Miners ohne Chance in Ibbenbüren – 100:64

Ohne ihren Anführer Chris Alexander gab es für die ETB Wohnbau Miners in Ibbenbüren nichts zu holen. Die bringiton Ballers besiegen die Schwarzweißen aus dem Ruhrpott letztendlich mehr als deutlich mit 100:64.

Nach der knappen Niederlage gegen Leverkusener haben sich die Miners einiges für das Spiel gegen die Westfalen einiges vorgenommen, doch bereits im ersten setzten sich die Ibbenbürener mit 26:15 ab. Auch das zweite Viertel konnte der TVI mit 28:13 zum vorentscheidenden Pausenstand von 54:28 für sich entscheiden. Aus Essener Sicht konnte zumindest das letzte Viertel mit 22:22 ausgeglichen gestaltet werden, was jedoch nichts an der deutlichen Niederlage änderte.

Auf Essener Seite konnten Tauch und Hamad jeweils mit 14 Punkten die freigewordene Spielzeit durch den Ausfall von Chris Alexander, der aufgrund eines Trauerfalls in den USA weilte, für sich nutzen. Doch insgesamt reichte die Leistung bei weitem nicht, um in Ibbenbüren Punkte zu holen. Besonders zeigte sich der Leistungsunterschied in der Reboundausbeute mit 54:27 und den Assists (32:9) zu Gunsten der Gastgeber. Überragender Mann in Reihen der Heimmannschaft war in dieser Begegnung Bryce Leavitt, der mit 27 Punkten, 8 Rebounds und 7 Assists überragte, was zu einer Effektivität von 38 führte.

„Wir haben eine schlechte Transition gespielt. Das konnte der gut besetzte Gegner immer wieder nutzen“, fasst Björn Barchmann die Begegnung zusammen

Für den ETB spielte: Westerhaus 12, Hamad 14, Tauch 14, Mi. Möbes 6, Bakkali 11, Broer, Plescher 2 und Moukas 5.

Nach tollem Spiel gegen Leverkusen: Miners in Ibbenbüren gefordert

Passend zur sportlichen Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen geht es für die ETB Wohnbau Miners am Wochenende ins hügelige Tecklenburger Land: Am Samstag treffen die Regionalliga-Basketballer auf die bringiton Ballers Ibbenbüren, die als Tabellendritter zu den sportlichen Schwergewichten der Liga  zählen  (19.00h, Am Sportzentrum 22, 49479 Ibbenbüren).

Was die Tabelle zeigt: Zwei Mannschaften treffen aufeinander, die am vergangenen Wochenende jeweils unglückliche Niederlagen erlitten haben: Ibbenbüren verlor mit 76:77 bei der BG Hagen ebenso knapp wie die Miners beim 86:87 gegen die Bayer Giants Leverkusen II. Weiter zurück als das erste Adventswochenende reichen die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Teams allerdings nicht: Ibbenbüren liegt jetzt zwei Niederlagen hinter Spitzenreiter RheinStars Köln und ist als Tabellendritter zum Beginn der Rückrunde klar auf Playoff-Kurs. Die Miners warten hingegen weiterhin auf ihren Saisonerfolg.

Wen wir erwarten: Die bringiton Ballers Ibbenbüren, benannt nach dem ortsansässigen Boden­belag-Hersteller „Bring it on“, überzeugen bislang mit viel Erfahrung auf dem Regionalliga-Parkett. Das Team blieb seit dem 70:54-Erfolg bei den Miners im Hinspiel unverändert. Neben dem US-Amerikaner Bryce Leavitt stechen im Kader vor allem der 32-jährige Benjamin Fumey (viele Jahre ProA und ProB, u.a. bei den Artland Dragons und den Hamburg Towers), der 29-jährige Daniel Boahene (zuletzt Itzehoe/ProB, vorher Schalke) und der 30-jährige Forward Marcello Schröder hervor, die allesamt Gardemaß (und auch Masse) unter die Körbe bringen. Topscorer im Hinspiel in der Helmholtz-Halle und am vergangenen Woche in Hagen war Marco Porcher Jimenez (früher Herten, zuletzt Münster/ProB), der ebenso wie der zweite EU-Ausländer Juan Barga (früher Reckling­hausen) bereits im Revier gespielt hat.

Was Interims-Coach Björn Barchmann sagt: „Auch wenn gegen Leverkusen am Ende Kleinigkeiten gefehlt haben und die erneute Niederlage sehr bitter war: Das Spiel hat gezeigt, dass unser Team in der Regionalliga absolut konkurrenzfähig ist. Ich war stolz, welche Reaktion die Mannschaft nach der enttäuschenden Leistung gegen Deutz gezeigt hat. In Ibbenbüren wird es jetzt aber sehr schwer werden, zumal Chris Alexander uns voraussichtlich fehlen wird: Er musste seine Reise in die USA (aufgrund des Trauerfalls in seiner Familie) nur kurzfristig verschieben. Die Gastgeber gehören vor allem unter dem Korb zu den stärksten Teams der Liga.  Das wird eine echte Bewährungsprobe für unsere jungen Spieler, bei denen ich diesmal vor allem Jonathan Broer hervorheben will: Er feiert am Freitag seinen 18. Geburtstag. Sein tolles Comeback gegen Leverkusen hat uns daran erinnert, wie schmerzhaft sein Ausfall auf der Centerposition in den vergangenen Monaten für uns war.“

Was bei diesem Spiel Besonders ist:  Rechtzeitig zur zweitlängsten Auswärtsfahrt der Miners steht seit dem vergangenen Wochenende auch fest, was in diesem Jahr der kürzeste Roadtrip für den Regionalligisten werden wird: Beim Lokalrivalen DJK Adler Frintrop, derzeit Tabellendritter in der 2. Regionalliga, steigt im Achtelfinale um den WBV-Pokal ein echtes „Derby“. Dies ergab die Auslosung, die am vergangenen Wochenende in der Halbzeitpause des Miners-Spiels gegen Leverkusen durchgeführt wurde. Gespielt wird am 22.12. um 19:00 Uhr in der Gesamtschule Bockmühle.

Foto: André Steinberg

86:87 Drama in der Helmholtzhalle

85:81 und noch 45 Sekunden auf der Uhr: Die Stimmung in der Helmholtzhalle ist ausgelassen. Alles deutet auf den ersten Sieg der ETB Wohnbau Miners hin, doch am Ende müssen die Miners den Gästen der Bayer Giants Leverkusen wieder einmal zum 86:87 Sieg gratulieren.

Zunächst gab es für die Schwarz-Weißen vor der Begegnung personell positive Nachrichten. Chris Alexander musste seine Reise in die USA aufgrund der Feiertage kurzfristig auf die kommende Woche verschieben und konnte so im Spiel gegen die jungen Giants mitwirken.

Die Miners zeigten von Beginn an einen anderen Auftritt als noch in der Vorwoche gegen den Deutzer TV. Der Ball lief besser durch die eigenen Reihen und in der Verteidigung konnte Leverkusen immer wieder vor Probleme gestellt werden. Michael Möbes erzielte im Auftaktviertel 8 seiner insgesamt 10 Punkte und nach einem 11:11-Gleichstand setzten sich die Essener zur 31:17-Führung nach 10 Minuten ab. Es war das offensiv vermutlich beste Viertel der gesamten Saison.

Doch diese Hochperiode im Essener Spiel sollte sich nicht bis ins zweite Viertel fortsetzen. Leverkusen fand in der Folge besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand auf fünf Punkte nach 15 Minuten (35:30). Erst zum Schluss des Viertels konnte sich die Heimmannschaft offensiv wieder behaupten und in Form von Jonathan Broer glänzen, der seine 8 Punkte in der Schlussphase der ersten Halbzeit erzielte, sodass es mit 45:42 in die Pause ging.

Zum Start der zweiten Halbzweit entwickelte sich ein offenes Spiel. Ein Lauf der Essener wurde erneut von der Leverkusener Seite gekontert, doch keins der beiden Teams konnte sich bedeutend absetzen. Immer besser fand nun auch der Essener Shooting Guard Chris Alexander ins Spiel, der schlussendlich mit 26 Punkten wieder einmal Topscorer seines Teams sein sollte. Denkbar knapp führten die MIners mit 67:66 vor dem Schlussabschnitt.

Das Schlussviertel hatte für den Essener Basketballfan alles, wofür man diese Sportart liebt und hasst. Beim Stand von 71:79 und noch vier Minuten auf der Uhr sah es so aus, als würde sich das Blatt zur Leverkusener Seite wenden. Doch unter anderem drei Steals von einem insgesamt starken George Moukas und Chris Alexander, der offensiv übernahm, brachten die Miners wieder heran, bevor Noah Westerhaus mit einem Dreier zum Ausgleich die Halle zum Beben brachte. Bei noch 45 Sekunden und einem Spielstand von 85:81 war die Stimmung in der Helmholtzhalle ausgelassen. Ein Dreier von Daniel Merkens brachte die Leverkusener zum Jubeln und acht Sekunden vor Schluss stand es auf einmal wieder 86:86 mit Ballbesitz und der anscheinend letzten Wurfchance für den ETB.

Doch die Essener konnten aus diesem Angriff keinen Profit schlagen. Stattdessen stand Chris Alexander mit dem Fuß im Aus. Ein Foul von Moukas bedeuteten zwei Freiwürfe für Jacob Engelhardt, der einen seiner Versuche verwandeln konnte. Doch noch waren 4,4 Sekunden auf der Uhr. Einwurf für den ETB, Attacke zum Korb, doch ein Leverkusener stellt seinen Körper dazwischen, der Ball ist weg und die Essener müssen wieder einmal mit hängenden Köpfen dem Gegner zum Sieg gratulieren.

Statistisch ausschlaggebend war aus Essener Sicht möglicherweise die schwache Freiwurfquote von nur 56,5%. Ansonsten spiegeln auch die Statistiken das ausgeglichene Spiel wieder. Acht Mal stand es in der Partie unentschieden und gleich 11 Mal wechselte die Führung die Seite. In einem so engen Spiel machen letztendlich Kleinigkeiten den Unterschied aus.

„Im Vergleich zum Hinspiel war es ein Quantensprung, jedoch fehlte uns das Quäntchen Glück in den letzten 45 Sekunden. Das Team verbessert sich von Woche zu Woche, jetzt müssen wir uns auch einmal belohnen. Wer die letzte Minute live gesehen hat, kann aus Essener Sicht nur frustriert über den Ausgang des Spiels sein“, analysiert Björn Barchmann nach der Begegnung.

Für den ETB spielten:
Alexander (26), Westerhaus (18), Hamad (3), Tauch, Mi. Möbes (10), Bakkali (14), Broer (8), Plescher, Moukas (5), Isanza (2) und Pobric.

Foto: André Steinberg

Young Giants kommen nach Essen: ETB erwartet Leverkusen

Unter erschwerten Bedingungen gehen die ETB Wohnbau Miners ihre Chance zur direkten Wiedergutmachung an. Beim zweiten Heimspiel binnen sieben Tagen wird vermutlich der US-Amerikaner Chris Alexander fehlen, der wegen eines Trauerfalls in seiner Familie in die Heimat gereist ist. Aber auch wenn der Top-Scorer fehlen sollte: Eine Woche nach der enttäuschenden 56:78-Niederlage gegen den Deutzer TV soll es am Sonnabend gegen die Bayer Giants Leverkusen II besser laufen (19.30, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle sagt, ist aus Essener Sicht unverändert bitter. Die Miners stehen sieglos am Tabellenende. Der Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt zum Start der Rückrunde fünf Siege. Mit den Young Giants aus Leverkusen kommt der Tabellensechste in die Helmholtz-Halle, der trotz einer 81:93-Niederlage bei der BG Hagen am vergangenen Wochenende die Hinrunde auf einem Playoff-Platz abgeschlossen hat.

Wen wir erwarten:  Die Leverkusener, im vergangenen Jahr bereits unser Gast bei der „Zweiten“ des ETB SW Essen in der 2. Regionalliga, fallen nur auf dem Papier in die Kategorie „Aufsteiger“. Im Hinspiel kassierte der ETB eine deutliche 70:94-Niederlage am Bayer-Kreuz. Die Zweitvertretung des ProA-Ligisten, die viele Talente mit sehr erfahrenen Kräften verbindet, wirbelte die Miners zum Saisonauftakt mit schnellem Passspiel und treffsicheren Distanzschützen durcheinander. Besonders Augenmerk muss Götz Twiehoff und Benjamin Nick gelten, die dem jungen Team unter den Körben Sicherheit verschaffen sollen. Auf den Guard-Positionen gingen Jacob Engelhardt und Sören Queck bereits in der ProB auf Korbjagd. In der neuen Saison wollen drei weitere Spieler den Weg in die Zweite Basketball-Bundesliga gehen: Die beiden Top-Scorer im Hinspiel, Thomas Fankhauser und Dzemal Selimovic, gehören ebenso wie Lennard Winter mit einer Doppellizenz zum Kader des ProA-Teams. Und schließlich verkörpert niemand besser als Nachwuchsspieler Justin Gnad die engen Querverbindungen im Jugendleistungsprogramm des langjährigen deutschen Serienmeisters: Sein Vater Hansi, Ex-Nationalspieler und Basketball-Europameister, ist Trainer des ProA-Teams.  Young Giants-Coach Matt Watson konnte mit diesem Team bislang auch ohne ausländische Import-Spieler an frühere Erfolge anknüpfen: Die „Young Giants“ traten in der Saison 2017/18 noch in der Oberliga an und konnten seither zwei Aufstiege in Folge feiern.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Der Todesfall in Chris‘ Familie erinnert uns daran, dass es wichtigere Dinge gibt als Basketball. Er hat die volle Unterstützung des Vereins in dieser schwierigen Zeit. Wir als Mannschaft müssen das Beste aus der Situation machen. Das Spiel gegen Leverkusen gibt jedem einzelnen Spieler die Möglichkeit zu zeigen, was er aus der Niederlage gegen Deutz gelernt hat. Denn beide Mannschaften spielen sehr ähnlich: Sie leben weniger von überragenden Einzelspielern, sondern von Passspiel, vielen Positionswechseln und hoher Beweglichkeit. Da muss jeder Einzelne von uns hellwach sein.“

Was Besonders ist: Nicht nur sportlich gibt der Rückrunden-Start dem ETB Gelegenheit zur Zwischenbilanz. Miners-Geschäftsführer Dieter Homscheidt nutzt die Gelegenheit, um vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern im Verein zu danken. „So enttäuschend die Ergebnisse auf dem Feld auch ausgefallen sind: Unser Neustart in der 1. Regionalliga wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung von vielen helfenden Händen, die bei unseren Heimspielen oder im Hintergrund mit anpacken. Die meisten sind erst in den vergangenen sechs Monaten dazu gekommen. Das bleibt eine tolle organisatorische Leistung aus der Mitte unseres Vereins – und ist uns zugleich Motivation, auch im sportlichen Bereich weiter hart zu arbeiten.“

Foto: André Steinberg

Miners bleiben sieglos: 56:78 gegen Deutz

Weiterhin schwere Zeiten für die ETB Wohnbau Miners in der 1. Regionalliga West: Mit einem 56:78 gegen den Deutzer TV ging auch das letzte Spiel der Hinrunde verloren.

Den Miners gelang es in der heimischen Helmholtz-Halle nicht, an die guten Auftritte der vergangenen Wochen anzuknüpfen. Hoffnung machte nur die erste Minute: Hinten räumte der wiedergenesene Jason Isanza seinen Gegner ab, vorne traf Chris Alexander den Dreier zur Führung. Danach aber setzten sich die Gäste aus Köln schnell und deutlich ab: Zum 11:5 nach fünf Minuten kamen sie vor allem durch schnelle Pässe und leichte Punkte in der Essener Zone, beim 25:15 nach dem ersten Viertel hatten sie auch ihre Treffsicherheit von der Drei-Punkte-Linie gefunden.

Ganz anders der ETB: Im Angriff fand das Team in der ersten Hälfte praktisch nie in seine Angriffssysteme, verzettelte sich mit einer schlechten Wurfauswahl und ließ die Gäste bis auf 40:20 nach 17 Minuten enteilen. Yannik Tauchs Buzzerbeater-Dreier zum 30:47 ließ die Fans mit der Pausensirene zwar noch mal jubeln. Er änderte aber kaum etwas an den zwei Zahlen, die die erste Hälfte prägten: Der ETB kam auf eine Trefferquote von nur 22,9% aus dem Feld, während die Kölner mit 51,4% mehr als so doppelt hohe Werte erzielten.

Im zweiten Abschnitt ging es ähnlich weiter: Deutz verteilte Ball und Einsatzzeiten gleichmäßig und nahm die ETB-Verteidigung immer wieder mit tollem Teamplay auseinander. Für die Miners hingegen war der Kölner Korb nach den vielen schweren Würfen zu Beginn jetzt auch dann vernagelt, wenn sie sich eigentlich gute Wurfgelegenheiten erarbeitet hatten. Trotz einer Dreierquote von 15,6 Prozent probierten es die Essener immer weiter von außen, am Ende mit 32 Versuchen sogar sechs Mal häufiger als Deutz. Näher als 54:67 in der 32. Minute kamen sie so nicht mehr heran.

Interimscoach Björn Barchmann blieb daher am Ende nur der Glückwunsch an die Gäste: „Sie sind ein sehr ausgeglichenes Team und haben den Ball super bewegt. Gegen einen solchen Gegner hat man nur eine Chance, wenn jeder einzelne in der Defense voll da ist. Das war heute nicht der Fall. Wir haben kaum etwas von dem umgesetzt, was wir im Training geübt haben.“

Für die Miners spielten: Alexander (16 Punkte), Westerhaus (4), Hamad (4), Tauch (9), Mi. Möbes (8), Bakkali (9), Plescher, Moukas (3), Isanza (3), Pobric.

Das erste Spiel am Wochenende hatten die Miners übrigens gewonnen: Mit 76:68 siegten sie am Freitagabend beim Oberligisten TG Düsseldorf in der dritten Runde des WBV-Pokals.

Foto: André Steinberg

Hinrunden-Abschluss in der Helmholtz-Halle: Miners erwarten Deutz

Understatement bei den Gästen, harte Realität bei den Miners: Als selbsternannte „Kellerkinder“ kommen die Basketballer des Deutzer TV am Sonnabend in die Helmholtz-Halle, wo die ETB Wohnbau Miners gerne ihren ersten Saisonsieg feiern wollen. Die Leistungen waren zuletzt bei beiden Teams besser, als Slogan und Tabellenplatz vermuten lassen. Nach 30 tollen Minuten gegen Rhöndorf vor zwei Wochen will das Team von Interimscoach Björn Barchmann seine Zuschauer über die gesamte Spielzeit begeistern (19.30, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle sagt, „ist uns egal“, macht Barchmann gleich zu Beginn klar, dass die Miners aktuell nicht darauf schauen, wie viele Siege die Nicht-Abstiegsplätze vor dem letzten Spiel der Hinrunde entfernt sind. Der Deutzer TV steht mit fünf Siegen derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz und ließ am vergangenen Wochenende auch die BG Hagen spüren, wie viel falsche Bescheidenheit seit Saisonbeginn in der Selbsteinschätzung „Keller­kinder“ steckt. Der (allerdings ersatzgeschwächte) Tabellennachbar wurde mit einer 98:70-Packung nach Hause geschickt.

Wen wir erwarten:  Die Kölner, die ihren Kader zu Saisonbeginn kräftig verstärkt und verjüngt haben, mussten zwar bis zum fünften Spieltag auf ihren ersten Sieg warten. Seither hat der Aufsteiger der Vorsaison aber kräftig aufgeholt und in seiner zweiten Regionalliga-Saison schnell den Anschluss ans Tabellen-Mittelfeld geschafft. Als Leistungsträger im Team von Coach Nils Müller sticht vor allem der erst 20-jährige Forward Anton Geretzki hervor, der vor Saisonbeginn vom ProB-Meister WWU Baskets Münster an den Rhein wechselte. Auch die Guards Patrick Reusch und Joachim Koschade (beide ehemals Rhöndorf) bringen einige ProB-Erfahrung in die Helmholtz-Halle.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Für uns steht die Entwicklung als Mannschaft weiterhin im Mittelpunkt. Gegen Rhöndorf haben wir drei Viertel lang eine tolle Leistung gezeigt, in Grevenbroich waren wir eine Halbzeit auf Augenhöhe. Jetzt brauchen wir Konstanz über 40 Minuten. Helfen wird uns gegen Deutz, dass Jason Isanza, der in Grevenbroich erkrankt fehlte, wieder ins Team zurückkehren wird. Er gibt uns zusammen mit Noah Westerhaus zusätzliche Optionen unter den Körben. Zugleich tun uns die langfristigen Ausfälle von Jari Beckmann und Jonathan Broer weiterhin sehr weh: Mit der kleinen Rotation sind wir anfälliger für Schwächephasen, was uns zuletzt immer wieder den Sieg gekostet hat.“

Was Besonders ist: Für die Miners wird die Partie gegen Deutz das zweite Spiel binnen 24 Stunden sein. Bereits am Freitagabend tritt das Team in der 3. Runde des WBV-Pokals beim Oberligisten TG Düsseldorf an (20.30h, Sporthalle Lessing-Gymnasium, Ellerstraße 84, 40227 Düsseldorf). Die Düsseldorfer spielen zwar zwei Ligen niedriger als der ETB, verfügen aber bislang über eine makellose Bilanz: Nach dem letztjährigen Abstieg aus der 2. Regionalliga startete das ambitionierte Team mit sieben Siegen ungeschlagen in die neue Saison.

Foto: André Steinberg

Herber Rückschlag – Miners verlieren mit 97:83 in Grevenbroich

Die ETB Wohnbau Miners müssen eine weitere schmerzhafte Niederlage im Abstiegskampf der 1. Regionalliga West hinnehmen und verlieren gegen die ELephants Grevenbroich mit 97:83. Dabei starteten die Schwarzweißen auswärts gut in die Partie. Ein punktearmes 1. Viertel endete mit einer 15:13 zu Gunsten der Essener. Nach den ersten 10 Minuten fanden beide Teams dann offensiv besser ins Spiel. Es entwickelte sich weiterhin eine Partie auf Augenhöhe. Mit einer 39:38-Führung gingen die ETB Wohnbau Miners in der Folge in die Kabine, fest entschlossen, den ersten Sieg der Saison mit ins Ruhrgebiet zu holen.

Doch in der 2. Halbzeit waren es wieder einmal nicht die Essener, die sich einen Vorsprung erspielen konnten. Im Gegensatz dazu gewannen die Elephants um die überragenden Nachverpflichtungen Troy Harper (34 Punkte) und Jamal Smith (28 Punkte) die Kontrolle über die Begegnung und die Heimmannschaft erspielte sich zum Ende des dritten Abschnitts einen 8-Punkte-Vorsprung zum zwischenzeitlichen 66:58 aus.

Neben den beiden offensivstarken Guards in Reihen der Grevenbroicher ist der Grund für die Miners Auswärtsniederlage schnell gefunden. Während sich die Gastgeber insgesamt 51 Rebounds griffen, sicherten sich die Essener mit 25 Abprallern nicht einmal halb so viele. Allen voran Ryon Howard dominierte mit 16 Rebounds diese Statistik an diesem Abend. Positiv auf Essener Seite fiel neben den 27 Punkten von Chris Alexander ebenfalls Noah Westerhaus auf, der trotz einer Erkrankung unter der Woche insgesamt 18 Punkte erzielte.

„Es war eine gute Leistung unseres Teams gegen eine Mannschaft mit drei Topspielern. Am Ende fehlt uns einfach die Kraft. Grundlagen, die in der Preseason hätten gelegt werden müssen, fehlen uns jetzt in den Spielen“, sagt Björn Barchmann nach dem Spiel.

Für die Miners spielten: Alexander (27 Punkte), Westerhaus (18), Hamad (4), Tauch (9), Mi. Möbes (7), Bakkali (13), Plescher und Moukas (5).

Elephants als erster Prüfstein: Miners wollen Hinrunde erfolgreich abschließen

Zwischenspurt zum Hinrunden-Abschluss: Die ETB Wohnbau Miners stehen vor wegweisenden Spielen in der 1. Regionalliga West, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu wahren. Als erster Prüfstein aus der unteren Tabellenhälfte erwarten am Sonnabend die NEW Elephants Grevenbroich das Team von Interimscoach Björn Barchmann (19.30h, Gross-Sporthalle Gustorf, Torfstecher Weg 18, 41517 Grevenbroich).

Was die Tabelle sagt: Zwei Spieltage vor dem Abschluss der Hinrunde trennen die Miners drei Siege vom ersten Nicht-Abstiegsplatz, den aktuell die BSV Münsterland Baskets Wulfen auf Rang zwölf belegen. Die NEW Elephants Grevenbroich verfügen – übrigens ebenso wie unser nächster Heimspiel-Gegner Deutzer TV – nur über einen Sieg mehr. Der vierte Saisonerfolg gelang dem Tabellenneunten zuletzt auswärts mit 88:85 bei der BG Hagen. Die Miners konnten dagegen den Dragons Rhöndorf bei der 85:111-Niederlage am vergangenen Wochenende nur bis zum Ende des dritten Viertels Paroli bieten.

Wen wir erwarten: Verletzungen und ein schwacher Saisonstart haben den Kader der Gastgeber ziemlich durcheinander gewirbelt. Jetzt scheint Manager Hartmut Oehmen aber den richtigen Mix gefunden zu haben. Im Team von Head Coach Jason Price stechen drei gebürtige US-Amerikaner hervor: Point Guard Troy Parker feierte vergangene Woche in Hagen sein Debüt und überzeugte sofort mit 32 Punkten und einer Trefferquote von knapp 46 Prozent aus dem Feld. Auch Small Forward Jamal Smith, mit niederländischem Pass im vergangenen Spielzeit noch für ProB-Aufsteiger ART Giants Düsseldorf aktiv, stieß erst im Saisonverlauf zu den Elefanten: 42 Punkte bei der knappen 89:91-Auswärtsniederlage in Herten vor drei Wochen markieren einen gleichfalls imposanten Bestwert. Und nicht weniger beeindruckend ist die Konstanz von Power Forward Ryon Howard. Der 35-jährige, nach vielen Jahren in Bochum mittlerweile mit deutschem Pass auf Korbjagd, liefert regelmäßig Double Doubles ab, zuletzt beim Sieg in Hagen mit 16 Punkten und 15 Rebounds.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Mit der Entwicklung der letzten Tage unseres Teams bin ich zufrieden. Aber das Lob unserer Gegner, dass wir in dieser Saison bestimmt noch viele Erfolge feiern werden, hilft uns nicht – wir müssen jetzt mit diesen Siegen anfangen, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren. Auch wenn Grevenbroich mit einigen neuen Spielern antritt, wird uns das Scouting von Dhnesch Kubendrarajah wieder exzellent auf den Gegner vorbereiten. Und was das eigene Team betrifft: Die Neuverpflichtung von George Moukas und die Rückkehr von Noah Westerhaus geben uns mehr Möglichkeiten, die Last im Angriff auf viele unterschiedliche Schultern zu verteilen.“

Was Besonders ist: Zwei Spiele stehen in der Hinrunde noch aus – und die Ausgangslage bei den Miners-Gegnern ist praktisch identisch. Ebenso wie Grevenbroich steht auch der Deutzer TV, am kommenden Sonnabend (23. November) unser nächster Heimspiel-Gegner in der Helmholtz-Halle, mit aktuell vier Siegen in der unteren Tabellenhälfte. „Beide Gegner sind für uns auf Augenhöhe“, sagt Björn Barchmann. Der Blick auf die Tabelle macht alle weitere Erläuterungen überflüssig: Mit zwei Siegen könnten die Miners zum Ende der Hinrunde den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze schaffen.

Foto: André Steinberg

Starke Leistung reicht gegen noch stärkere Dragons nicht

Am Ende fiel die Niederlage zu deutlich aus. Beim 85:111 gegen die Dragons Rhöndorf waren die ETB Wohnbau Miners am Samstagabend in der Rüttenscheider Helmholtzhalle lange auf Augenhöhe. Die munteren 40 Minuten brachten mit hochklassigem Basketball viel Zuversicht in die Gesichter der Essener Anhänger zurück.

Gleich von Beginn entwickelte sich ein offenes Spiel. Michael Möbes startete stark in die Partie und erzielte 5 seiner insgesamt 9 Punkte in den ersten Minuten. Auch seine Mitspieler überzeugten durch Einsatz und schnelles Spiel, sodass das erste Viertel mit 24:24 endete. Immer wieder war es vor allem Chris Alexander, der mit seinen insgesamt 32 Punkten die Halle zum Jubeln brachte. Im zweiten Viertel zogen die sichtlich erstaunten Gäste aus Rhöndorf noch einmal an und erzielten einen Dreipunktetreffer nach dem anderen. Allen voran setzten Garrido Foz (4 Treffer bei 6 Versuchen) und Sharda (4/5) mit zusammen 8 Dreiern bis zur Halbzeit immer wieder Nadelstiche von der 6,75m Linie. Rhöndorf traf in den ersten 20 Minuten als Team herausragende 50% von der Dreierlinie (11/22) – Hauptgrund dafür, dass die erste Halbzeit mit 40:50 aus ETB-Sicht endete.

Selbst wenn die Dragons-Quote bis zum Schluss der Partie nahezu halten sollte (17/36, 47,2%): Der 10-Punkte-Rückstand sollte noch keine Entscheidung bedeuten. Angepeitscht von den Rängen gelang den Essenern ein gutes drittes Viertel, an dessen Ende ein 65:72 an der Anzeigetafel flimmerte. Besonders Jason Isanza konnte immer wieder mit Hustle Plays, einem Monster-Block gegen US-Amerikaner Curtis Hollis, 11 Punkten und 9 Rebounds überzeugen. Auch Neuzugang George Moukas lies bereits nach einem Training mit dem Team immer wieder sein Potential aufblitzen.

Zu Beginn des vierten Viertels zeigten die Dragons allerdings, warum sie ein heißer Kandidat für den Aufstieg in die ProB sind. Ein 20:0-Lauf zerschlug alle schwarz-weißen Hoffnungen auf eine Überraschung. Maßgeblichen Anteil hatte in dieser Phase in Reihen der Gäste Jure Besedic, der in 10:28 Minuten 16 Punkte bei nahezu perfekter Wurfquote erzielte. Mit ihm auf dem Feld erzielte Rhöndorf 24 Punkte mehr als der ETB. Die verbleibende Zeit reichte aus Essener Sicht nicht, das Ruder noch einmal herumzureißen. So müssen sich die Miners am Ende wieder einmal dem Gegner geschlagen geben, auch wenn der Aufwärtstrend Hoffnung macht.

„Rhöndorf ist unglaublich tief besetzt, was man daran sehen kann, dass insgesamt 7 Spieler zweistellig gescort haben. Auch 43 Punkte von der Bank sind außergewöhnlich. Für uns blicke ich aber mit diesem Einsatz und so einer Leistung positiv auf die kommenden Spiele“, resümiert Interimscoach Björn Barchmann nach der Begegnung.

Weiter geht es für die Miners am kommenden Samstag, 16. November, um 19.30h bei den NEW Elephants Grevenbroich (Gross-Sporthalle Gustorf, Torfstecher Weg 18, 41517 Grevenbroich).

Gegen Rhöndorf spielten Alexander (32), Hamad, Tauch (2), Möbes (9), Moukas (11), Bakkali (16), Westerhaus (4), Plescher, Isanza (11) und Pobric.

Foto: André Steinberg

Moukas soll neue Kraft im Abstiegskampf geben

Die ETB Wohnbau Miners verändern sich im Abstiegskampf in der 1. Regionalliga noch einmal personell und verpflichten George Moukas. Der 1,98 Meter große Grieche ist variabel auf den Positionen zwei bis vier einsetzbar und bringt mit seiner Erfahrung, Defensivstärke und Flexibilität genau die notwendigen Attribute mit, die die Miners in einigen Spielen vermissen ließen. Moukas ist in der 1. Regionalliga kein Unbekannter: Neben seinen Stationen in der zweiten griechischen Liga stand er bereits in der Saison 2017/18 beim Ligakonkurrenten BG Hagen unter Vertrag. Ob es bereits für einen Einsatz am Wochenende gegen die Dragons Rhöndorf reicht, ist aktuell noch offen. Die Miners freuen sich, dass Moukas, der seinen Vertrag in Hagen 2017 bereits im Laufe der Saison auflöste, nun seinen zweiten Anlauf in Deutschland unternimmt.

Derweil gehört Harvey Matou nicht mehr dem Kader der ETB Wohnbau Miners an. Der 24-Jährige Franzose befindet sich bereits wieder in seiner Heimat Paris.

„Leider konnte uns Harvey von seinem Spielstil her nicht das geben, was wir uns für den Rest der Saison erhofft haben. Wir freuen uns, dass wir mit George nun einen Spieler verpflichten konnten, der einiges an Erfahrung mitbringt und sich in der Liga bewiesen hat“, gibt Interimscoach Björn Barchmann zu Protokoll.