusetzen und es ist natürlich traurig, dass so etwas ausgerechnet im ersten Finalspiel passiert.
Ohne eine Ausrede oder Erklärung zu suchen: Solche Tage und Spiele gibt es leider manchmal und so etwas wird auch in der ProA passieren. Diese junge Ulmer Mannschaft hat wie eine amerikanische Mannschaft gespielt – mit einer Athletik und Geschwindigkeit, wie ich sie selten gesehen habe. Wie weit und abgeklärt diese Jungs schon sind, ist wirklich beeindruckend. Wenn sie dann auch noch 39 % ihrer Dreier treffen und dabei 16 von 41 Würfen verwandeln, dann ist man quasi machtlos.
Für uns war das eine Lehrstunde, das muss man einfach so hinnehmen. Wir waren nicht bereit für dieses Spiel. Vielleicht hing es noch mit der Euphorie des Aufstiegs in Coburg zusammen und die Mannschaft konnte mental noch nicht komplett umschalten.
Ich hoffe am Sonntag auf ein komplett anderes Spiel von uns – unabhängig davon, ob Ulm nun komplett oder anders besetzt zu uns kommt. Nochmals Glückwunsch an Ulm. Ich bin wirklich beeindruckt von ihrer Leistung und gleichzeitig enttäuscht über unser Auftreten.“
Statement von Headcoach Lars Wendt:
„Wie verlieren das erste Finalspiel in Ulm auch in der Höhe völlig verdient. Hut ab vor der Leistung der Ulmer – dem hatten wir leider kaum etwas entgegenzusetzen. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten und am Sonntag noch einmal eine sehr gute Leistung in diesem Finale zu zeigen. Vielleicht schaffen wir ja doch noch das Wunder. Das Wichtigste ist aber, dass wir uns mit einer starken Leistung und einem positiven Gefühl von unseren Fans in die Sommerpause verabschieden wollen.“
Damit bleibt den Miners nun eine klare Aufgabe für das Rückspiel am 17.05.2026 um 16 Uhr in der Sporthalle Am Hallo: Ein Sieg mit mindestens 36 Punkten Unterschied ist nötig, um eine Verlängerung zu erzwingen.
Für die Fans lohnt sich der frühe Weg in die Halle doppelt: Bereits ab 14 Uhr gibt es vor der Sporthalle Am Hallo Stauder-Pils sowie Pommes und Currywurst zur Einstimmung auf das zweite Finalspiel gegen die Orange Academy.
Tickets für das Rückspiel gibt es hier:
https://minersruhr.reservix.de/events
Wir sind ProA !
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