Trotz starker Defensive: Miners verlieren auch gegen Hagen

64:63 führten die ETB Wohnbau Miners drei Minuten vor Ende in der heimischen Helmholtz-Halle, hatten gegen die BG Hagen zweimal höhere Rückstände aufgeholt – und mussten nach der Schlusssirene dennoch wieder mit leeren Händen dem Gegner gratulieren. Das 71:75 gegen den Playoff-Kandidaten von der Volme reihte sich am Samstagabend ein in die lange Liste von ETB-Enttäuschungen in dieser Saison.

Dhnesch Kubendrarajah, der das Coaching des Teams an der Seitenlinie übernommen hatte, sah dennoch eine Reihe positiver Aspekte. Vor allem mit der Defensivleistung war er nach einigen Umstellungen in der zurückliegenden Trainingswoche zufrieden. Den Miners gelang es so, den Gegner bereits in der ersten Halbzeit unter 40 Punkten zu halten.

Das Team startete zudem stark in der Offensive. 50 Prozent Trefferquote sorgten für eine 23:20-Führunng nach zehn Minuten. Auch nach einem 11:0-Zwischenlauf der Hagener zum 27:35 Mitte des zweiten Viertels robbte sich der ETB bis zur Halbzeitpause wieder heran. Chris Alexander, der am Ende als Topscorer nicht nur 32 Punkte, sondern auch sechs Rebounds, fünf Assists und fünf Steals verbuchen konnte, stellte mit einem Dreier auf 33:37.

Eng blieb das Spiel auch in der Folge: Nach dem 39:47 in der 25. Minute konnte der ETB den Rückstand schnell wieder verkürzen, blieb meist in Schlagdistanz und zog drei Minuten vor dem Ende dann sogar an den Gästen vorbei. Für den zweiten Saisonsieg reichte es dennoch nicht. „Am Ende haben uns zwei oder drei schlechte Entscheidungen im Angriff den Sieg gekostet“, musste Kubendrarajah konstatieren. Die Essener Ballverluste addierten sich am Ende auf insgesamt 19 – zu viele, um sich offensiv für die starke Leistungen in der Verteidigung und beim Rebound zu belohnen. Schwach war im gesamten Spiel zudem die Essener Trefferquote aus der Distanz: Die Miners trafen nur 19 Prozent ihrer Dreier-Versuche.

„Jetzt müssen wir in der Offensive zuverlässiger werden“, weiß daher auch Kubendrarajah, wo die Schwerpunkte der kommenden Trainingswoche liegen werden. Leichter wird es für die Miners nicht: Nach den Abgängen von Yannik Tauch und Noah Westerhaus wird dem Team für den Rest der Saison auch Jari Beckmann fehlen, der sich nach seiner langwieriger Fussverletzung einer Operation unterziehen muss.

Gegen Hagen spielten Moukas (7 Punkte), Alexander (32), Hamad, Michael Möbes (6), Bakkali (22), Broer, Plescher, Isanza (4).

Foto: André Steinberg

Miners erwarten BG Hagen zum drittletzten Heimspiel der Saison

Die Regionalliga-Spielzeit neigt sich für die ETB Wohnbau Miners langsam dem Ende zu: Das Duell mit der BG Hagen am Samstagabend in der Helmholtz-Halle ist bereits das drittletzte Heimspiel der Saison – Gelegenheit, gerade die jungen Spieler im Team nochmal kräftig zu unterstützen (19.30h, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle zeigt, ist für die Miners seit langem nichts Neues. Bei jetzt sieben noch verbleibenden Spielen beträgt der Abstand zur BG Dorsten auf dem rettenden 12. Platz sechs Siege. Wenn Dorsten parallel sein Heimspiel gegen die Hertener Löwen gewinnt, wäre eine Essener Niederlage gegen die BG Hagen am Samstag gleichbedeutend damit, dass der Essener Abstieg auch rechnerisch feststeht. Die Gäste von der BG Hagen sind  hingegen nach schwachem Saisonstart mittlerweile mittendrin im Playoff-Rennen: Mit zehn Siegen stehen sie auf Rang acht, punktgleich mit dem Sechsten Herten ebenso wie dem Neunten Leverkusen. Am vergangenen Wochenende gelang ein 92:65-Sieg bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen, während die Miners mit 67:90 in Recklinghausen verloren. Im Hinspiel in Hagen gab es für die Miners eine knappe 79:87-Niederlage. 

Wen wir erwarten: Der Kooperationspartner vom Pro A-Ligisten Phoenix Hagen kommt mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern in die Helmholtz-Halle. Das Team von Coach Kosta Filippou, das im Saisonverlauf mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, verstärkte sich zuletzt auch beim Ligakonkurrenten SV Haspe 70. Die bekanntesten Spieler finden sich aber unverändert auf den Guard-Positionen: Die gebürtigen Hagener Sören Fritze (früher Hamburg Towers/Pro A), Pascal-Zahner Gothen(2015/2016 mit Phoenix in der BBL am Start) und Yannick Opitz (zuletzt Iserlohn Kangeroos/Pro B) sind allesamt an die Volme zurückgekehrt. Garanten für das Saisonziel Playoffs sollen zudem der Litauer Vytautas Nedzinskas und der US-Amerikaner Marcus Ligons sein, der mit 35 Jahren in seine fünfte Saison bei der BG geht. (Im doppelten Wortsinn) jüngstes Beispiel für die gelungene Kooperation mit Phoenix sind schließlich die beiden Youngster Daniel Zdravevski und Jonas Gieseck, die im Sommer noch die deutsche Meisterschaft mit dem NBBL-Team von Bayern München gewannen und zur neuen Saison nach Hagen wechselten. Beide stehen mit einer Doppellizenz auch im ProA-Kader und sind zugleich noch in der NBBL spielberechtigt.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: Der Blick auf die Tabelle und irgendwelche Rechenspiele helfen uns bereits seit Wochen nicht weiter. Wichtig ist, dass jeder Spieler die Duelle in der Regionalliga als persönliche Chance begreift, sich gegen starke Konkurrenz weiterzuentwickeln. Da gibt es Woche für Woche durchaus auch kleine Erfolge zu feiern – selbst wenn es am Ende bislang nur für einen Sieg gereicht hat. Auch am Samstag erwartet uns gegen die große Erfahrung der BG Hagen wieder eine schwere Aufgabe. Die kleineren Veränderungen auf der Trainerbank, die die Zuschauer bereits bei unserem Spiel in Recklinghausen beobachten konnten, werden wir gegen Hagen fortsetzen. Das Coaching wird unser Co-Trainer Dhnesch Kubendrarajah übernehmen. Ich bleibe an Bord und in der Verantwortung. Zugleich brauche ich – neben Beruf, Familie und Gesundheit – auch immer mehr Zeit, um die kommende Saison in der ETB-Basketballabteilung und bei den Miners zu planen.“

Foto: André Steinberg

ETB kann Fehlstart nicht aufholen: 67:90-Niederlage in Recklinghausen

Zwei Viertel gewannen die ETB Wohnbau Miners am Samstagabend bei Citybasket Recklinghausen, ebenso viele wie die Gastgeber. Ausgeglichen verlief das Derby im Vest dennoch nicht: Der ETB musste über 30 Minuten einen 12:31-Rückstand abtragen, mit dem Citybasket gleich im ersten Abschnitt fehlendes Wurfglück der Miners bestraft hatte. Dieser Fehlstart war am Ende vorentscheidend für eine 67:90-Niederlage, mit dem der Abstieg für die Essener auch rechnerisch immer näher rückt.

Die Konstanz, die Björn Barchmann vor dem Spiel angemahnt hatte, fehlte dem ETB gleich zu Beginn. „Wir haben unsere Würfe nicht getroffen, und das hat Citybasket am anderen Ende des Feldes gnadenlos bestraft“, musste der Miners-Interimscoach anerkennen. Die Gastgeber, am Ende mit 47,8% Dreierquote, nutzten ihre Wurfgelegenheiten vor allem im ersten Abschnitt sehr hochprozentig. Der ETB brauchte hingegen zehn Minuten, um im Derby anzukommen.

Ab dem zweiten Viertel gelang dies dafür umso besser: Angeführt von einem starken Chris Alexander konnte das Team zumindest die verbleibenden drei Abschnitte ausgeglichen gestalten. 22:19 gewannen die Miners das zweite Viertel, 23:22 das dritte (ehe sich Citybasket mit 18:10 das letzte sicherte).

Neben dem US-Amerikaner, am Ende mit 23 Punkten Topscorer der Essener, setzte vor allem Simon Obi ein Ausrufezeichen. Druckvoll zog der Forward, normalerweise in der zweiten Mannschaft des ETB in der 2. Regionalliga am Start, über die Grundlinie zum Korb und schloß beidhändig mit einem krachenden Dunking ab. Ein Startschuss für eine richtige Aufholjagd wurde allerdings auch dieses Highlight nicht: Die Miners konnten ihren Rückstand im gesamten Spiel nicht in den einstelligen Bereich drücken.

Während die Gastgeber durch den Sieg als Tabellenfünfter ihren Playoff-Kurs halten, bleibt der ETB Schlusslicht in der 1. Regionalliga. Bei sieben verbleibenden Spielen ist der rettende zwölfte Rang mittlerweile sechs Siege entfernt.

In Recklinghausen spielten Alexander (23 Punkte), Michael Möbes (13), Bakkali (8), Obi (7), Moukas (5), Hamad (4), Broer (4), Plescher (3), Beckmann.

Foto: André Steinberg

ETB diesmal auswärts im Vest: Recklinghausen erwartet Miners

Der Spielplan der Regionalliga West serviert die Derbys momentan im Wochentakt: Sieben Tage nach der 76:92-Heimniederlage gegen die Hertener Löwen geht es für die ETB Wohnbau Miners auswärts ins Vest. Bei Citybasket Recklinghausen, Essener Kooperationspartner im Nachwuchsprojekt Metropol Baskets Ruhr, erwarten das Team von Interimscoach Björn Barchmann am Samstagabend viele bekannte Gesichter (18:00 Uhr, Vestische Arena Alfons Schütt, Campus Blumenthal, 45665 Recklinghausen).

Was die Tabelle zeigt: Für den ETB ist der Abstand zu den Nicht-Abstiegsrängen unverändert groß. Die BG Dorsten auf Rang 12 ist momentan fünf Siege entfernt. Die Gastgeber sind dagegen auf Playoff-Kurs. Trotz einer 73:82-Niederlage bei der BG Hagen am vergangenen Wochenende steht das Team von Johannes Hülsmann auf Rang sechs. Beim 82:90 im Hinspiel am Hallo gelang Citybasket einer von bislang zehn Saisonsiegen.

Wen wir erwarten: Drei Citybasket-Spieler trugen früher selbst das ETB-Trikot: Timo Volk gehörte 2016/2017 zum vorerst letzten Essener ProA-Kader; Philipp Spettmann und Till von Guionneau standen zuvor als Jugendspieler im erweiterten Aufgebot der Essener Bundesliga-Mannschaften. Absoluter Leistungsträger in Recklinghausen ist aber heute der US-Amerikaner Antoine Myers, der mit 24 Punkten auch Top-Scorer im letzten Heimspiel war, als die Gastgeber Mitte Dezember einen 79:77-Erfolg gegen die Hertener Löwen feierten.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Im Hinspiel gegen Recklinghausen haben nur Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entschieden. Wir haben damals nur mit acht Punkten verloren, auch wenn – damals wie heute – der Abstand in der Tabelle größer wirkt. Mut nach unserem Spiel gegen Herten macht mir vor allem die Leistung einzelner Spieler: Neben Chris Alexander will ich vor allem Jari Beckmann hervorheben, der nach drei Monaten Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kommt. Ganz stark waren auch die 16 Punkte von Michael Möbes, der in dieser Saison den Sprung aus der 2. Regionalliga als junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs geschafft hat. Für sie gilt das Gleiche, wie für das gesamte Team: Wir brauchen Konstanz, Woche und Woche; dann kann uns auch eine Überraschung in Recklinghausen gelingen.“

Foto: André Steinberg

76:92 – Löwen bezwingen Miners in Essen

Eine Woche nach dem ersten Saisonerfolg mussten die ETB Wohnbau Miners die erste Niederlage im Jahr 2020 hinnehmen. Die Miners konnten zwar den Schwung nach dem Erfolg in Haspe mitnehmen, doch das gelang gegen stärkere Löwen nur eine Halbzeit richtig. Eine deutlich bessere Leistung reichte allerdings nicht für die Revanche nach der deutlichen 111:71-Niederlage im Hinspiel.

Zu Beginn entwickelte sich eine offene Begegnung, in der sich der ETB mit 10:6 nach fünf gespielten Minuten absetzen konnte. Diese Führung konnten die Miners zunächst aufrecht erhalten, doch die aggressivere Ganzfeldpresse der Hertener Löwen zum Viertelende bereitete der Heimmannschaft immer wieder Probleme im Ballvortrag, sodass ein Buzzer Beater zu einer hauchdünnen 20:19-Führung nach dem ersten Viertel sorgt.

Im zweiten Viertel kamen die Löwen deutlich bissiger nach der Ansprache von Trainer Cedric Hüsken zurück ins Spiel und setzten sich mit einem 7:0-Lauf etwas ab. Insgesamt neun Mal gestatteten die Miners ihrem Gegner zweite Chancen durch Offensivrebounds. Die Essener hingegen konnten nur einen Dreier bei neun Versuchen in der ersten Halbzeit verwandeln. Glücklicherweise aus Essener Sicht wurde der gewohnt starke Dijon Smith, am Ende mit 22 Punkten und 16 Rebounds Topscorer der Gäste, durch sein drittes Foul im zweiten Viertel zu einer Pause auf der Bank gezwungen. George Moukas ereilte kurze Zeit später das gleiche Schicksal. Beide Mannschaften lieferten sich in den folgenden Minuten ein Duell auf Augenhöhe und so endete die erste Halbzeit mit einem Pausenstand von 35:41.

In der zweiten Halbzeit setzte sich nach einer Aufholjagd der Miners und dem zwischenzeitlichen Führungswechsel zum 49:47 dann die längere Bank und höhere individuelle Qualität der Gäste aus Herten durch und die Essener mussten ihren Gegner davon ziehen lassen. Dies änderten auch nicht die 30 Punkte von Chris Alexander, welcher im Scoring an diesem Tag mit 16 Punkten von Michael Möbes als zweitbester Werfer des Teams unterstützt wurde. Während Herten fast 50 % (9/19, 47,4 %) der Versuche von der Dreierlinie verwandelte, gelang Essen dies nur in 21,7 % (5/23) der Fälle. Die Gäste aus dem Vest verteilten insgesamt 26 Assists gegenüber 18 direkten Korbvorlagen auf Essener Seite und verließen am Ende das Spiel als lachender Sieger beim 76:92 Endergebnis.

„Die Revanche für die 40 Punkte Hinspielniederlage hat sich unter den Vorzeichen als schwierig dargestellt. Gratulation an Herten zum Sieg“, gibt Björn Barchmann nach dem Spiel zu Protokoll.

Für die Miners spielten:
Moukas (10), Alexander (30), Hamad (3), Mi. Möbes (16), Bakkali (11), Obi (dnp), Broer (2), Plescher (2), Beckmann (2), Isanza und Pobric.

Foto: André Steinberg

Ungeschlagen ins erste Heimspiel 2020: Miners erwarten Herten

Die in diesem Jahr noch ungeschlagenen ETB Wohnbau Miners empfangen zum Heimspielauftakt 2020 einen Gegner, der seit sechs Wochen in der Liga auf ein Erfolgserlebnis wartet: Der 99:91-Sieg beim SV Haspe 70 am vergangenen Wochenende erlaubt den Essener Basketballern, vor dem Derby gegen die Hertener Löwen am Sonnabend ganz neue Töne anzuschlagen. Tatsächlich wird es in der Helmholtz-Halle gegen den Tabellensechsten aber wesentlich schwerer, als eine Momentaufnahme zum Jahresbeginn versprechen könnte (19.30h, Rosastraße 83, 45130 Essen).
Was die Tabelle zeigt, berücksichtigt nämlich auch die Ergebnisse des vergangenen Kalenderjahres (Augenzwinker). Und danach steht der ETB mit einem Saisonsieg unverändert auf dem letzten Tabellenplatz der Regionalliga West, mit fünf Siegen Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsrang. Die Gäste finden sich aktuell auf Rang sechs: Nach einem starken Saisonstart setzte es im Dezember drei Niederlagen in Folge, jeweils ganz knapp mit nur einem Korb Differenz: Auf ein 80:82 bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen folgten ein 77:79 bei Citybasket Recklinghausen und zuletzt ein 92:95 nach Verlängerung gegen die  BG Hagen.
Wen wir erwarten: Das erste Heimspiel im neuen Jahr führt einen alten Bekannten in die Helmholtz-Halle, der schon seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Ligen zu den Derby-Gegnern des ETB zählt. Beim selbst ernannten „Löwenrudel“ aus dem Vest müssen die Miners vor allem auf den US-amerikanischen Center Dijon Smith aufpassen. Zusammen mit Power Forward Semir Albinovic, einem gebürtigen Bosnier mit deutschem Pass, zählt er unter dem Korb zu den stärksten Spielern der Regionalliga. Gemeinsam waren die beiden die Top-Scorer beim deutlichen 111:71-Sieg, den der ehemalige Bundesligist im Hinspiel gegen den ETB erringen konnte. Matthias Perl, Lennart Weichsel und der Bulgare Lyuben Paskov verfügen ebenfalls über viel Erfahrung im Team von Head Coach Cedric Hüsken.
Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Der erste Saisonsieg hat uns richtig gut getan. Auch wenn wir mit unserer Leistung in Haspe nicht durchgängig zufrieden sein konnten, verdient das Team großen Respekt, wie es sich nach dem schwachen dritten Viertel wieder ins Spiel zurückgekämpft hat.  Hieran müssen wir gegen Herten anknüpfen. Es wird immer Phasen im Spiel geben, in denen es nicht läuft. Wichtig ist, dass der Rückstand dann nicht zu groß wird und das Team schnell wieder zum Gameplan zurückkehrt. Am vergangenen Wochenende hat dabei unsere erste Fünf einen großen Teil der Last getragen; gegen Herten wollen wir alle Spieler wieder stärker in die Rotation einbeziehen. Wie schwer das wird, haben wir im Hinspiel gemerkt: H erten gehört trotz der Schwächephase im Dezember zu den Top 5-Teams der Liga und wird nach der Weihnachtspause alles daran setzen, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.“
Foto: André Steinberg

Stellungnahme zu den Berichten zu Noah Westerhaus

Mit Verwundern rieben sich viele ETB-Fans am Mittwochabend die Augen, als Noah Westerhaus bei den EPG Baskets Koblenz als Neuzugang vorgestellt wurde. Ebenso verwundert waren die Verantwortlichen der ETB Wohnbau Miners über die Art und Weise, wie die EPG Baskets Koblenz ohne jegliche Kontaktaufnahme zu den Miners einen Spielervertrag mit einem unter Vertrag stehenden Spieler abschließen wollten. Erst nach der Veröffentlichung dieser Meldung erfolgte eine erste Kontaktaufnahme zu den ETB Wohnbau Miners.

„Wir haben Noah als pflichtbewussten Sportler und Persönlichkeit wahrgenommen, der sich positiv im Verein unter anderem auch als Trainer eingebracht hat. Umso mehr bedauern wir die Umstände, wie wir durch die Kollegen aus Koblenz über einen Wechselwunsch informiert wurden“, beschreibt Gesellschafter Dieter Homscheidt die Situation und ergänzt: „Uns ist die schwierige Situation auch für die Spieler bewusst und wir möchten unseren Spielern keine Steine für die Zukunftsplanung in den Weg legen. Dennoch handeln wir als Verein nach Prinzipien im fairen Umgang miteinander, die im sportlichen Wettbewerb ganz besonders Bedeutung haben sollten.“

Die ETB Wohnbau Miners haben die Freigabe für Westerhaus verweigert und gehen davon aus, dass der Spieler somit seinen Vertrag bis zum Vertragsablauf erfüllen wird. Somit wird Westerhaus noch mindestens bis zum Greifen der Kündigungsfrist oder der Freigabe durch den WBV im Kader der Miners stehen.

Endlich – Miners holen 99:91 Auswärtssieg bei SV Haspe 70

Neues Jahr, neues Glück – mit dem Motto waren die ETB Wohnbau Miners zum Kellerduell nach Hagen gefahren, um endlich den ersten Saisonsieg in der 1. Regionalliga West zu holen. Und das erste Spiel in 2020 sollte tatsächlich mit strahlenden Gesichtern beendet werden: Der 99:91-Sieg beim SV Haspe 70 war hochverdient.

Der neu geschöpfte Mut der Essener wurde von Beginn an deutlich. Es entwickelte sich eine auf beiden Seiten von der Offensive geprägte Partie. Bereits im ersten Viertel konnten sich die Miners durch schnelle Fast Break Punkte absetzen, doch Haspes Kapitän Oscar Luchterhandt (insgesamt 21 Punkte) hielt mit zwei Dreiern und der Unterstützung von einem unter dem Korb aufopferungsvoll kämpfenden Tyson Kanseyo (23 Punkte) seine Mannschaft im Spiel. So führten die Miners mit 33:25 nach zehn gespielten Minuten.

Das für die mitgereisten Essener Fans ungewohnte Bild sollte sich im zweiten Abschnitt fortsetzen. Die Miners zogen in der Verteidigung deutlich an, begannen das zweite Viertel mit einem 9:0-Lauf und gestatteten den Gästen in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts nur noch fünf Punkte, sodass die Führung zwischenzeitlich auf über 20 Punkte ausgebaut werden konnte. Hagen fand zum Ende der Halbzeit wieder besser zurück ins Spiel und verkürzte zum 56:40 Halbzeitstand.

So erfolgreich ging es für die Miners jedoch in der zweiten Hälfte trotz der komfortablen Führung nicht weiter. Vielmehr bekamen die Zuschauer in der Hasper Rundsporthalle eindrucksvoll demonstriert, was ein Abstiegskampf mit einer Mannschaft machen kann. Essen startete in der Offensive verunsichert und kassierte im Gegenzug immer wieder einfache Punkte. Erst nach 10 Punkten der Heimmannschaft in Folge war George Moukas mit zwei Freiwürfen für den ETB zum 50:56 erfolgreich. Doch Hagen war nun besser in der Partie und ging zum Ende des dritten Viertels, das Hagen mit 32:12 gewann, mit 72:68 in Führung.

So wurde das Spiel erst im Schlussabschnitt entschieden. In Reihen der Hasper machten sich die Foulprobleme bemerkbar, wodurch sich besonders unter dem Korb Räume für die Miners öffneten, die Radwan Bakkali (21 Punkte und 22 Rebounds) immer wieder zu nutzen wusste. Zwei wichtige, eiskalte Dreier von Noah Westerhaus (20 Punkte) und ein bärenstarker Chris Alexander (36 Punkte, 16/17 Freiwürfe), der oft nur durch ein Foul zu stoppen war, taten ihr Übriges für den ersten Sieg der Miners zum Jahresauftakt.

„Endlich hat sich die Mannschaft für die Arbeit belohnt. Besonders im zweiten und dritten Viertel haben wir zwar wieder unsere zwei unterschiedlichen Gesichter gezeigt, sind am Ende aber mit einem starken Finish zurückgekommen. Ich hoffe, wir können mit diesem Erfolg ein bisschen Schwung mit in die nächsten Spiele nehmen“, analysiert Interimscoach Björn Barchmann nach der Partie glücklich.

Für den ETB spielten:
Moukas (13 Punkte), Alexander (36, 16/17 FW), Westerhaus (20), Hamad (3), Mi. Möbes (6), Bakkali (21 Punkte, 22 Rebounds), Broer, Obi, Plescher, Isanza und Pobric.

Neu im Kader der Essener war im Spiel gegen Haspe zum ersten Mal Simon Obi, der hauptsächlich bei der Zweitvertretung in der 2. Regionalliga auflaufen wird, und zusätzlich fünf Spiele in der 1. Regionalliga und im Training bei den Miners unterstützt. Nicht mehr zum Kader der ETB Wohnbau Miners gehört dagegen Yannik Tauch. Beide Parteien einigten sich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung. Die Miners bedanken sich beim „Taucher“ für den Einsatz und wünschen alles Gute für die basketballerische und private Zukunft!

Miners hoffen auf erfolgreichen Jahresstart in Haspe

Das Jahr 2019 ließ für die Essener Basketballer viele Wünsche offen. Doch zum Start von 2020 passen Kalender und Spielplan für die ETB Wohnbau Miners nahezu perfekt zueinander: Das Team von Interimscoach Björn Barchmann muss seine Weihnachtspause zwar bereits am Samstag beenden, hat aber beim Tabellenvorletzten SV Hagen-Haspe 70 gleich Gelegenheit, erfolgreich ins neue Jahr zu starten (19.00h, Rundsporthalle Haspe, Kölner Straße 50, 58135 Hagen-Haspe).

Was die Tabelle sagt: Im Duell des Vorletzten gegen den Letzten treffen zwei Mannschaften aufeinander, die bereits deutlichen Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätze aufweisen. Das gilt für die sieglosen Miners ebenso wie die Gastgeber, die seit 13 Spielen auf ihren dritten Saisonerfolg warten. Einer der bislang zwei Siege gelang zu Saisonbeginn beim knappen 82:77-Auswärtssieg in der Helmholtz-Halle. Zuletzt verlor Haspe 78:91 im Derby gegen die BG Hagen.

Wen wir erwarten: Der SV Hagen-Haspe 70 ist hinter dem ProA-Ligisten Phoenix und dessen Kooperationspartner BG die dritte Kraft in der Basketball-Hochburg Hagen. Für die „Mission Klassenerhalt“ hat Coach Martin Wasielewski eine Mischung aus alten und jungen Spielern zusammengestellt. Hierzu zählen der 32-jährige kanadische Aufbauspieler Jordan Rose ebenso wie der 24-jährige holländische Forward Tyson Kanseyo, der direkt vom US-College an die Volme wechselte. Im Saisonverlauf verstärkten sich die Hasper zudem mit dem Franzosen Silvio Mendes Mateus. Neben den ausländischen Neuzugängen stehen zwei weitere Starter für viel Kontinuität beim Stadtteilverein: Louka Bampoulis glänzt wie bereits in den Vorjahren als treffsicherer Schütze von der Guard-Position. In Sachen Vereinserfahrung muss er aber Oscar Luchterhandt den Vortritt lassen: Der Kapitän geht in seine 21. (!) Saison für die Hasper. Zudem läuft Nachwuchsspieler Emil Loch parallel auch für Phoenix Hagen in der ProA auf.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Die Vorbereitung auf das Spiel fällt kurz aus, da uns zwischen Weihnachten und Neujahr keine Trainingshalle zur Verfügung stand. Aber am Samstag werden wir alles geben, um endlich unseren ersten Saisonsieg zu feiern. Auch Haspe wird hochmotiviert sein und sieht die Partie als „Alles-oder-Nichts-Spiel“ im Kampf um den Klassenerhalt. Unseren verletzten und angeschlagenen Spielern hat die Weihnachtspause gut getan, um neue Kräfte zu sammeln. Vielleicht wird es sogar bei unserem langzeitverletzten Jari Beckmann für einen ersten Kurzeinsatz reichen. Er fehlt uns ausgerechnet seit dem Hinspiel gegen Haspe.“

Foto von Matthias Keienburg

Wiedersehen vor Weihnachten: Miners mit Team Essen in Frintrop

Auf viele Wiedersehen freuen können sich Essens Basketballer zum Weihnachtsfest – unter und auch neben den Körben. Das Lokalderby zwischen DJK Adler Frintrop und den ETB Wohnbau Miners bringt am Sonntagabend (19.00h, Gesamtschule Bockmühle, Eingang Mercatorstraße, 45143 Essen-Altendorf) im Achtelfinale des WBV-Pokals zahlreiche alte Bekannte zusammen: Viele Frintroper trugen in der Vergangenheit das ETB-Trikot; die Miners treten überwiegend mit ihrer zweiten Mannschaft an, die auch im Liga-Alltag Gegner der Gastgeber in der 2. Regionalliga ist.

„Der Spieltermin zwei Tage vor Heiligabend liegt denkbar ungünstig“, erläutert Miners-Coach Björn Barchmann. „Wir mussten allein für unser letztes Spiel gegen Herford vier Ausfälle verkraften und brauchen die Weihnachtspause jetzt dringend zur Regeneration. Auch wenn es ein Derby ist, bietet uns das Pokalspiel hierfür eine willkommene Gelegenheit.“ Bereits am 4. Januar geht es für die Miners in der Regionalliga weiter, auswärts beim Tabellenvorletzten SV Haspe 70.

Foto von Matthias Keienburg