Playoff-Feuer am Hallo: Miners erkämpfen sich den wichtigen Serien-Auftakt (87:63)

Es ist diese ganz besondere Playoff-Atmosphäre, die den Basketball in Essen atmen lässt: Mit Herz, Leidenschaft und einem unbändigen Willen haben die ETB Miners das erste Viertelfinal-Duell gegen die EN BASKETS Schwelm für sich entschieden. In einer Partie, die über weite Strecken von intensiven Zweikämpfen geprägt war, bewies der Gesamthauptrundensieger im entscheidenden Moment den kühleren Kopf und die heißeren Hände.

​Spielanalyse

​Von der ersten Sekunde an knisterte es in der Sporthalle Am Hallo. Schwelm kam mit der Energie eines Teams, das nichts zu verlieren hat, und forderte den Miners in der ersten Halbzeit alles ab. Es war ein emotionales Auf und Ab: Mal schien Schwelm das Momentum auf seine Seite zu ziehen, mal peitschten die Fans die Essener Jungs nach vorne. Das 40:37 zur Pause war das Spiegelbild eines harten Kampfes, in dem um jeden Zentimeter auf dem Court gefightet wurde.

​Doch nach dem Seitenwechsel verwandelten die Miners die emotionale Anspannung in pure Energie. Mit jedem erkämpften Offensiv-Rebound und jedem erfolgreichen Distanzwurf wuchs der Glaube an den Sieg, während der Widerstand der Gäste langsam zu bröckeln begann. Als der Vorsprung im vierten Viertel erstmals die 20-Punkte-Marke knackte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Es war ein Sieg, der über die Leidenschaft und die mannschaftliche Geschlossenheit erzwungen wurde. Die Miners haben gezeigt, dass sie bereit sind, für das Ziel Halbfinale alles auf dem Court zu lassen.

Key-Stats

​Dass die Miners dieses Spiel emotional kontrollierten, zeigen vor allem die „Hustle-Stats“:

  • Gier am Brett: Unglaubliche 21 Offensiv-Rebounds zeigen, dass die Miners den Ball am Ende mehr wollten als der Gegner und sich so 29 Punkte aus zweiten Chancen erkämpften.
  • Effizienz-Explosion: Mit einem Team-Effizienzwert von 106 zu 77 dokumentierten die Hausherren ihre Überlegenheit in den entscheidenden Phasen des Spiels.

Topscorer der Partie:

  • ETB Miners Essen: Mychael Paulo (19 Punkte), Gabriel Jung & Quashawn Tyrese Lane (je 15 Punkte)
  • EN BASKETS Schwelm: Fabian Reichstadt (14 Punkte), Jascal Niclas Knörig (14 Punkte)

​Zitate & Ausblick

Statement von Headcoach Lars Wendt:

„Wir gewinnen nach anfänglichen Startschwierigkeiten am Ende verdient gegen Schwelm, die sehr gut eingestellt waren. Vor allem in der zweiten Halbzeit führten einige Anpassungen im defensiven wie auch im offensiven Bereich dazu, dass wir uns Stück für Stück absetzen konnten. Dadurch war es zudem möglich, allen Spielern Einsatzzeit zu geben. Nun werden wir die Fehler mit der Mannschaft analysieren und hoffen, im 2. Spiel in Schwelm den Schritt ins Halbfinale zu machen.“

Statement von Raphael Wilder:

„Ein meiner Meinung nach gutes Spiel auch von Schwelm, was mich denken lässt, dass es am Sonntag in Schwelm ein weitaus engeres und schwereres Spiel wird. Man kann wirklich sagen, dass es ein Spiel der Läufe war, denn wir haben sehr schlecht angefangen, sowohl in der Defense als auch in der Offense. In der 5. Minute stand es 3:9 für Schwelm, und wir konnten dann mit dem Wechsel einiger Bankspieler einen 9:0-Run hinlegen und somit leicht in Führung gehen. Im zweiten Viertel kassieren wir dann beim Stand von 19:18 ebenfalls einen 0:9-Run von Schwelm, auf den wir dann, bedingt durch einen Wechsel, wiederum mit einem 13:0-Run antworten, sodass es zur Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel ist – mit zwei glücklichen Läufen für uns. Im dritten Viertel hat uns ein erneuter 12:0-Run dann auf 59:44 davonziehen lassen. Im letzten Viertel haben wir dann ohne große Läufe eine sehr, sehr gute Defense gespielt. Generell haben wir unserem Gegner in der kompletten zweiten Halbzeit nur 26 Punkte erlaubt. Mit 13 Dreiern und einer 36%-Quote von der Dreierlinie haben wir letztlich eine sehr gute und wahnsinnig hohe Trefferquote sowie eine entsprechende Punkteausbeute an den Tag gelegt. Wir haben eine wahnsinnig gute Defense gespielt, aber man hat Schwelm auch angemerkt, dass sie insgesamt drei Spiele – davon zwei Auswärtsspiele gegen Leistershofen – in den Knochen hatten, dabei aber trotzdem sehr gut in der ersten Halbzeit gegen uns gespielt haben. Sie haben uns klar gezeigt, dass dieses Spiel eines auf Augenhöhe ist. Respekt an Schwelm und ihre Fans, die sie wirklich toll unterstützt haben. Drei unserer Spieler möchte ich besonders hervorheben: Zum einen ist das erneut Gabriel, der aktuell wirklich unglaublich spielt, aber auch Mychael, der sehr gut gescored und gespielt hat und somit eine hohe Effektivität vorweist, sowie Leon, der von der Bank kommt und uns neben seinen 12 Punkten sehr viel gegeben hat. Mit dem Double-Double von Ben haben wir von der Bank insgesamt 38 Punkte bekommen, und das hat meiner Meinung nach auch den Unterschied gemacht. Ich bin mir sicher, dass Schwelm die paar Tage vor Spiel zwei zur Regeneration nutzen wird, um dann am Sonntag voll da zu sein – was für uns bedeutet, dass wir alles daran setzen werden, das Auswärtsspiel zu gewinnen.“

​Ein besonderer Glanzpunkt neben dem Court war der Besuch des Essener Oberbürgermeisters Thomas Kufen, der das Team lautstark unterstützte. In diesem feierlichen Rahmen überreichte die BARMER 2. Basketball Bundesliga Quashawn Lane offiziell die Auszeichnung zum „Spieler des Jahres“ – ein Moment voller Stolz für die gesamte Miners-Familie. Ebenfalls gewürdigt wurden die Metropol Baskets, die für ihre herausragenden Leistungen der vergangenen Monate verdient ins Spotlight gerückt wurden.

Nächstes Spiel: Die Miners gehen mit einer optimalen Ausgangssituation in das kommende Wochenende. Nach dem 1:0-Sieg führt Essen in der „Best-of-Three“-Serie des Viertelfinales und reist nun mit dem Matchball im Gepäck zu Spiel zwei nach Schwelm.

Den Stream zum Spiel gibt es übrigens hier:

https://sporteurope.tv/enbasketsschwelm/prob-playoffs-en-baskets-schwelm-vs-etb-miners-spiel-2

Foto: Marcel Rotzoll

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