Zurück auf der großen Bühne: Miners wollen am Hallo nochmal feiern

Fünf Jahre lang wirbelte Chris Alexander dort die Essener Basketball-Gegner in der ProA durcheinander. Jetzt steht der vermutlich letzte Auftritt des 36-jährigen US-Amerikaners auf der großen Bühne am Hallo an: Die ETB Wohnbau Miners kehren am Samstagabend gegen die BG Dorsten in die frühere Bundesliga-Arena zurück, hoffen auf die Rückkehr ihres zuletzt verletzten Publikumslieblings und blicken dem Duell mit einem angeschlagenen Gegner auch sonst optimistisch entgegen (19.30h, Ernestinenstraße 57, 45141 Essen).

Was die Tabelle zeigt: Der Abstand zwischen beiden Teams ist gering, auf dem Tableau und zuletzt vor allem auf den Spielfeldern der Regionalliga. Die BG Dorsten steht als Tabellenzwölfter nur zwei Plätze vor den Miners. Der Klassenerhalt ist vier Spieltage vor Saisonende gesichert, ein Playoff-Rang spätestens nach dem 69:92 gegen die BG Hagen am Mittwoch aber auch rechnerisch außer Reichweite. Die Heimniederlage im Nachholspiel reihte sich ein in eine Kette von zum deutlichen Misserfolgen, die das Team von Franjo Lukenda zuletzt erleiden musste.

Wen wir erwarten: Der Gegner am Samstag hat nicht mehr viel zu tun mit dem Team, das den Miners im Hinspiel im Oktober eine bittere 80:83-Niederlage zufügte. Der US-amerikanische Guard Adam Rashad Pickett, damals Dreh- und Angelpunkt des Dorstener Spiels, hat die Lippe mittlerweile verlassen. Als Nachfolger wurde Michael Nwabuzor zurückgeholt, der indes gegen Hagen ebenso fehlte wie viele weitere Leistungsträger. Die Dorstener konnten nur mit sieben Spielern antreten, einem weniger als zehn Tage zuvor beim ebenfalls deutlichen 63:91 gegen Citybasket Recklinghausen. Der Verletzungsmisere trotzen vor allem Guard Nderim Pelaj, der ehemalige Schalker Jonas Peters – und nicht zuletzt Jeffrey Eromonsele. Der Guard ist beim ETB basketballerisch groß geworden ist und zählte im vergangenen Jahr zum Essener ProB-Kader.

Was Dhnesch Kubendrarajah sagt: „Die Rückkehr ans Hallo ist eine tolle Gelegenheit für alle Fans aus Essen und Dorsten, nochmal auf der großen Bühne zusammen einen schönen Basketballabemd zu feiern. Für unseren Center Michael Agyapong wird es ein tolles Heimdebüt: Seine Energie wird die Zuschauer begeistern. Wir müssen abwarten, wer bei Dorsten von den verletzten Spielern wieder dabei sein wird. Auf unserer Seite stehen die Chancen für die Rückkehr von Chris Alexander gut: Wir gehen davon aus, dass er nach seiner Verletzung im Schlussviertel in Köln wieder dabei sein wird.“

Foto: André Steinberg

Tabellenführer RheinStars Köln zu stark für die Miners – 105:69

Die ETB Wohnbau Miners müssen sich zum Karnevalsspiel in der Hauptstadt des Karnevals beim Tabellenführer mit 105:69 geschlagen geben. Dabei konnten die Miners zumindest phasenweise eine ordentliche Leistung abliefern, aber insgesamt zeigten sich die Gastgeber aus Köln eine Klasse stärker.

Das Spiel begann für beide Teams sehr offensiv orientiert. Die Miners fanden zum 21:28 mit einem 7-Punkte-Rückstand nach 10 Minuten zumindest ordentlich ins Spiel. Doch im zweiten Viertel zogen die Gastgeber davon und spielten ihre Stärken aus, wodurch die Führung auf über 20 Punkte zur Halbzeit anwuchs (59:38). Aus der Halbzeit kommend konnten die Miners nun das dritte Viertel offen gestalten (18:16), jedoch verabschiedete sich Radwan Bakkali vorzeitig nach zwei technischen Fouls in die Kabine. Das 28:15 im vierten Viertel zugunsten der RheinStars war letztendlich nur noch für die Statistik relevant und führte zum 105:69 Endstand. Chris Alexander knickte drei Minuten vor Schluss um und verließ das Spielfeld.

Neben dem gewohnt starken Chris Alexander (24 Punkte, 6 Assists) konnte in seinem zweiten Spiel als Miner Michael Agyapong mit 9 Punkten, 11 Rebounds und unermüdlichem Einsatz unter dem Korb überzeugen. Doch getoppt wurde diesen Leistungen vom überragenden Mann des Spiels im weiß-roten Trikot der Rheinländer, Tibor Taras, der mit 33 Punkten überzeugte. Auch Ex-ETBler Tim van der Velde spielte mit 15 Punkten, 5 Rebounds, 6 Assists und 6 Steals stark auf.

„Für einen starken Gegner wie Köln haben wir gut ins Spiel rein gefunden. Bis zum 29:39 Mitte des zweiten Viertels war alles in Ordnung, weil wir das Spiel solange wie möglich eng halten wollten. Dass wir dann mit 59 kassierten Punkten in die Halbzeit gehen, zeigt, dass wir wie schon so oft in dieser Saison keine konstante Leistung zeigen können“, resümiert Trainer Dhnesch Kubendarajah und blickt auf die verbleibenden Spiele: „Köln ist individuell zu stark und spielt zu schnell, um sich 22 Ballverluste zu leisten. Ein starker Gegner ist immer gut, um sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Wir hoffen, dass Chris Alexander keine schwere Verletzung erlitten hat.“

Für die Miners spielten: Moukas (10), Alexander (24), Hamad (3), Mi. Möbes (10), Bakkali (11), Agyapong (9), Broer (2) und Plescher

Karneval in Köln: Miners sind auch dabei

Für Stimmung ist gesorgt, wenn die ETB Wohnbau Miners am Samstag bei den RheinStars Köln antreten. Die Gastgeber feiern das Duell des Spitzenreiters gegen den Tabellenletzten zugleich als ihr Karnevalsspiel: Wenn die Korbjäger zur Halbzeit Pause machen, kommt die Tanzgruppe Kölsch Hännes’chen zum Zuge (18.00h, ASV-Sporthalle, Olympiaweg 3, 50933 Köln-Müngersdorf).

Was die Tabelle sagt, ist diesmal ganz klar: Die Ausgangslage „Erster geger Letzter“ sorgt für maximalen Abstand zwischen beiden Teams. Während bei den Miners seit dem vergangenen Wochenende der Abstieg in die 2. Regionalliga auch rechnerisch feststeht, werden die RheinStars nahezu sicher als Erster in die Playoffs um den ProB-Aufstieg einziehen: Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Ibbenbüren beträgt mittlerweile vier Siege. Am vergangenen Wochenende gab es einen 90:80-Sieg bei der BG Hagen. Die Essener verloren 59:85 bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen.

Wen wir erwarten: Bei den RheinStars, lange Jahre Essener Gegner in der ProA, stehen die Weichen nach dem letztjährigen Abstieg aus der ProB wieder in Richtung Wiederaufstieg. Geschäftsführer Stephan Baeck und Head-Coach Johannes Strasser, beides ehemalige Nationalspieler, haben eine schlagkräftige Mannschaft aus erfahrenen und jungen Spielern zusammengestellt. Herausragend ist vor allem Kapitän Tibor Taras, auch am vergangenen Wochenende in Hagen wieder Topscorer mit 25 Punkten. Mittlerweile regelmäßig auf Korbjagd ist zudem Ex-Nationalspieler Andrej Mangold, der vor zwölf Monaten als Protagonist der RTL-Fernsehshow „Der Bachelor“ auch abseits der Sporthalle eine gute Figur machte. Der 33-jährige Guard lässt seine Karriere – zuletzt nach einem Kurz-Comeback bei den Frankfurt Skyliners in der BBL – jetzt in Köln ausklingen. Im Hinspiel in Essen fehlte er noch, zuletzt gegen Hagen überzeugte er mit zehn Punkten und viel Umsicht im Spielaufbau.

Was Dhnesch Kubendrarajah sagt: „Das Spiel in Köln wird sicher unsere härteste Prüfung in der verbleibenden Saison. Wir werden versuchen, es so eng wie möglich zu halten. In jedem Fall ist es eine gute Gelegenheit, unsere Spieler mit Spielpraxis zu entwickeln und weitere Sachen auszuprobieren. Denn mit Dorsten und Grevenbroich folgen noch zwei Heimspiele, die wir erfolgreich gestalten können. Arbeiten müssen wir weiterhin an unserer Offense: 59 Punkte, wie am vergangenen Wochenende in Wulfen, werden gegen keinen Gegner für einen Sieg reichen. Unser neuer Center Michael Agyapong wird uns dabei mit seiner enormen Energie sehr helfen, auch wenn wir ihn noch weiter ins Team integrieren müssen. Er gibt uns mehr Optionen und kann dadurch gerade unsere jungen Spieler sehr unterstützen, damit wir in schwächeren Phasen nicht die Ordnung verlieren.“

Foto: André Steinberg

59:85 in Wulfen besiegelt Abstieg

Der Abstieg der ETB Wohnbau Miners in die 2. Regionalliga ist sportlich besiegelt: Nach der 59:85-Niederlage bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen haben die Miners rechnerisch keine Möglichkeit mehr, in den verbleibenden fünf Spielen das rettende Ufer zu erreichen.

Der Samstagabend in Wulfen war dabei in vielerlei Hinsicht ein Abbild der gesamten Spielzeit: mit einem schlechten (und zum Schluss leider zudem deutlichen) Ende, aber durchaus auch einigen guten Phasen. So ging das Team, das an der Seitenlinie wieder von Dhnesch Kubendrarajah betreut wurde, schnell mit 5:0 in Führung. Angeführt von Chris Alexander, der mit 25 Punkten (davon fehlerfreien 12/12 Treffern von der Freiwurflinie) wieder Top-Scorer wurde, ließ sich der ETB auch danach nicht abschütteln: Beim 14:17 nach dem ersten Viertel war es ebenso knapp wie beim 28:32 nach 18 Minuten. Die Trefferquote von 42,9 Prozent bei den Drei-Punkte-Versuchen zählte zu den besten der gesamten Saison.

Einzelne Phasen markierten am Ende den Unterschied auf dem Scoreboard: Zunächst setzte sich Wulfen direkt vor der Pause mit einem Zwischenspurt auf 42:32 ab. Danach kam der ETB zwar wieder auf 39:44 heran (24. Minute), ehe die Gastgeber mit einem zweiten Lauf ihren Erfolg auch in der Höhe absicherten: Binnen vier Minuten bauten sie zwischen der 28. und 32. Minuten ihre 55:45-Führung auf 68:50 aus. Damit war das Spiel entschieden, und das Team des ehemaligen Esseners Gary Johnson weiterhin im Rennen um die Playoff-Plätze.

Maßgeblich verantwortlich für den zweiten Wulfener Lauf war der 19-jährige Nils Peters, der in dieser Phase elf seiner insgesamt 15 Punkte erzielte. Beim ETB fehlte hingegen diese Entlastung: Neben Chris Alexander kam kein anderer Spieler in den zweistelligen Punktebereich. 20 Ballverluste des gesamten Teams verdeutlichten zudem, dass die Essener in vielen Angriffsphasen weiterhin zu riskant und sorglos mit dem Ball umgingen.

Daran änderte auch das Debüt des neuen Centers Michael Agyapong nichts. Der 29-jährige, zu Saisonbeginn noch bei ART Giants Düsseldorf in der ProB am Start, soll dem zuletzt ausgedünnten Miners-Kader wieder mehr Stabilität geben. Bei seiner Premiere verbuchte er 6 Punkte und 7 Rebounds.

„Wir sind ordentlich ins Spiel gestartet, aber konnten in der Verteidigung nicht den Zugriff bekommen den wir wollten. Wulfen hat sich schnell mit 10 Punkten abgesetzt und hatte 3 Schwächephasen die wir nicht genutzt haben um das Spiel enger zu gestalten. Bis zur 26. Minute als George den Dreier zum 47:42 getroffen hat konnten wir das Spiel offen gestalten. Nach einem erneuten Lauf unserer Gegner war das Spiel gelaufen. Mit der Wurfquote von 26% aus dem Feld sind wir zu harmlos um so ein Spiel zu gewinnen. Wir müssen von allen Positionen aus gefährlich sein und das tun wir nicht“, analysiert Trainer Dhnesch Kubendarajah nach dem Spiel.

In Wulfen spielten Moukas (7 Punkte),  Alexander (25), Hamad (7), Möbes (5), Bakkali (7), Agyapong (6), Broer (2), Isanza, Pobric.

Unterdessen wurde Noah Westerhaus nach Ablauf der 3-Wochen Frist vom DBB für andere Teams ab dem 30.01. freigeben.

Foto: André Steinberg

Miners wollen im dritten Anlauf gegen Wulfen endlich siegen

Zum dritten Mal in dieser Saison treffen die ETB Wohnbau Miners am Samstagabend auf die BSV Münsterland Baskets Wulfen. Trotz der angespannten Personalsituation will der ETB, der wieder von Dhnesch Kubendrarajah an der Seitenlinie betreut wird, einen „Hattrick“ der Gastgeber verhindern: Beim dritten Anlauf soll der erste Essener Sieg gelingen (20.00h, Sporthalle der Gesamtschule Wulfen, Wulfener Markt 2, 46286 Dorsten).

Was die Tabelle sagt: Sowohl in der Saisonvorbereitung wie in der Hinrunde waren beide Teams auf dem Spielfeld auf Augenhöhe, selbst wenn Wulfen jeweils knapp die Oberhand behielt: Auf das 85:92 bei der Saisoneröffnung folgte im Oktober eine 81:88-Heimniederlage am Hallo. In der Tabelle ist der Abstand mittlerweile größer: Wulfen ist auf Rang 10 nur zwei Siege von einem Playoff-Platz entfernt und gewann zuletzt mit 84:70 bei Bayer Giants Leverkusen II. Das Schlusslicht ETB trennt nur eine Niederlage davon, dass der Abstieg in die 2. Regionalliga auch rechnerisch feststeht.

Wen wir erwarten:  Ein Wiedersehen gibt es am Samstag vor allem mit Gary Johnson, der den Aufsteiger seit Saisonbeginn als Head Coach betreut. Der Deutsch-Amerikaner ging von 2014 bis 2016 für die damaligen ETB Wohnbau Baskets in der ProA auf Korbjagd, war Mannschafts­kapitän „Am Hallo“ und auf der Aufbau-Position kongenialer Partner von Chris Alexander, der ihm am Samstag auf dem Feld gegenüber steht. Im Mittelpunkt seines Teams stehen der US-Amerikaner Bryant Allen (in Leverkusen Topscorer mit 26 Punkten) und Center Michael Haucke (im vergangenen Jahr noch bei Schalke 04/ProA). Hinzu kommen auf den Guard-Positionen der gebürtige Essener Hendrik Bellscheidt (ebenfalls mit ProA-Erfahrung aus Chemnitz) und der junge Alexander Winck, lange Jahre fester Bestandteil der Metropol Baskets Ruhr.

Was Dhnesch Kubendrarajah sagt: „Unsere knappe 71:75-Niederlage gegen die BG Hagen am vergangenen Wochenende hat die Richtung vorgegeben, woran wir diese Woche im Training gearbeitet haben: Wir müssen vor allem in der Offensive konstanter und sicherer werden. Wir leisten uns bislang zu viele leichtfertige Ballverluste. Mit jedem Turnover haben wir eine Gelegenheit weniger, auf den Korb zu werfen und zu punkten. Defensiv und im Rebound­verhalten können wir hingegen nahtlos an das Spiel gegen Hagen anknüpfen. Trotz der schwierigen Personallage hatten wir bisher eine erfolgreiche Trainingswoche und haben hart trainiert.“

Foto: André Steinberg

Trotz starker Defensive: Miners verlieren auch gegen Hagen

64:63 führten die ETB Wohnbau Miners drei Minuten vor Ende in der heimischen Helmholtz-Halle, hatten gegen die BG Hagen zweimal höhere Rückstände aufgeholt – und mussten nach der Schlusssirene dennoch wieder mit leeren Händen dem Gegner gratulieren. Das 71:75 gegen den Playoff-Kandidaten von der Volme reihte sich am Samstagabend ein in die lange Liste von ETB-Enttäuschungen in dieser Saison.

Dhnesch Kubendrarajah, der das Coaching des Teams an der Seitenlinie übernommen hatte, sah dennoch eine Reihe positiver Aspekte. Vor allem mit der Defensivleistung war er nach einigen Umstellungen in der zurückliegenden Trainingswoche zufrieden. Den Miners gelang es so, den Gegner bereits in der ersten Halbzeit unter 40 Punkten zu halten.

Das Team startete zudem stark in der Offensive. 50 Prozent Trefferquote sorgten für eine 23:20-Führunng nach zehn Minuten. Auch nach einem 11:0-Zwischenlauf der Hagener zum 27:35 Mitte des zweiten Viertels robbte sich der ETB bis zur Halbzeitpause wieder heran. Chris Alexander, der am Ende als Topscorer nicht nur 32 Punkte, sondern auch sechs Rebounds, fünf Assists und fünf Steals verbuchen konnte, stellte mit einem Dreier auf 33:37.

Eng blieb das Spiel auch in der Folge: Nach dem 39:47 in der 25. Minute konnte der ETB den Rückstand schnell wieder verkürzen, blieb meist in Schlagdistanz und zog drei Minuten vor dem Ende dann sogar an den Gästen vorbei. Für den zweiten Saisonsieg reichte es dennoch nicht. „Am Ende haben uns zwei oder drei schlechte Entscheidungen im Angriff den Sieg gekostet“, musste Kubendrarajah konstatieren. Die Essener Ballverluste addierten sich am Ende auf insgesamt 19 – zu viele, um sich offensiv für die starke Leistungen in der Verteidigung und beim Rebound zu belohnen. Schwach war im gesamten Spiel zudem die Essener Trefferquote aus der Distanz: Die Miners trafen nur 19 Prozent ihrer Dreier-Versuche.

„Jetzt müssen wir in der Offensive zuverlässiger werden“, weiß daher auch Kubendrarajah, wo die Schwerpunkte der kommenden Trainingswoche liegen werden. Leichter wird es für die Miners nicht: Nach den Abgängen von Yannik Tauch und Noah Westerhaus wird dem Team für den Rest der Saison auch Jari Beckmann fehlen, der sich nach seiner langwieriger Fussverletzung einer Operation unterziehen muss.

Gegen Hagen spielten Moukas (7 Punkte), Alexander (32), Hamad, Michael Möbes (6), Bakkali (22), Broer, Plescher, Isanza (4).

Foto: André Steinberg

Miners erwarten BG Hagen zum drittletzten Heimspiel der Saison

Die Regionalliga-Spielzeit neigt sich für die ETB Wohnbau Miners langsam dem Ende zu: Das Duell mit der BG Hagen am Samstagabend in der Helmholtz-Halle ist bereits das drittletzte Heimspiel der Saison – Gelegenheit, gerade die jungen Spieler im Team nochmal kräftig zu unterstützen (19.30h, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle zeigt, ist für die Miners seit langem nichts Neues. Bei jetzt sieben noch verbleibenden Spielen beträgt der Abstand zur BG Dorsten auf dem rettenden 12. Platz sechs Siege. Wenn Dorsten parallel sein Heimspiel gegen die Hertener Löwen gewinnt, wäre eine Essener Niederlage gegen die BG Hagen am Samstag gleichbedeutend damit, dass der Essener Abstieg auch rechnerisch feststeht. Die Gäste von der BG Hagen sind  hingegen nach schwachem Saisonstart mittlerweile mittendrin im Playoff-Rennen: Mit zehn Siegen stehen sie auf Rang acht, punktgleich mit dem Sechsten Herten ebenso wie dem Neunten Leverkusen. Am vergangenen Wochenende gelang ein 92:65-Sieg bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen, während die Miners mit 67:90 in Recklinghausen verloren. Im Hinspiel in Hagen gab es für die Miners eine knappe 79:87-Niederlage. 

Wen wir erwarten: Der Kooperationspartner vom Pro A-Ligisten Phoenix Hagen kommt mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern in die Helmholtz-Halle. Das Team von Coach Kosta Filippou, das im Saisonverlauf mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, verstärkte sich zuletzt auch beim Ligakonkurrenten SV Haspe 70. Die bekanntesten Spieler finden sich aber unverändert auf den Guard-Positionen: Die gebürtigen Hagener Sören Fritze (früher Hamburg Towers/Pro A), Pascal-Zahner Gothen(2015/2016 mit Phoenix in der BBL am Start) und Yannick Opitz (zuletzt Iserlohn Kangeroos/Pro B) sind allesamt an die Volme zurückgekehrt. Garanten für das Saisonziel Playoffs sollen zudem der Litauer Vytautas Nedzinskas und der US-Amerikaner Marcus Ligons sein, der mit 35 Jahren in seine fünfte Saison bei der BG geht. (Im doppelten Wortsinn) jüngstes Beispiel für die gelungene Kooperation mit Phoenix sind schließlich die beiden Youngster Daniel Zdravevski und Jonas Gieseck, die im Sommer noch die deutsche Meisterschaft mit dem NBBL-Team von Bayern München gewannen und zur neuen Saison nach Hagen wechselten. Beide stehen mit einer Doppellizenz auch im ProA-Kader und sind zugleich noch in der NBBL spielberechtigt.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: Der Blick auf die Tabelle und irgendwelche Rechenspiele helfen uns bereits seit Wochen nicht weiter. Wichtig ist, dass jeder Spieler die Duelle in der Regionalliga als persönliche Chance begreift, sich gegen starke Konkurrenz weiterzuentwickeln. Da gibt es Woche für Woche durchaus auch kleine Erfolge zu feiern – selbst wenn es am Ende bislang nur für einen Sieg gereicht hat. Auch am Samstag erwartet uns gegen die große Erfahrung der BG Hagen wieder eine schwere Aufgabe. Die kleineren Veränderungen auf der Trainerbank, die die Zuschauer bereits bei unserem Spiel in Recklinghausen beobachten konnten, werden wir gegen Hagen fortsetzen. Das Coaching wird unser Co-Trainer Dhnesch Kubendrarajah übernehmen. Ich bleibe an Bord und in der Verantwortung. Zugleich brauche ich – neben Beruf, Familie und Gesundheit – auch immer mehr Zeit, um die kommende Saison in der ETB-Basketballabteilung und bei den Miners zu planen.“

Foto: André Steinberg

ETB kann Fehlstart nicht aufholen: 67:90-Niederlage in Recklinghausen

Zwei Viertel gewannen die ETB Wohnbau Miners am Samstagabend bei Citybasket Recklinghausen, ebenso viele wie die Gastgeber. Ausgeglichen verlief das Derby im Vest dennoch nicht: Der ETB musste über 30 Minuten einen 12:31-Rückstand abtragen, mit dem Citybasket gleich im ersten Abschnitt fehlendes Wurfglück der Miners bestraft hatte. Dieser Fehlstart war am Ende vorentscheidend für eine 67:90-Niederlage, mit dem der Abstieg für die Essener auch rechnerisch immer näher rückt.

Die Konstanz, die Björn Barchmann vor dem Spiel angemahnt hatte, fehlte dem ETB gleich zu Beginn. „Wir haben unsere Würfe nicht getroffen, und das hat Citybasket am anderen Ende des Feldes gnadenlos bestraft“, musste der Miners-Interimscoach anerkennen. Die Gastgeber, am Ende mit 47,8% Dreierquote, nutzten ihre Wurfgelegenheiten vor allem im ersten Abschnitt sehr hochprozentig. Der ETB brauchte hingegen zehn Minuten, um im Derby anzukommen.

Ab dem zweiten Viertel gelang dies dafür umso besser: Angeführt von einem starken Chris Alexander konnte das Team zumindest die verbleibenden drei Abschnitte ausgeglichen gestalten. 22:19 gewannen die Miners das zweite Viertel, 23:22 das dritte (ehe sich Citybasket mit 18:10 das letzte sicherte).

Neben dem US-Amerikaner, am Ende mit 23 Punkten Topscorer der Essener, setzte vor allem Simon Obi ein Ausrufezeichen. Druckvoll zog der Forward, normalerweise in der zweiten Mannschaft des ETB in der 2. Regionalliga am Start, über die Grundlinie zum Korb und schloß beidhändig mit einem krachenden Dunking ab. Ein Startschuss für eine richtige Aufholjagd wurde allerdings auch dieses Highlight nicht: Die Miners konnten ihren Rückstand im gesamten Spiel nicht in den einstelligen Bereich drücken.

Während die Gastgeber durch den Sieg als Tabellenfünfter ihren Playoff-Kurs halten, bleibt der ETB Schlusslicht in der 1. Regionalliga. Bei sieben verbleibenden Spielen ist der rettende zwölfte Rang mittlerweile sechs Siege entfernt.

In Recklinghausen spielten Alexander (23 Punkte), Michael Möbes (13), Bakkali (8), Obi (7), Moukas (5), Hamad (4), Broer (4), Plescher (3), Beckmann.

Foto: André Steinberg

ETB diesmal auswärts im Vest: Recklinghausen erwartet Miners

Der Spielplan der Regionalliga West serviert die Derbys momentan im Wochentakt: Sieben Tage nach der 76:92-Heimniederlage gegen die Hertener Löwen geht es für die ETB Wohnbau Miners auswärts ins Vest. Bei Citybasket Recklinghausen, Essener Kooperationspartner im Nachwuchsprojekt Metropol Baskets Ruhr, erwarten das Team von Interimscoach Björn Barchmann am Samstagabend viele bekannte Gesichter (18:00 Uhr, Vestische Arena Alfons Schütt, Campus Blumenthal, 45665 Recklinghausen).

Was die Tabelle zeigt: Für den ETB ist der Abstand zu den Nicht-Abstiegsrängen unverändert groß. Die BG Dorsten auf Rang 12 ist momentan fünf Siege entfernt. Die Gastgeber sind dagegen auf Playoff-Kurs. Trotz einer 73:82-Niederlage bei der BG Hagen am vergangenen Wochenende steht das Team von Johannes Hülsmann auf Rang sechs. Beim 82:90 im Hinspiel am Hallo gelang Citybasket einer von bislang zehn Saisonsiegen.

Wen wir erwarten: Drei Citybasket-Spieler trugen früher selbst das ETB-Trikot: Timo Volk gehörte 2016/2017 zum vorerst letzten Essener ProA-Kader; Philipp Spettmann und Till von Guionneau standen zuvor als Jugendspieler im erweiterten Aufgebot der Essener Bundesliga-Mannschaften. Absoluter Leistungsträger in Recklinghausen ist aber heute der US-Amerikaner Antoine Myers, der mit 24 Punkten auch Top-Scorer im letzten Heimspiel war, als die Gastgeber Mitte Dezember einen 79:77-Erfolg gegen die Hertener Löwen feierten.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Im Hinspiel gegen Recklinghausen haben nur Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entschieden. Wir haben damals nur mit acht Punkten verloren, auch wenn – damals wie heute – der Abstand in der Tabelle größer wirkt. Mut nach unserem Spiel gegen Herten macht mir vor allem die Leistung einzelner Spieler: Neben Chris Alexander will ich vor allem Jari Beckmann hervorheben, der nach drei Monaten Verletzungspause erstmals wieder zum Einsatz kommt. Ganz stark waren auch die 16 Punkte von Michael Möbes, der in dieser Saison den Sprung aus der 2. Regionalliga als junger Spieler aus dem eigenen Nachwuchs geschafft hat. Für sie gilt das Gleiche, wie für das gesamte Team: Wir brauchen Konstanz, Woche und Woche; dann kann uns auch eine Überraschung in Recklinghausen gelingen.“

Foto: André Steinberg

76:92 – Löwen bezwingen Miners in Essen

Eine Woche nach dem ersten Saisonerfolg mussten die ETB Wohnbau Miners die erste Niederlage im Jahr 2020 hinnehmen. Die Miners konnten zwar den Schwung nach dem Erfolg in Haspe mitnehmen, doch das gelang gegen stärkere Löwen nur eine Halbzeit richtig. Eine deutlich bessere Leistung reichte allerdings nicht für die Revanche nach der deutlichen 111:71-Niederlage im Hinspiel.

Zu Beginn entwickelte sich eine offene Begegnung, in der sich der ETB mit 10:6 nach fünf gespielten Minuten absetzen konnte. Diese Führung konnten die Miners zunächst aufrecht erhalten, doch die aggressivere Ganzfeldpresse der Hertener Löwen zum Viertelende bereitete der Heimmannschaft immer wieder Probleme im Ballvortrag, sodass ein Buzzer Beater zu einer hauchdünnen 20:19-Führung nach dem ersten Viertel sorgt.

Im zweiten Viertel kamen die Löwen deutlich bissiger nach der Ansprache von Trainer Cedric Hüsken zurück ins Spiel und setzten sich mit einem 7:0-Lauf etwas ab. Insgesamt neun Mal gestatteten die Miners ihrem Gegner zweite Chancen durch Offensivrebounds. Die Essener hingegen konnten nur einen Dreier bei neun Versuchen in der ersten Halbzeit verwandeln. Glücklicherweise aus Essener Sicht wurde der gewohnt starke Dijon Smith, am Ende mit 22 Punkten und 16 Rebounds Topscorer der Gäste, durch sein drittes Foul im zweiten Viertel zu einer Pause auf der Bank gezwungen. George Moukas ereilte kurze Zeit später das gleiche Schicksal. Beide Mannschaften lieferten sich in den folgenden Minuten ein Duell auf Augenhöhe und so endete die erste Halbzeit mit einem Pausenstand von 35:41.

In der zweiten Halbzeit setzte sich nach einer Aufholjagd der Miners und dem zwischenzeitlichen Führungswechsel zum 49:47 dann die längere Bank und höhere individuelle Qualität der Gäste aus Herten durch und die Essener mussten ihren Gegner davon ziehen lassen. Dies änderten auch nicht die 30 Punkte von Chris Alexander, welcher im Scoring an diesem Tag mit 16 Punkten von Michael Möbes als zweitbester Werfer des Teams unterstützt wurde. Während Herten fast 50 % (9/19, 47,4 %) der Versuche von der Dreierlinie verwandelte, gelang Essen dies nur in 21,7 % (5/23) der Fälle. Die Gäste aus dem Vest verteilten insgesamt 26 Assists gegenüber 18 direkten Korbvorlagen auf Essener Seite und verließen am Ende das Spiel als lachender Sieger beim 76:92 Endergebnis.

„Die Revanche für die 40 Punkte Hinspielniederlage hat sich unter den Vorzeichen als schwierig dargestellt. Gratulation an Herten zum Sieg“, gibt Björn Barchmann nach dem Spiel zu Protokoll.

Für die Miners spielten:
Moukas (10), Alexander (30), Hamad (3), Mi. Möbes (16), Bakkali (11), Obi (dnp), Broer (2), Plescher (2), Beckmann (2), Isanza und Pobric.

Foto: André Steinberg

Ungeschlagen ins erste Heimspiel 2020: Miners erwarten Herten

Die in diesem Jahr noch ungeschlagenen ETB Wohnbau Miners empfangen zum Heimspielauftakt 2020 einen Gegner, der seit sechs Wochen in der Liga auf ein Erfolgserlebnis wartet: Der 99:91-Sieg beim SV Haspe 70 am vergangenen Wochenende erlaubt den Essener Basketballern, vor dem Derby gegen die Hertener Löwen am Sonnabend ganz neue Töne anzuschlagen. Tatsächlich wird es in der Helmholtz-Halle gegen den Tabellensechsten aber wesentlich schwerer, als eine Momentaufnahme zum Jahresbeginn versprechen könnte (19.30h, Rosastraße 83, 45130 Essen).
Was die Tabelle zeigt, berücksichtigt nämlich auch die Ergebnisse des vergangenen Kalenderjahres (Augenzwinker). Und danach steht der ETB mit einem Saisonsieg unverändert auf dem letzten Tabellenplatz der Regionalliga West, mit fünf Siegen Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsrang. Die Gäste finden sich aktuell auf Rang sechs: Nach einem starken Saisonstart setzte es im Dezember drei Niederlagen in Folge, jeweils ganz knapp mit nur einem Korb Differenz: Auf ein 80:82 bei den BSV Münsterland Baskets Wulfen folgten ein 77:79 bei Citybasket Recklinghausen und zuletzt ein 92:95 nach Verlängerung gegen die  BG Hagen.
Wen wir erwarten: Das erste Heimspiel im neuen Jahr führt einen alten Bekannten in die Helmholtz-Halle, der schon seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Ligen zu den Derby-Gegnern des ETB zählt. Beim selbst ernannten „Löwenrudel“ aus dem Vest müssen die Miners vor allem auf den US-amerikanischen Center Dijon Smith aufpassen. Zusammen mit Power Forward Semir Albinovic, einem gebürtigen Bosnier mit deutschem Pass, zählt er unter dem Korb zu den stärksten Spielern der Regionalliga. Gemeinsam waren die beiden die Top-Scorer beim deutlichen 111:71-Sieg, den der ehemalige Bundesligist im Hinspiel gegen den ETB erringen konnte. Matthias Perl, Lennart Weichsel und der Bulgare Lyuben Paskov verfügen ebenfalls über viel Erfahrung im Team von Head Coach Cedric Hüsken.
Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Der erste Saisonsieg hat uns richtig gut getan. Auch wenn wir mit unserer Leistung in Haspe nicht durchgängig zufrieden sein konnten, verdient das Team großen Respekt, wie es sich nach dem schwachen dritten Viertel wieder ins Spiel zurückgekämpft hat.  Hieran müssen wir gegen Herten anknüpfen. Es wird immer Phasen im Spiel geben, in denen es nicht läuft. Wichtig ist, dass der Rückstand dann nicht zu groß wird und das Team schnell wieder zum Gameplan zurückkehrt. Am vergangenen Wochenende hat dabei unsere erste Fünf einen großen Teil der Last getragen; gegen Herten wollen wir alle Spieler wieder stärker in die Rotation einbeziehen. Wie schwer das wird, haben wir im Hinspiel gemerkt: H erten gehört trotz der Schwächephase im Dezember zu den Top 5-Teams der Liga und wird nach der Weihnachtspause alles daran setzen, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.“
Foto: André Steinberg

Stellungnahme zu den Berichten zu Noah Westerhaus

Mit Verwundern rieben sich viele ETB-Fans am Mittwochabend die Augen, als Noah Westerhaus bei den EPG Baskets Koblenz als Neuzugang vorgestellt wurde. Ebenso verwundert waren die Verantwortlichen der ETB Wohnbau Miners über die Art und Weise, wie die EPG Baskets Koblenz ohne jegliche Kontaktaufnahme zu den Miners einen Spielervertrag mit einem unter Vertrag stehenden Spieler abschließen wollten. Erst nach der Veröffentlichung dieser Meldung erfolgte eine erste Kontaktaufnahme zu den ETB Wohnbau Miners.

„Wir haben Noah als pflichtbewussten Sportler und Persönlichkeit wahrgenommen, der sich positiv im Verein unter anderem auch als Trainer eingebracht hat. Umso mehr bedauern wir die Umstände, wie wir durch die Kollegen aus Koblenz über einen Wechselwunsch informiert wurden“, beschreibt Gesellschafter Dieter Homscheidt die Situation und ergänzt: „Uns ist die schwierige Situation auch für die Spieler bewusst und wir möchten unseren Spielern keine Steine für die Zukunftsplanung in den Weg legen. Dennoch handeln wir als Verein nach Prinzipien im fairen Umgang miteinander, die im sportlichen Wettbewerb ganz besonders Bedeutung haben sollten.“

Die ETB Wohnbau Miners haben die Freigabe für Westerhaus verweigert und gehen davon aus, dass der Spieler somit seinen Vertrag bis zum Vertragsablauf erfüllen wird. Somit wird Westerhaus noch mindestens bis zum Greifen der Kündigungsfrist oder der Freigabe durch den WBV im Kader der Miners stehen.

Endlich – Miners holen 99:91 Auswärtssieg bei SV Haspe 70

Neues Jahr, neues Glück – mit dem Motto waren die ETB Wohnbau Miners zum Kellerduell nach Hagen gefahren, um endlich den ersten Saisonsieg in der 1. Regionalliga West zu holen. Und das erste Spiel in 2020 sollte tatsächlich mit strahlenden Gesichtern beendet werden: Der 99:91-Sieg beim SV Haspe 70 war hochverdient.

Der neu geschöpfte Mut der Essener wurde von Beginn an deutlich. Es entwickelte sich eine auf beiden Seiten von der Offensive geprägte Partie. Bereits im ersten Viertel konnten sich die Miners durch schnelle Fast Break Punkte absetzen, doch Haspes Kapitän Oscar Luchterhandt (insgesamt 21 Punkte) hielt mit zwei Dreiern und der Unterstützung von einem unter dem Korb aufopferungsvoll kämpfenden Tyson Kanseyo (23 Punkte) seine Mannschaft im Spiel. So führten die Miners mit 33:25 nach zehn gespielten Minuten.

Das für die mitgereisten Essener Fans ungewohnte Bild sollte sich im zweiten Abschnitt fortsetzen. Die Miners zogen in der Verteidigung deutlich an, begannen das zweite Viertel mit einem 9:0-Lauf und gestatteten den Gästen in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts nur noch fünf Punkte, sodass die Führung zwischenzeitlich auf über 20 Punkte ausgebaut werden konnte. Hagen fand zum Ende der Halbzeit wieder besser zurück ins Spiel und verkürzte zum 56:40 Halbzeitstand.

So erfolgreich ging es für die Miners jedoch in der zweiten Hälfte trotz der komfortablen Führung nicht weiter. Vielmehr bekamen die Zuschauer in der Hasper Rundsporthalle eindrucksvoll demonstriert, was ein Abstiegskampf mit einer Mannschaft machen kann. Essen startete in der Offensive verunsichert und kassierte im Gegenzug immer wieder einfache Punkte. Erst nach 10 Punkten der Heimmannschaft in Folge war George Moukas mit zwei Freiwürfen für den ETB zum 50:56 erfolgreich. Doch Hagen war nun besser in der Partie und ging zum Ende des dritten Viertels, das Hagen mit 32:12 gewann, mit 72:68 in Führung.

So wurde das Spiel erst im Schlussabschnitt entschieden. In Reihen der Hasper machten sich die Foulprobleme bemerkbar, wodurch sich besonders unter dem Korb Räume für die Miners öffneten, die Radwan Bakkali (21 Punkte und 22 Rebounds) immer wieder zu nutzen wusste. Zwei wichtige, eiskalte Dreier von Noah Westerhaus (20 Punkte) und ein bärenstarker Chris Alexander (36 Punkte, 16/17 Freiwürfe), der oft nur durch ein Foul zu stoppen war, taten ihr Übriges für den ersten Sieg der Miners zum Jahresauftakt.

„Endlich hat sich die Mannschaft für die Arbeit belohnt. Besonders im zweiten und dritten Viertel haben wir zwar wieder unsere zwei unterschiedlichen Gesichter gezeigt, sind am Ende aber mit einem starken Finish zurückgekommen. Ich hoffe, wir können mit diesem Erfolg ein bisschen Schwung mit in die nächsten Spiele nehmen“, analysiert Interimscoach Björn Barchmann nach der Partie glücklich.

Für den ETB spielten:
Moukas (13 Punkte), Alexander (36, 16/17 FW), Westerhaus (20), Hamad (3), Mi. Möbes (6), Bakkali (21 Punkte, 22 Rebounds), Broer, Obi, Plescher, Isanza und Pobric.

Neu im Kader der Essener war im Spiel gegen Haspe zum ersten Mal Simon Obi, der hauptsächlich bei der Zweitvertretung in der 2. Regionalliga auflaufen wird, und zusätzlich fünf Spiele in der 1. Regionalliga und im Training bei den Miners unterstützt. Nicht mehr zum Kader der ETB Wohnbau Miners gehört dagegen Yannik Tauch. Beide Parteien einigten sich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung. Die Miners bedanken sich beim „Taucher“ für den Einsatz und wünschen alles Gute für die basketballerische und private Zukunft!

Miners hoffen auf erfolgreichen Jahresstart in Haspe

Das Jahr 2019 ließ für die Essener Basketballer viele Wünsche offen. Doch zum Start von 2020 passen Kalender und Spielplan für die ETB Wohnbau Miners nahezu perfekt zueinander: Das Team von Interimscoach Björn Barchmann muss seine Weihnachtspause zwar bereits am Samstag beenden, hat aber beim Tabellenvorletzten SV Hagen-Haspe 70 gleich Gelegenheit, erfolgreich ins neue Jahr zu starten (19.00h, Rundsporthalle Haspe, Kölner Straße 50, 58135 Hagen-Haspe).

Was die Tabelle sagt: Im Duell des Vorletzten gegen den Letzten treffen zwei Mannschaften aufeinander, die bereits deutlichen Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätze aufweisen. Das gilt für die sieglosen Miners ebenso wie die Gastgeber, die seit 13 Spielen auf ihren dritten Saisonerfolg warten. Einer der bislang zwei Siege gelang zu Saisonbeginn beim knappen 82:77-Auswärtssieg in der Helmholtz-Halle. Zuletzt verlor Haspe 78:91 im Derby gegen die BG Hagen.

Wen wir erwarten: Der SV Hagen-Haspe 70 ist hinter dem ProA-Ligisten Phoenix und dessen Kooperationspartner BG die dritte Kraft in der Basketball-Hochburg Hagen. Für die „Mission Klassenerhalt“ hat Coach Martin Wasielewski eine Mischung aus alten und jungen Spielern zusammengestellt. Hierzu zählen der 32-jährige kanadische Aufbauspieler Jordan Rose ebenso wie der 24-jährige holländische Forward Tyson Kanseyo, der direkt vom US-College an die Volme wechselte. Im Saisonverlauf verstärkten sich die Hasper zudem mit dem Franzosen Silvio Mendes Mateus. Neben den ausländischen Neuzugängen stehen zwei weitere Starter für viel Kontinuität beim Stadtteilverein: Louka Bampoulis glänzt wie bereits in den Vorjahren als treffsicherer Schütze von der Guard-Position. In Sachen Vereinserfahrung muss er aber Oscar Luchterhandt den Vortritt lassen: Der Kapitän geht in seine 21. (!) Saison für die Hasper. Zudem läuft Nachwuchsspieler Emil Loch parallel auch für Phoenix Hagen in der ProA auf.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Die Vorbereitung auf das Spiel fällt kurz aus, da uns zwischen Weihnachten und Neujahr keine Trainingshalle zur Verfügung stand. Aber am Samstag werden wir alles geben, um endlich unseren ersten Saisonsieg zu feiern. Auch Haspe wird hochmotiviert sein und sieht die Partie als „Alles-oder-Nichts-Spiel“ im Kampf um den Klassenerhalt. Unseren verletzten und angeschlagenen Spielern hat die Weihnachtspause gut getan, um neue Kräfte zu sammeln. Vielleicht wird es sogar bei unserem langzeitverletzten Jari Beckmann für einen ersten Kurzeinsatz reichen. Er fehlt uns ausgerechnet seit dem Hinspiel gegen Haspe.“

Foto von Matthias Keienburg

Wiedersehen vor Weihnachten: Miners mit Team Essen in Frintrop

Auf viele Wiedersehen freuen können sich Essens Basketballer zum Weihnachtsfest – unter und auch neben den Körben. Das Lokalderby zwischen DJK Adler Frintrop und den ETB Wohnbau Miners bringt am Sonntagabend (19.00h, Gesamtschule Bockmühle, Eingang Mercatorstraße, 45143 Essen-Altendorf) im Achtelfinale des WBV-Pokals zahlreiche alte Bekannte zusammen: Viele Frintroper trugen in der Vergangenheit das ETB-Trikot; die Miners treten überwiegend mit ihrer zweiten Mannschaft an, die auch im Liga-Alltag Gegner der Gastgeber in der 2. Regionalliga ist.

„Der Spieltermin zwei Tage vor Heiligabend liegt denkbar ungünstig“, erläutert Miners-Coach Björn Barchmann. „Wir mussten allein für unser letztes Spiel gegen Herford vier Ausfälle verkraften und brauchen die Weihnachtspause jetzt dringend zur Regeneration. Auch wenn es ein Derby ist, bietet uns das Pokalspiel hierfür eine willkommene Gelegenheit.“ Bereits am 4. Januar geht es für die Miners in der Regionalliga weiter, auswärts beim Tabellenvorletzten SV Haspe 70.

Foto von Matthias Keienburg

Herford am Ende zu stark: Miners verlieren 66:97

Es war ein Spiel, wie es diese Saison schon einige in der Helmholtz-Halle gab: Die ETB Wohnbau Miners lieferten über drei Viertel eine starke Leistung, kämpften sich nach Rückständen immer wieder zurück und standen am Ende dennoch mit leeren Händen dar. Die 66:97-Niederlage gegen die BBG Herford fiel erst in den letzten zehn Minuten deutlich aus.

Bis dahin war der Unterschied zwischen den weiterhin sieglosen Gastgebern und dem Tabellenvierten geringer, als es die Tabelle vorab vermuten ließ. Der ETB startete zwar schwach, kam aber nach einem 0:7-Rückstand in der vierten Minute mit zwei Korblegern von Chris Alexander erstmals auf die Anzeigetafel und bis zum 13:15 (8. Minute) auf Schlagdistanz. Und spätestens als der US-Amerikaner, am Ende wieder Topscorer mit 30 Punkten, zur ersten Pausensirene einen weiten Dreier zum 18:21 einnetzte, war der ETB im Spiel angekommen.

Ähnlich ausgeglichen ging es im zweiten Viertel weiter, obwohl der ETB nicht nur auf den erkrankten Coach Björn Barchmann, sondern mit Adam Hamad, Felix Plescher und Jason Isanza kurzfristig auf drei weitere verletzte Spieler verzichten musste. In der 18. Minute warf Noah Westerhaus mit seinem dritten Dreier zum 35:34 gar die erste (und letztlich einzige) Essener Führung heraus. Herford konterte zwar seinerseits mit einem 9:0-Lauf bis zum 35:43-Halbzeitstand, gefolgt von weiteren acht schnellen Punkten zu Beginn des dritten Viertels. Doch der ETB fand auch hierauf eine Antwort: Vor allem mit schnellen Pässen unter den Korb und elf Punkten in Folge verkürzten die Miners binnen drei Minuten wieder auf 46:51 (25. Minute). Und es wäre noch mehr drin gewesen, wenn die Gastgeber zahlreiche freie Wurfgelegenheiten verwertet und weniger Ballverluste verzeichnet hätten. 21 waren es am Ende, und die meisten bestrafte Herford jeweils im direkten Gegenzug mit leichten Punkten.

So war die letzte Szene des dritten Viertels symptomatisch für das gesamte Spiel: Beim Stand von 54:64 verloren die Miners den Ball beim vermeintlich letzten Zug zum Korb. Die Gäste nutzten dies für einen langen Pass und einen geschickten Körperkontakt am anderen Spielfeldende, der gleichbedeutend war mit dem fünften Foul von Noah Westerhaus. Ohne den 21-jährigen Power Forward, der mit 14 Punkten und 10 Rebounds am Samstag ein starkes Double Double auflegte, waren die Miners dann im Schlussabschnitt chancenlos. Die Gäste spielten jetzt ihre individuelle Klasse aus und stellten die Anzeigetafel praktisch mühelos binnen fünf Minuten auf 81:58 (35. Minute). Allein der erste Saisonkorb von Tobias Kröckert, der aus der zweiten Mannschaft diesmal bei den Miners aushalf, sorgte noch für Jubel auf der Tribüne.

Co-Trainer Dhnesch Kubendrarajah, der Björn Barchmann an der Seitenlinie vertrat, erkannte aber trotz der erneuten Niederlage auch positive Aspekte: „Mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir haben gut verteidigt und im Angriff sehr strukturiert gespielt. Entscheidend war dann das fünfte Foul gegen Noah Westerhaus: Ohne ihn konnten wir im Angriff keine Gefahr von außen mehr ausstrahlen, so dass Herford die Räume unter den Körben sehr geschickt verengt hat.“

Für die Miners spielten: Moukas (2 Punkte), Alexander (30), Westerhaus (14), Tauch (2), Mi. Möbes (4), Bakkali (12), Broer, Kröckert (2), Pobric.

Volle Ränge vor Weihnachten: Vereinsmitglieder erhalten freien Eintritt gegen Herford

Zwei Wochen, nachdem die ETB Wohnbau Miners mit einer tollen Leistung gegen die Bayer Giants Leverkusen II die Zuschauer in der Helmholtz-Halle begeisterten, will das Team von Interimscoach Björn Barchmann nachlegen. Alle ETB-Vereinsmitglieder erhalten freien Eintritt für das letzte Heimspiel vor Weihnachten, zu dem die Miners nahezu in Bestbesetzung auflaufen werden. Auch Chris Alexander ist gegen die BBG Herford wieder dabei (19.30, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle zeigt: Für den ETB wächst der Abstand zu den Nicht-Abstiegsrängen: Nach dem starken Spiel (aber im Ergebnis wieder enttäuschenden 86:87) gegen Leverkusen und dem anschließenden 64:100 auswärts in Ibbenbüren ist Platz 12 mittlerweile sechs Siege entfernt. Die Gäste aus Herford sind dagegen mit zehn Siegen als Tabellenvierter auf Playoff-Kurs. Zuletzt wurde die BG Hagen mit 87:74 bezwungen. Im Hinspiel gab es ein deutliches 92:61 gegen den ETB.

Wen wir erwarten: Bekannt bei unseren Gästen ist vor allem der ehemalige Bundesliga- und A2-Nationalspieler Ole Wendt, der seine Profikarriere mit Stationen in Paderborn und Hagen nach einer langwierigen Fußverletzung eigentlich schon beendet hatte und nun – gerade erst 26 Jahre alt –  ein Comeback versucht: Seine bisherigen Leistungen in Herford zeigen, dass er wenig verlernt hat. Hinzu kommen Omar Zemhoute, im Vorjahr noch für Ibbenbüren in der 1. Regionalliga am Start, sowie der neue US-Profi Derylton Hill, der aus Finnland zur BBG gewechselt ist. Schon länger in Herford aktiv sind dagegen der Litauer Vaidotas Volkus und der deutsche Center Jan Brinkmann, die zusammen unter den Körben aufräumen. Diese „Erste Fünf“ genießt das volle Vertrauen von Head Coach Iljas Masnic, der seine Starter regelmäßig mehr als 30 Minuten pro Spiel einsetzt. Bei der knappen 88:90-Niederlage im letzten Auswärtsspiel in Recklinghausen zeichneten die fünf zudem für die gesamte (!) Herforder Punktausbeute erforderlich. Auf die Bankspieler entfielen hingegen nur insgesamt sechs Wurfversuche während des gesamten Spiels.

Was Interimscoach Björn Barchmann sagt: „Herford gehört zu den Top 5-Teams der Liga, die kleinere Schwächephasen sofort bestrafen. Nicht zuletzt die Niederlage in Recklinghausen hat aber gezeigt, dass die Mannschaft durchaus schlagbar ist. Für einen Sieg müssen wir schnell und aggressiv spielen, um die kleine Rotation fortlaufend unter Druck zu setzen. Chris‘ Rückkehr wird uns hierbei sehr helfen. Damit fehlt voraussichtlich nur noch Jari Beckmann, den wir nach seiner langwierigen Fußverletzung im Training langsam wieder heranführen. Die übrigen Spieler sollten bis Samstag wieder fit sein, auch wenn unsere Trainingswoche von einigen Ausfällen geprägt ist.“

Was Besonders ist: Das letzte Heimspiel vor Weihnachten ermöglicht beim ETB ein „Dankeschön“ an alle Vereinsmitglieder, die freien Eintritt für das Spiel erhalten. Auch wenn der Neustart in der 1. Regionalliga für die Miners sportlich bislang nicht gelungen ist, hofft Geschäftsführer Dieter Homscheidt auf volle Ränge zum Jahresausklang: „Wir finden unverändert, dass es einen Versuch wert ist, eine Regionalliga-Mannschaft mit vielen jungen Spielern, vor allem aus dem eigenen Verein, aufzubauen.“ Der letzte Auftritt in der Helmholtz-Halle in 2019 ist ein „besonders schöner Anlass, um unser Team mit vereinten Kräften zu unterstützen“. Kinder bis zur U12 können zudem gerne zusammen mit den Miners einlaufen.

Miners ohne Chance in Ibbenbüren – 100:64

Ohne ihren Anführer Chris Alexander gab es für die ETB Wohnbau Miners in Ibbenbüren nichts zu holen. Die bringiton Ballers besiegen die Schwarzweißen aus dem Ruhrpott letztendlich mehr als deutlich mit 100:64.

Nach der knappen Niederlage gegen Leverkusener haben sich die Miners einiges für das Spiel gegen die Westfalen einiges vorgenommen, doch bereits im ersten setzten sich die Ibbenbürener mit 26:15 ab. Auch das zweite Viertel konnte der TVI mit 28:13 zum vorentscheidenden Pausenstand von 54:28 für sich entscheiden. Aus Essener Sicht konnte zumindest das letzte Viertel mit 22:22 ausgeglichen gestaltet werden, was jedoch nichts an der deutlichen Niederlage änderte.

Auf Essener Seite konnten Tauch und Hamad jeweils mit 14 Punkten die freigewordene Spielzeit durch den Ausfall von Chris Alexander, der aufgrund eines Trauerfalls in den USA weilte, für sich nutzen. Doch insgesamt reichte die Leistung bei weitem nicht, um in Ibbenbüren Punkte zu holen. Besonders zeigte sich der Leistungsunterschied in der Reboundausbeute mit 54:27 und den Assists (32:9) zu Gunsten der Gastgeber. Überragender Mann in Reihen der Heimmannschaft war in dieser Begegnung Bryce Leavitt, der mit 27 Punkten, 8 Rebounds und 7 Assists überragte, was zu einer Effektivität von 38 führte.

„Wir haben eine schlechte Transition gespielt. Das konnte der gut besetzte Gegner immer wieder nutzen“, fasst Björn Barchmann die Begegnung zusammen

Für den ETB spielte: Westerhaus 12, Hamad 14, Tauch 14, Mi. Möbes 6, Bakkali 11, Broer, Plescher 2 und Moukas 5.

Nach tollem Spiel gegen Leverkusen: Miners in Ibbenbüren gefordert

Passend zur sportlichen Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen geht es für die ETB Wohnbau Miners am Wochenende ins hügelige Tecklenburger Land: Am Samstag treffen die Regionalliga-Basketballer auf die bringiton Ballers Ibbenbüren, die als Tabellendritter zu den sportlichen Schwergewichten der Liga  zählen  (19.00h, Am Sportzentrum 22, 49479 Ibbenbüren).

Was die Tabelle zeigt: Zwei Mannschaften treffen aufeinander, die am vergangenen Wochenende jeweils unglückliche Niederlagen erlitten haben: Ibbenbüren verlor mit 76:77 bei der BG Hagen ebenso knapp wie die Miners beim 86:87 gegen die Bayer Giants Leverkusen II. Weiter zurück als das erste Adventswochenende reichen die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Teams allerdings nicht: Ibbenbüren liegt jetzt zwei Niederlagen hinter Spitzenreiter RheinStars Köln und ist als Tabellendritter zum Beginn der Rückrunde klar auf Playoff-Kurs. Die Miners warten hingegen weiterhin auf ihren Saisonerfolg.

Wen wir erwarten: Die bringiton Ballers Ibbenbüren, benannt nach dem ortsansässigen Boden­belag-Hersteller „Bring it on“, überzeugen bislang mit viel Erfahrung auf dem Regionalliga-Parkett. Das Team blieb seit dem 70:54-Erfolg bei den Miners im Hinspiel unverändert. Neben dem US-Amerikaner Bryce Leavitt stechen im Kader vor allem der 32-jährige Benjamin Fumey (viele Jahre ProA und ProB, u.a. bei den Artland Dragons und den Hamburg Towers), der 29-jährige Daniel Boahene (zuletzt Itzehoe/ProB, vorher Schalke) und der 30-jährige Forward Marcello Schröder hervor, die allesamt Gardemaß (und auch Masse) unter die Körbe bringen. Topscorer im Hinspiel in der Helmholtz-Halle und am vergangenen Woche in Hagen war Marco Porcher Jimenez (früher Herten, zuletzt Münster/ProB), der ebenso wie der zweite EU-Ausländer Juan Barga (früher Reckling­hausen) bereits im Revier gespielt hat.

Was Interims-Coach Björn Barchmann sagt: „Auch wenn gegen Leverkusen am Ende Kleinigkeiten gefehlt haben und die erneute Niederlage sehr bitter war: Das Spiel hat gezeigt, dass unser Team in der Regionalliga absolut konkurrenzfähig ist. Ich war stolz, welche Reaktion die Mannschaft nach der enttäuschenden Leistung gegen Deutz gezeigt hat. In Ibbenbüren wird es jetzt aber sehr schwer werden, zumal Chris Alexander uns voraussichtlich fehlen wird: Er musste seine Reise in die USA (aufgrund des Trauerfalls in seiner Familie) nur kurzfristig verschieben. Die Gastgeber gehören vor allem unter dem Korb zu den stärksten Teams der Liga.  Das wird eine echte Bewährungsprobe für unsere jungen Spieler, bei denen ich diesmal vor allem Jonathan Broer hervorheben will: Er feiert am Freitag seinen 18. Geburtstag. Sein tolles Comeback gegen Leverkusen hat uns daran erinnert, wie schmerzhaft sein Ausfall auf der Centerposition in den vergangenen Monaten für uns war.“

Was bei diesem Spiel Besonders ist:  Rechtzeitig zur zweitlängsten Auswärtsfahrt der Miners steht seit dem vergangenen Wochenende auch fest, was in diesem Jahr der kürzeste Roadtrip für den Regionalligisten werden wird: Beim Lokalrivalen DJK Adler Frintrop, derzeit Tabellendritter in der 2. Regionalliga, steigt im Achtelfinale um den WBV-Pokal ein echtes „Derby“. Dies ergab die Auslosung, die am vergangenen Wochenende in der Halbzeitpause des Miners-Spiels gegen Leverkusen durchgeführt wurde. Gespielt wird am 22.12. um 19:00 Uhr in der Gesamtschule Bockmühle.

Foto: André Steinberg

86:87 Drama in der Helmholtzhalle

85:81 und noch 45 Sekunden auf der Uhr: Die Stimmung in der Helmholtzhalle ist ausgelassen. Alles deutet auf den ersten Sieg der ETB Wohnbau Miners hin, doch am Ende müssen die Miners den Gästen der Bayer Giants Leverkusen wieder einmal zum 86:87 Sieg gratulieren.

Zunächst gab es für die Schwarz-Weißen vor der Begegnung personell positive Nachrichten. Chris Alexander musste seine Reise in die USA aufgrund der Feiertage kurzfristig auf die kommende Woche verschieben und konnte so im Spiel gegen die jungen Giants mitwirken.

Die Miners zeigten von Beginn an einen anderen Auftritt als noch in der Vorwoche gegen den Deutzer TV. Der Ball lief besser durch die eigenen Reihen und in der Verteidigung konnte Leverkusen immer wieder vor Probleme gestellt werden. Michael Möbes erzielte im Auftaktviertel 8 seiner insgesamt 10 Punkte und nach einem 11:11-Gleichstand setzten sich die Essener zur 31:17-Führung nach 10 Minuten ab. Es war das offensiv vermutlich beste Viertel der gesamten Saison.

Doch diese Hochperiode im Essener Spiel sollte sich nicht bis ins zweite Viertel fortsetzen. Leverkusen fand in der Folge besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand auf fünf Punkte nach 15 Minuten (35:30). Erst zum Schluss des Viertels konnte sich die Heimmannschaft offensiv wieder behaupten und in Form von Jonathan Broer glänzen, der seine 8 Punkte in der Schlussphase der ersten Halbzeit erzielte, sodass es mit 45:42 in die Pause ging.

Zum Start der zweiten Halbzweit entwickelte sich ein offenes Spiel. Ein Lauf der Essener wurde erneut von der Leverkusener Seite gekontert, doch keins der beiden Teams konnte sich bedeutend absetzen. Immer besser fand nun auch der Essener Shooting Guard Chris Alexander ins Spiel, der schlussendlich mit 26 Punkten wieder einmal Topscorer seines Teams sein sollte. Denkbar knapp führten die MIners mit 67:66 vor dem Schlussabschnitt.

Das Schlussviertel hatte für den Essener Basketballfan alles, wofür man diese Sportart liebt und hasst. Beim Stand von 71:79 und noch vier Minuten auf der Uhr sah es so aus, als würde sich das Blatt zur Leverkusener Seite wenden. Doch unter anderem drei Steals von einem insgesamt starken George Moukas und Chris Alexander, der offensiv übernahm, brachten die Miners wieder heran, bevor Noah Westerhaus mit einem Dreier zum Ausgleich die Halle zum Beben brachte. Bei noch 45 Sekunden und einem Spielstand von 85:81 war die Stimmung in der Helmholtzhalle ausgelassen. Ein Dreier von Daniel Merkens brachte die Leverkusener zum Jubeln und acht Sekunden vor Schluss stand es auf einmal wieder 86:86 mit Ballbesitz und der anscheinend letzten Wurfchance für den ETB.

Doch die Essener konnten aus diesem Angriff keinen Profit schlagen. Stattdessen stand Chris Alexander mit dem Fuß im Aus. Ein Foul von Moukas bedeuteten zwei Freiwürfe für Jacob Engelhardt, der einen seiner Versuche verwandeln konnte. Doch noch waren 4,4 Sekunden auf der Uhr. Einwurf für den ETB, Attacke zum Korb, doch ein Leverkusener stellt seinen Körper dazwischen, der Ball ist weg und die Essener müssen wieder einmal mit hängenden Köpfen dem Gegner zum Sieg gratulieren.

Statistisch ausschlaggebend war aus Essener Sicht möglicherweise die schwache Freiwurfquote von nur 56,5%. Ansonsten spiegeln auch die Statistiken das ausgeglichene Spiel wieder. Acht Mal stand es in der Partie unentschieden und gleich 11 Mal wechselte die Führung die Seite. In einem so engen Spiel machen letztendlich Kleinigkeiten den Unterschied aus.

„Im Vergleich zum Hinspiel war es ein Quantensprung, jedoch fehlte uns das Quäntchen Glück in den letzten 45 Sekunden. Das Team verbessert sich von Woche zu Woche, jetzt müssen wir uns auch einmal belohnen. Wer die letzte Minute live gesehen hat, kann aus Essener Sicht nur frustriert über den Ausgang des Spiels sein“, analysiert Björn Barchmann nach der Begegnung.

Für den ETB spielten:
Alexander (26), Westerhaus (18), Hamad (3), Tauch, Mi. Möbes (10), Bakkali (14), Broer (8), Plescher, Moukas (5), Isanza (2) und Pobric.

Foto: André Steinberg