Ein erfahrener Neuling für die Miners

Der ehemalige Bundesligaspieler Lars Wendt wird Co-Trainer der Essener. Der gebürtige Kieler wird in der kommenden Saison Headcoach Dragan Torbica auf der Trainerbank unterstützen. Nach 9 Jahren Profibasketball in der 1. und 2.Basketball Bundesliga unter anderem in Paderborn, Schwelm, Jena, Bremerhaven und zuletzt bei Schalke 04 endete 2018 seine Karriere durch eine Knorpelverletzung im Sprunggelenk. Nach seiner Ausbildung in Paderborn, wo er bereits ProA spielte, folgte er dem Ruf von Raphael Wilder nach Schwelm in die ProB, stieg sportlich in die ProA auf, fand erneut Spaß am Basketball und ist sportlich noch einmal richtig durchgestartet. Seitdem ist der Kontakt nie abgebrochen.

Nach der Basketballkarriere: „Eine schwierige Zeit. Einen neuen Lebensweg und Mittelpunkt finden, sowie der Profikarriere so abrupt Adé zu sagen, hat viel Kraft gekostet. Ich brauchte Abstand vom Basketball“, beschreibt Lars Wendt die Zeit. Jetzt, da er angehender Student bei der Stadt Düsseldorf im Jugendamt und in Essen auch durch seine Partnerin heimisch geworden ist, verspürte er den Drang, dem Spiel wieder näher zu kommen. Dieses mal von der anderen Seite. „Als Raffi mir die Idee vorschlug, Teil dieses Projekts in Essen zu werden, musste ich nicht lange überlegen. Zum einen, weil Raffi und ich uns schon seit 8 Jahren kennen, mehrmals zusammengearbeitet haben und eine sehr freundschaftliche Beziehung pflegen. Ich habe selten einen Menschen kennengelernt, der so ehrlich ist und immer ein offenes Ohr für einen hat. Und nebenbei versteht er auch noch ein bisschen was von Basketball“, fügt Wendt mit einem Augenzwinkern bei. „Der andere Beweggrund war dieser große Verein. Die Atmosphäre damals am Hallo gegen Essen zu spielen, war großartig. Dass es so bergab ging, war traurig zu beobachten. Ein Teil davon zu sein, hier wieder etwas aufzubauen in Richtung Bundesliga, hat mich gereizt. Denn der Standort hat alles, die breite Basis mit unzähligen Jugendmannschaften ist vorhanden. Essen verdient hochklassigen Basketball.“

Durch eine Sonderregelung für ehemalige Bundesligaspieler des Deutschen Basketball Bundes konnte Wendt diesen Sommer die B-Lizenz als Trainer absolvieren und hofft von Headcoach Dragan Torbica noch Vieles lernen zu können. „Ich bin schon gespannt  darauf, von ihm zu lernen. Persönlich kannte ich ihn zwar nicht, aber ich hörte aus allen Ecken nur lobende Worte über sein Wissen über das Spiel und die Art, es zu übermitteln. Die serbische Schule gehört im Basketball eben zur Crème de la Crème!“ – Und genau da wollen die Essener Basketballer mit Lars Wendt auch wieder hin.

„Ich habe Lars kennengelernt, als er ziemlich frustriert mit Basketball aufhören wollte. Ich konnte ihn aber überzeugen, zu mir nach Schwelm zu kommen und nach einem Jahr, in dem er eine überragend gute Saison gespielt hat und wir leider trotz sportlichem Aufstiegs mit dem Verein nicht in die ProA gehen konnten, half ich ihm, bei einem großen Agenten unterzukommen, wonach er eine beeindruckende Karriere hingelegt hat. Wir haben den Kontakt nie abgebrochen und ich war sehr froh, dass er zu mir noch einmal in die ProA nach Schalke gekommen ist. Leider hat er sich dort schnell verletzt, aber er lebt den Basketball, hat als Spieler selbst viel erlebt und unter vielen Trainern gespielt und fängt jetzt an, sein Wissen auch an andere Spieler weiterzugeben. Alle Spieler, die mit ihm zusammenarbeiten, können sich wirklich glücklich schätzen“, spricht Raphael Wilder in höchsten Tönen über Lars Wendt.

Vorname: Lars
Nachname: Wendt
Letztes Team: FC Schalke 04
Position: Assistant Coach
Geburtstag: 05.10.1992
Alter: 27
Nationalität: Deutschland

Der Kader 2020/21 besteht bislang aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong, Nino Janoschek, Lennart Weichsel, Jozo Brkic, Jonathan Broer, Moses Kazembola, Oliver Ehrnvall und Lars Wendt (AC).

Oliver Ehrnvall wechselt vom College an die Ruhr

Die ETB Miners können einen weiteren Neuzugang für die kommende Saison verkünden. Oliver Ehrnvall wechselt aus der NCAA2 von der St. Cloud State University nach Essen. Dem 2,03 Meter groß gewachsenen Schweden, der auch einen amerikanischen Pass besitzt, gelangen dabei in der vergangenen Saison als Starting Five Spieler 4,7 Punkte und 3,9 Rebounds in durchschnittlich 17 Minuten pro Spiel.

Die Miners erwartet ein vielseitiger Spieler, der sowohl gegen kleinere als auch gegen größere Gegenspieler variabel spielen kann. Der Combo-Forward zeichnet sich durch einen guten Basketball-IQ und stellt seine Gegenspieler oft durch seinen guten Mitteldistanzwurf und Wurf von hinter der Dreierlinie vor Probleme.

Aufgewachsen ist der 23-jährige Sohn eines Tennisspielers und Bruder von drei Geschwistern im schwedischen Uppsala. Bevor es ihn 2016 ans College in die USA zog, durchlief Ehrnvall verschiedene Jugendnationalauswahlmannschaften von Schweden und nahm unter anderem am renommierten Albert-Schweitzer-Turnier in Mannheim teil, das im Basketball als inoffizielle U18-Weltmeisterschaft gilt.

„Ich habe einen Spieler gesucht, der auf der Position Stretch Four spielen kann, da wir auf der 5er-Position genügend Power haben. Oliver sucht eine Chance, in Europa Fuß zu fassen und ich denke, dass wir ein guter Start für ihn sind. Der Vorteil ist, dass er sich über die Jahre im College immer wieder verbessert und auch schon europäischen Basketballstil gespielt hat. Ich bin sehr froh, diese Position mit ihm besetzt zu haben, denn sie ist sehr schwierig zu finden. In vielen Gesprächen hat Oliver auf mich einen erwachsenen, zielstrebigen und humorvollen Eindruck gemacht und ich denke, dass wir mit ihm sehr viel Spaß haben werden“, freut sich Raphael Wilder über die Verpflichtung.

„Ich habe mich für Essen entschieden, weil ich es als eine tolle Chance sehe, als Spieler und Person zu wachsen. Außerdem komme ich, um Raphael Wilder seine „erste“ Niederlage in einem Wurfspiel zu erteilen“, beschreibt Ehrnvall seine Gründe für die Unterschrift mit einem Augenzwinkern und fügt an: „Ich freue mich auf ein großartiges Jahr. Stay safe!“

Damit besteht der Kader 2020/21 aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong, Nino Janoschek, Lennart Weichsel, Jozo Brkic, Jonathan Broer, Moses Kazembola und Oliver Ehrnvall.

Moses Kazembola wechselt aus Schwelm nach Essen

Moses Kazembola wechselt von den EN Baskets Schwelm zu den ETB Miners, wo er in der vergangenen Saison in der ProB im Kader stand. Mit 13 Jahren fand der inzwischen 1,93 Meter große Power Forward bei den Velbert Baskets zum orangenen Leder, ehe er in der U16 zu den Düsseldorf Giants wechselte, wo er bis zur U18 spielte. Anschließend zog es ihn nach Hagen in die NBBL und nach Schwelm, wo er hauptsächlich in der 2. Regionalliga aber auch im Kader des ProB-Teams und aktiv war und seine Fähigkeiten ausbaute.

„Was mir gut bei Moses gefallen hat, war seine realistische Einschätzung seiner Leistungsfähigkeit und der Wunsch, sich unbedingt zu verbessern. Bei einem Try Out hat er gezeigt, dass er im Training mithalten kann und er noch Potential hat, besser zu werden. Für ihn wird es in dieser Saison hauptsächlich darauf ankommen, viel und gutes Training zu bekommen, um sich spielerisch weiter zu entwickeln und zu erkennen, auf welcher Position, 3 oder 4, er in Zukunft spielen wird“, sagt Raphael Wilder.

Der Student für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf begründet seine Entscheidung für die Miners: „Ich habe mich für den Verein ETB entschieden, weil ich herzlich von  Raphael Wilder und dem Verein aufgenommen wurde und mir das Training auf Anhieb gut gefallen hat. Das Team ist voller erfahrener Spielern, von denen ich etwas lernen kann. Außerdem hat das Team auch einen erfahrenen Trainer, der mir sehr in meiner Entwicklung weiterhelfen wird. Das Konzept, dass Raphael Wilder für die Zukunft des Vereins verfolgt, kommt mir entgegen und wird mich auch basketballerisch weiter bringen. Mein Ziel ist es, mich bestmöglich zu entwickeln und  die Saison erfolgreich mit dem Team zu absolvieren.“

Vorname: Moses Maleke
Nachname: Kazembola
Letztes Team: EN Baskets Schwelm
Position: SF / PF
Geburtstag: 06.03.1999
Alter: 21
Größe: 1,93 m
Gewicht: 86 kg
Nationalität: Deutschland

Der Kader 2020/21 besteht aus:

Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong, Nino Janoschek, Lennart Weichsel, Jozo Brkic, Jonathan Broer und Moses Kazembola.

Die ETB Miners sind nun flügge

… und gehen ab sofort Ihren Weg zurück in die Bundesliga ohne Ihren langjährigen Partner und Namenssponsor Wohnbau. Nach 15 Jahren trennen sich die Wege der beiden Partner. Die Wohnbau eG hat die intensiven und erfolgreichen Jahre der ETB Wohnbau Baskets begleitet und auch in den schwierigen letzten Jahren treu an der Seite der ETB Baskets gestanden. Nach der Insolvenz der Baskets konnte sich der ETB SW Essen Basketball unter dem Namen ETB Wohnbau Miners nur auf eine 1-jährige Partnerschaft einigen. Beide Seiten hatten sich schon im Februar auf das Auslaufen des Vertrages verständigt.

„Wir sind sehr dankbar für die langjährige Partnerschaft der Wohnbau eG und vor allem für die Unterstützung beim Start als ETB Miners“, so Dieter Homscheidt, Geschäftsführer ETB Miners. „Da wir schon sehr früh in diesem Jahr mit unseren wichtigsten Sponsoren gesprochen haben, konnten wir in den letzten Monaten unsere Kaderplanung angehen und haben die benötigte finanzielle Sicherheit, um den direkten Wiederaufstieg anzugehen.“

Mit der Hoffnung viele von Euch dann auch bei den Heimspielen sehen zu dürfen, gehen die Miners jetzt in die Sommerpause.

Nachwuchstalent Jonathan Broer bleibt bei den Miners

Jonathan Broer bleibt dem ETB erhalten und soll in der kommenden Saison eine Rolle im Essener Team einnehmen und von seinen erfahrenen Mitspielern lernen. Der 18-Jährige, der bei der BG Kaarst-Büttgen zum Basketball fand, spielte in der vergangenen Saison neben seinem Engagement bei den Miners auch noch in der NBBL der ART Giants Düsseldorf, wo er knapp 10 Punkte und 7 Rebounds im Schnitt verbuchte.

In der kommenden Saison wird sich Broer voll und ganz auf seine Einsätze im Herrenbereich konzentrieren können. Trotz Kniebeschwerden ließ er auch in seinen Einsätzen bei den Miners in der vergangenen Saison immer wieder sein Können aufblitzen und erzielte in 14 Saisonspielen 2,2 Punkte nebst 3,1 Rebounds.

„Auch wenn die vergangene Saison alles andere als erfolgreich für unser Team war, so habe ich mich, was Wertschätzung und Atmosphäre angeht, in Essen sehr wohlgefühlt. Ich bin überzeugt, dass ich in dem neuen Team mit diesen tollen Spielern und deren Erfahrung sowie unter der sportlichen Leitung von Raffi Wilder die besten Chancen habe, mich sportlich weiter zu entwickeln. Ich freue mich darauf, erfolgreichen Basketball in Essen zu spielen“, begründet Jonathan Broer seinen Verbleib im Ruhrgebiet.

Jonathan ist ein Perspektivspieler, der mit 18 Jahren noch jung ist und trotzdem im letzten Jahr schon einige Minuten in der ersten Mannschaft bekommen hat. Für ihn ist es wichtig, ein sehr gutes Training mit guten und erfahrenen Spielern zu bekommen, was bei uns der Fall ist. Ich denke, dass ihm das intensive Training viel bringen wird und er auch langfristig in der Zukunft ein guter Spieler für Essen sein kann“, begründet Raphael Wilder die Weiterverpflichtung.

Vorname: Jonathan
Nachname: Broer
Letztes Team: ETB Wohnbau Miners / ART Giants Düsseldorf
Position: PF
Geburtstag: 06.12.2001
Alter: 18
Größe: 1,98 m
Gewicht: 100 kg
Nationalität: Deutschland

Der Kader 2020/21 besteht aus:

Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong, Nino Janoschek, Lennart Weichsel, Jozo Brkic und Jonathan Broer.

ProB-erfahren und 2,11 Meter groß: Jozo Brkic wird ein Essener

Jozo Brkic verstärkt die Miners unter den Körben und ist die nächste Ansage für die kommende Saison. Der 33-jährige Kroate kommt mit 13,5 Punkten bei einer hervorragenden Quote von 57% neben 2,3 Assists und 5,3 Rebounds im Schnitt ins Ruhrgebiet. Noch besser: Diese Werte legte Brkic im knapp 70 Kilometer entfernten Iserlohn in der 2. Basketball Bundesliga ProB auf.

Die Vita des neuen Center Hünen kann sich wahrlich sehen lassen. Vor seinem Engagement in Iserlohn war Brkic in der 1. österreichischen Liga für Arkadia Traiskirchen aktiv. Dort verbuchte er im Schnitt 13,6 Punkte, 4,2 Rebounds und 1,1 Assists. In seiner Profi-Laufbahn verschlug es ihn schon nach Österreich, Kroatien, Slowenien, in den Kosovo, nach Rumänien, Bosnien und Ungarn.

Der Fokus liegt bei Brkic neben dem Basketball inzwischen aber auch verstärkt auf einem Übergang in den Beruf. So wird Brkic neben seinem Engagement auf dem Feld seine berufliche Laufbahn vorantreiben. „Es freut mich mit Jozo einen sehr guten Spieler auf den großen Positionen vom ETB überzeugt zu haben. Mit Ihm gewinnen wir Stärke die wir in der letzten Saison zu häufig vermisst haben unter den Körben“, so 1. Vorsitzender Dieter Homscheidt zur Neuverpflichtung.

Brkic selbst sagt zu seinem Wechsel: „Nach zwei Jahren in Iserlohn in der ProB habe ich meinen Lebensmittelpunkt jetzt mit meiner Familie ins Ruhrgebiet verlegt. Nach einem Gespräch mit meinem Ex-Trainer Dragan (Torbica) und Gesprächen mit Raffi (Wilder), der mir alles über den Club erzählt hat, habe ich mich entschieden, für den ETB zu spielen. Ich glaube, dass ich noch ein paar Jahre auf hohem Niveau spielen kann und es eine Win-Win-Situation für alle ist. Vielen Dank auch an den 1. Vorsitzenden Dieter Homscheidt, der mir neben dem Basketball die Möglichkeit gibt, das zu tun, was ich am liebsten mache. Bis bald in der Halle!“

„Über die Qualitäten dieses Spielers zu sprechen erübrigt sich, wenn man seine Karriere betrachtet. Ein befreundeter Ex-Spieler von mir hat mir den Tipp gegeben, dass Jozo nach Gelsenkirchen umzieht, worauf ich unmittelbar Kontakt mit ihm aufgenommen habe. Nach unserem ersten Gespräch war klar, dass die Mithilfe von Dieter (Homscheidt) eine entscheidende Rolle bei der Verpflichtung von Jozo spielen würde. An dieser Stelle möchte ich Dieter mein Kompliment geben, dass er so schnell und unbürokratisch wesentlich dazu beigetragen hat, dass Jozo hier in Essen unterschrieben hat. Dieses Handeln von Dieter bestärkt mich in meiner Ansicht, dass der Verein es ernst meint, hier in Essen leistungsorientierten und professionellen Basketball aufzubauen. Jozos Verpflichtung ist ein unglaubliches Zeichen, wie ernst wir das meinen und eine großartige Bereicherung für den Basketball in Essen“, beschreibt Sportdirektor Raphael Wilder die Neuverpflichtung.

Vorname: Jozo
Nachname: Brkic
Letztes Team: Iserlohn Kangaroos
Position: C
Geburtstag: 19.07.1986
Alter: 33
Größe: 2,11 m
Gewicht: 115 kg
Nationalität: Kroatien

Der Kader 2020/21 besteht aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong, Nino Janoschek, Lennart Weichsel und Jozo Brkic.

Lennart Weichsel bringt Athletik auf den kleinen Positionen

Die positiven Nachrichten in der Kaderplanung der Miners für die Saison 2020/21 reißen nicht ab. So konnte der sportliche Leiter Raphael Wilder Lennart Weichsel für ein Engagement in Essen begeistern. Und auch der sympatische, 186cm große Comboguard bringt einiges an Erfahrung und Qualität für den ETB mit. Weichsel war bereits für Dorsten, Schalke, Düsseldorf und Herten in der 1. Regionalliga West aktiv und konnte diese zweimal gewinnen. Mit Raphael Wilder spielte er zu seiner Schalker Zeit zudem zwei Jahre in der 2. Basketball Bundesliga ProB und stieg sogar bis in die ProA auf.

Lennart Weichsel bekommt in seinen Teams dabei oft die Spezialaufgaben für die Verteidigungsarbeit, wobei er seine Athletik einsetzen kann. Offensiv setzt er immer wieder krachende Highlights durch spektakuläre Dunks, auf die sich die Essener Fans freuen dürfen. Als Löwe legte Weichsel in der vergangenen Saison 5,7 Punkte, 3,0 Assists, 3,4 Rebounds und einen Steal pro Spiel auf.

Raphael Wilder freut sich: „Lenny Weichsel ist eine Bereicherung für jede Mannschaft. Er hat einen sehr hohen Basketball-IQ, ist ein toller Teamkamerad, kann auf mehreren Positionen spielen und weiß, was als Spieler nötig ist, um aufzusteigen.“

„Ich habe mich für Essen entschieden, da ich weiß, was mich erwartet, wenn Raffi eine Mannschaft zusammenstellt. Es wird sehr viel Spaß machen, mit alten Freunden zu spielen. Einen sportlichen Leiter hinter einem zu haben, dem man vertrauen kann und der einem  loyal und ehrlich gegenüber ist, macht die Entscheidung nicht schwer. Ich freue mich, endlich wieder Spaß am Basketballspielen zu haben und in einem Team zu spielen, dem es Spaß macht zuzugucken“, sagt Lennart Weichsel über seinen Wechsel in die Ruhrmetropole.

Vorname: Lennart
Nachname: Weichsel
Letztes Team: Hertener Löwen
Position: PG / SG
Geburtstag: 13.11.1991
Alter: 28
Größe: 1,86 m
Gewicht: 85 kg
Nationalität: Deutschland

Der Kader 2020/21 besteht aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong, Nino Janoschek und Lennart Weichsel.

Nino Janoschek räumt unter den Körben auf

Die Miners können das nächste Ausrufezeichen für die kommende Saison setzen und verpflichten Nino Janoschek für wichtige Aufgaben unter den Körben. Janoschek entschied sich trotz für ihn fahrtechnisch attraktiveren Angeboten für ein Engagement in Essen und folgte dem Ruf Raphael Wilders.

Mit Janoschek gewinnen die Miners einiges an Erfahrung für die anstehende Spielzeit. Der 2,03 Meter Hühne wechselt von den Elephants Grevenbroich ins Ruhrgebiet, wo er in der vergangenen Saison im sehr guardlastigen Spiel der Rheinländer 6,9 Punkte und 5 Rebounds im Schnitt in der 1. Regionalliga auflegte. In Essen ist Janoschek derweil kein Unbekannter. Aus Herten kommend ging er bereits in der Saison 2007/08 für den ETB auf Korbjagd und stieg in einer vielumjubelten Saison unter Trainer Igor Krizanovic aus der ProB in die ProA auf. In den folgenden Jahren war Janoschek durchweg bei Dorsten, Wulfen, Schalke Düsseldorf und schlussendlich Grevenbroich in der 1. Regionalliga und ProB aktiv, wo er stets eine wichtige Rolle unter den Körben einnahm.

„Die Entscheidung, nach Essen zu wechseln und noch einmal gemeinsam mit Raffi zu arbeiten, ist mir leicht gefallen. Ich kenne Raffi viele Jahre und habe sehr gute Erinnerungen an die gemeinsame Zeit bei Schalke 04. Er steht für Erfolg und Leidenschaft für den Sport“, begründet Janoschek seine Entscheidung und schwelgt in Erinnerungen: „Hinzu kommt, dass ich bereits im Aufstiegsjahr 2007/2008 ein Teil der Essener Mannschaft war und mich sehr wohl gefühlt habe – damals unter Igor. Ich erinnere mich gerne an die entscheidenden Spiele vor ausverkauftem Haus „Am Hallo“ zurück.“

„Mit Nino bekommen wir einen weiteren gestandenen Center, der sehr viel Erfahrung auch in höheren Ligen hat. Das ist, was wir für einen Aufstieg brauchen. Wie bei allen bisherigen Verpflichtungen weiß ich auch bei ihm, dass er charakterlich einwandfrei ist und auch bei ihm der Teamerfolg an erster Stelle steht. Ich bin sehr froh, dass Nino bei uns in Essen, wo ihn noch viele kennen, unterschrieben hat und er ein Teil einer Essener Mannschaft wird, die erfolgreichen Basketball zeigen wird“, sagt Raphael Wilder über seinen ehemaligen Spieler.

„Ich bin hocherfreut, dass es dank Raffi gelungen ist, Nino von uns zu überzeugen und unter Vertrag nehmen zu können. Von seiner Präsenz und Erfahrung wird das ganze Team profitieren können und ganz besonders unsere jungen Spieler. Gerade die fehlende Erfahrung auf den großen Positionen war auch ein Grund für das Abschneiden in der letzten Saison“, freut sich Gesellschafter Robert Hildebrandt über die neue Personalie unter dem Korb.

Vorname: Nino
Nachname: Janoschek
Letztes Team: ELEPHANTS Grevenbroich
Position: C
Geburtstag: 30.11.1987
Alter: 32
Größe: 2,03 m
Gewicht: 107 kg
Nationalität: Deutschland

Der Kader 2020/21 besteht aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC), Michael Agyapong und Nino Janoschek.

Michael Agyapong sorgt für Energie unter den Körben

Die Miners können ihre nächste Weiterverpflichtung bekannt geben und gehen mit Michael Agyapong in die neue Saison. Der Verbleib von Agyapong ist nicht zuletzt auch dank des sportlichen Leiters der Miners und seinem Trainer in Schalker und Schwelmer Zeiten, Raphael Wilder, möglich geworden. Agyapong wechselte in der Endphase der vergangenen Saison aus Düsseldorf nach Essen und überzeugte mit Einsatz und Defense trotz der schwierigen sportlichen Situation. In vier Spielen gelangen dem sympatischen 30-Jährigen im Schnitt 7,5 Punkte, 10,3 Rebounds und ein Block pro Spiel.

Basketballerisch hat Agyapong seine Dienste schon einigen Westvereinen zur Verfügung gestellt. Die Liste der Erfolge kann sich wahrlich sehen lassen. Dreimal stieg er mit seinen Teams in die ProB auf (2010, 2016 und 2019), zweimal gelang ihm mit seinen Teams gar dort der Meistertitel der Hauptrunde (2011, 2013), ein Vizemeistertitel der Hauptrunde (2018) und ein sportlicher Aufstieg in die ProA (2013). Agyapong ordnete bei allen Stationen seine persönlichen Belange dem Teamerfolg unter.

Zum orangenen Leder fand der 2-Meter-Mann – damals noch etwas kleiner – mit 7 Jahren beim VSTV Wuppertal ehe es ihn 2004 für die weitere Ausbildung zu den Bayer Giants Leverkusen zog. Anschließend folgten vor einem 1,5-jährigen Stopp in Düsseldorf zwei lange Aufenthalte bei den EN Baskets Schwelm (2009-2014) und beim FC Schalke 04 (2014-2018), wo er unter Trainer Raphael Wilder gespielt hat.

Auch wenn Raphael Wilder nun nicht mehr als Trainer an der Seitenlinie steht, sondern als sportlicher Leiter die Geschicke der Schwarzweißen leitet, entschied sich Agyapong schnell für ein Engagement: „Nach einer teils sehr chaotischen letzten habe ich mir natürlich Gedanken über die kommende Saison gemacht. Als ich gehört habe, dass Raffi sportlicher Leiter bei den Miners wird, war für mich jedoch klar, dass Erfolg für die kommende Saison in Essen garantiert ist. Ich freue mich auf ehrliche, kämpferische Arbeit mit Respekt, wie ich es neun Jahre unter Raffi kennengelernt habe und bin mir sicher, dass wir unsere sportliche Ziele erreichen werden. Mir kribbelt es jetzt schon in den Fingern, nach Covid 19 wieder richtig angreifen zu können.“

„Michael ist der meist unterschätzte Spieler, den ich kenne. Mit ihm habe ich – nachdem er einige Jahre kaum gespielt hat – viele meiner Erfolge gefeiert, wo er sich nach und nach bis in die erste 5 hochgearbeitet hat. Er ist ein Spieler mit unglaublich viel Energie, Herz und Kampfeswillen. Ich kenne kaum einen Spieler, der seine Rolle so exzellent ausfüllt wie Michael. Er hat den Spitznamen „The Warrior“ und das vollkommen zurecht“, sagt Raphael Wilder zu seinem Schützling.

Vorname: Michael
Nachname: Agyapong
Letztes Team: ART Giants Düsseldorf
Position: C
Geburtstag: 02.04.1990
Alter: 30
Größe: 2,00 m
Gewicht: 100 kg
Nationalität: Deutschland

Damit besteht der Kader 2020/21 bislang aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk, Michael Möbes, Dragan Torbica (HC) und Michael Agyapong.

Foto: André Steinberg

Dragan Torbica wird Cheftrainer der Miners

Die Miners können eine weitere wichtige Personalie mit einem Vertrag mit einer 1+1 Option durch die Verpflichtung des 51-jährigen Serben Dragan Torbica verkünden. Torbica kommt mit reichlich ProB-Erfahrung nach Essen, wird die Geschicke der Schwarzweißen an der Seitenlinie leiten und gleichzeitig wichtige Aufgaben im starken Jugendbereich übernehmen. Torbica ist eine weitere Verpflichtung, die nur durch das Netzwerk von Raphael Wilder möglich wurde. „Dragan lebt Basketball. Es ist, woran er 24/7 denkt und sein ganzes Herzblut reinsteckt. Genau nach dieser Person haben wir gesucht und in ihm gefunden“, freut sich 1. Vorsitzender und Geschäftsführer Dieter Homscheidt auf die Zusammenarbeit.

Torbicas basketballerische Laufbahn begann in Serbien, wo er mit 19 Jahren in der zweiten jugoslawischen Liga debütierte und bis 2008 als Spieler und Trainer aktiv war. Zur Saison 2008/09 trat Torbica anschließend sein erstes Engagement in Deutschland bei den Iserlohn Kangaroos an, die er auf den dritten Platz der 1. Regionalliga West führte, wobei er als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Nach einer Station bei den GiroLive-Ballers Osnabrück in der 2. Basketball Bundesliga ProA zog es Torbica zurück in seine serbische Heimat, ehe er zur Saison 2014/15 erneut in Iserlohn anheuerte und Matthias Grothe als Assistenztrainer zur Seite stand. Nach der Übernahme des Cheftraineramts in der Saison 2017/18 führte Torbica die Kangaroos ins Playoff Halbfinale der ProB. Seine Zeit als Cheftrainer in Iserlohn endete zum Jahresanfang 2019, jedoch setzte der Serbe seine Aufgaben im Jugendbereich fort, bevor er im Juli 2019 den Verein verließ.

„Das Angebot bei den Miners ist eine tolle Herausforderung und Chance für mich, etwas Besonderes aufzubauen. Essen ist eine große Stadt und der ETB verdient als Verein mehr als die 2. Regionalliga. Ein Schlüssel wird eine enge Zusammenarbeit mit Raphael Wilder, aber wir verfolgen ohnehin eine ähnliche Basketballphilosophie und das gleiche Ziel“, gibt sich Dragan Torbica ambitioniert. „Ich werde auch viel Arbeit zusammen mit einem guten Coachingstaff in den Jugendbereich stecken und wir werden mit der Zeit sehen, dass es sich lohnt. Nach vier Jahren Arbeit konnte ich mit meinem U16 Team in Iserlohn eine 22-0 Statistik in der Tabelle erreichen.“

„Ich kenne Dragan seit Jahren als Coach und habe seine Laufbahn in Iserlohn verfolgt. In vielen Gesprächen, die wir in den letzten Wochen geführt haben, erkennt man, dass er ein ausgezeichneter Basketballfachmann ist und die deutschen Verhältnisse sehr gut kennt. Ich bin sehr froh, dass er mir und Essen das Vertrauen ausgesprochen hat und wir ihn für unser Projekt begeistern konnten. Dragan ist die beste Option für Essen, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen“, blickt Raphael Wilder auf die Zusammenarbeit.

Foto: Daniela Fett

Michael Möbes bleibt dem ETB erhalten

Die Miners haben den dritten Platz im Kader für die kommende Saison vergeben und verlängern mit Michael Möbes nach der Vertragsverlängerung von Chris Alexander und Neuzugang Thomas Szewczyk.

Mit 5 Jahren begann Michael Möbes bei den Mini-Minis seine Karriere in Schwarz-Weiß und spielte sich durch alle Jugendmannschaften, die Metropol Baskets und die dritte und zweite Herrenmannschaft bis zu den Miners.

In der vergangenen Saison war er eine der positiven Überraschungen. Möbes erzielte in seiner Premierensaison in der 1. Regionalliga 7,7 Punkte, griff sich 4,2 Rebounds und legte 1,3 Assists sowie 1,2 Steals auf.

„Auch wenn die Saison als Team nicht wie gewünscht verlief, habe ich trotzdem einiges persönlich für mich auf diesem höheren Level mitnehmen können. Ich bin stolz, im Trikot der 1. Mannschaft meines Heimatvereins zu spielen und gespannt auf die Veränderungen unter dem sportlichen Leiter Raphael Wilder“, blickt Michael Möbes auf die kommende Saison.

„Schon beim ersten Spiel, das ich mir angeschaut habe, fiel Michael positiv auf. Ich habe gute Voraussetzungen gesehen und er wird sich in gutem Training in einem guten Team stark verbessern, denn er bringt gute individuelle Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Größe und Beweglichkeit mit. Deshalb war es für mich klar, dass ich ihn in der ersten Mannschaft seines Heimatvereins spielen sehen möchte“, sagt Raphael Wilder zur Verlängerung mit dem 22-jährigen ETB-Urgestein.

Vorname: Michael
Nachname: Möbes
Letztes Team: –
Position: SF
Geburtstag: 15.09.1997
Alter: 22
Größe: 2,00 m
Gewicht: 85 kg
Nationalität: Deutschland

Damit besteht der Kader 2020/21 bislang aus:
Chris Alexander, Thomas Szewczyk und Michael Möbes

Foto: André Steinberg

Zweitligaerfahrener Szewczyk wechselt zu den Miners

Nach der Weiterverpflichtung von Chris Alexander können die Miners mit Thomas Szewczyk die nächste Topverpflichtung für die kommende Saison vermelden. Der 28-jährige Deutsch-Pole wechselt vom FC Schalke 04 aus der 2. Basketball Bundesliga ProA nach Essen und soll ein wichtiger Bestandteil des Teams für den Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga werden.

Szewczyk kam in Lubin in Polen zur Welt, machte seine ersten basketballerischen Schritte in Bolesławiec bei KK StarBol Bolesławiec und zog mit 16 Jahren nach Crailsheim, wo er überwiegend in der zweiten Mannschaft auflief, aber auch erste Minuten in der 2. Bundesliga sah. Zur Saison 2013/14 wechselte Szewczyk in die Regionalliga West zur BBG Herford, ehe er 2014 dem Ruf von Raphael Wilder folgte und seine sechsjährige Karriere beim FC Schalke 04 begann. Während dieser Zeit stieg er zusammen mit Raphael Wilder 2016 in die 2. Bundesliga ProB auf und spielte die letzten beiden Jahre in der 2. Bundesliga ProA.

Ich freue mich, ein Teil der Miners zu sein!

Neben dem Sport studiert Szewczyk an der Westfälischen Hochschule und möchte sich jetzt vermehrt auch dem Studium widmen. „Ich habe in Essen unterschrieben, da ich sechs Jahre unter Raphael Wilder gespielt habe und ich mir sicher bin, dass er mit seiner Erfahrung und Know-How hier etwas Gutes aufbaut. In Essen kann ich einen Übergang ins Berufliche aufbauen und gleichzeitig gewisse sportliche Ziele erreichen. Ich freue mich, ein Teil der Miners zu sein!“, sagt Thomas Szewczyk.

Dass er nicht nur auf dem Feld sondern auch persönlich eine echte Verstärkung ist, zeigt unter anderem sein Engagement bei den Blau-Weißen abseits des Feldes als Jugendtrainer und Kassenwart der Mannschaft. In der vergangenen Saison stand der Point Guard in der ProA durchschnittlich 10:42 Minuten pro Spiel auf dem Feld und erzielte dabei 2,3 Punkte, 0,6 Assists und 0,9 Rebounds pro Partie.

„Thomas ist ein Spieler, auf den ich mich zu 100% menschlich wie spielerisch verlassen kann. Er ist loyal, zielstrebig und ein toller Teammate. Das Team kann sich auf einen tollen Mitspieler und Menschen freuen“, äußert sich Raphael Wilder zur Verpflichtung.

Vorname: Thomas
Nachname: Szewczyk
Letztes Team: FC Schalke 04 Basketball
Position: PG
Geburtstag: 08.01.1992
Alter: 28
Größe: 1,87 m
Gewicht: 80 kg
Nationalität: Deutschland / Polen

Fotos: FC Schalke 04 Basketball

Alexander verlängert bei den Miners

Die Miners starten die Kaderplanung mit einem echten Kracher. Christopher Alexander wird auch in der kommenden Saison für den ETB auf Korbjagd gehen. Der Publikumsliebling unterschrieb am Sonntag einen Vertrag für die kommende Spielzeit und ist die erste Verpflichtung des neuen sportlichen Leiters Raphael Wilder. Damit geht Alexander in seine insgesamt siebte Saison in Essen. Neben seiner langen Karriere in Essen war Alexander zudem für die VfL Kirchheim Knights sowie unter Raphael Wilder für den FC Schalke 04 Basketball aktiv, ehe er zur Saison 2017-2018 Deutschland verließ und zwei Jahre in der ersten britischen Liga für die DBL Sharks Sheffield spielte.

Dass der 186cm große Guard mit seinen bereits 36 Jahren dabei noch immer ein Anführer sein kann, zeigte der Texaner trotz der schwachen Teamleistung in der vergangenen Saison mit eindrucksvollen individuellen Statistiken. Alexander legte in der ersten Saison der Miners als Topscorer der Essener 25 Punkte pro Spiel auf, war damit drittbester Werfer der 1. Regionalliga West und steuerte darüber hinaus 3,5 Assists und 3,9 Rebounds bei.

„Die letzte Saison ist natürlich nicht so gelaufen, wie wir uns das alle vorgestellt haben. Raphael Wilder kenne ich unter anderem aus unserer gemeinsamen Zeit bei Schalke und ich bin mir sicher, dass wir wieder erfolgreichen Basketball in Essen zeigen werden“, gibt sich Chris Alexander angriffslustig.

Raphael Wilder fügt an: „Wenn man hier hin kommt und aufsteigen will, dann macht es keinen Sinn einen anderen Spieler als Chris unter Vertrag zu nehmen. Ich kenne Chris seit vielen Jahren und ich bin mir sicher, dass er genau der richtige Spieler für Essen ist.“

Raphael Wilder befindet sich bereits in guten Gesprächen mit weiteren interessanten Spielern und hofft, schon nach Ostern die nächste Verpflichtung bekannt geben zu können.

Foto: André Steinberg

Miners suchen Headcoach und Spieler

Neben der persönlichen Suche durch Raphael Wilder freuen sich die Miners über Bewerbungen interessierter und ambitionierter Spieler, die sich unter sehr guten Trainingsbedingungen in der 2. Regionalliga weiterentwickeln und ihre spielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen möchten. Raphael Wilder gibt das klare Ziel für die Saison vor: „Wir wollen den direkten Wiederaufstieg durch ein starkes Teamgefüge und gutes, hartes Training erreichen.“ So sollen sich schon bald die Spieler zusammenfinden, um sich den Zielen der Saison zu widmen und leistungsorientiert mit der Perspektive 1. Regionalliga an deren Verwirklichung zu arbeiten.

Neben Local Playern ist der ETB dabei auch auf der Suche nach EU-Spielern auf allen Positionen. „Es freut uns sehr, dass wir durch verschiedene Wohnmöglichkeiten auch Spielern aus anderen Regionen Deutschlands eine Perspektive geben können, sich basketballerisch weiter zu entwickeln“, fügt Wilder an. Spieler mit ernsthaften Interesse melden sich direkt beim sportlichen Leiter Raphael Wilder unter 0170 2013856.

Darüber hinaus ist Raphael Wilder noch auf der Suche nach einem Trainer für 1. Herrenmannschaft, der ein Team nach oben führen und die Chance ergreifen möchte, längerfristig in einem aufstrebenden Projekt zu arbeiten und ein Teil davon zu sein. Bei Bedarf steht auch für einen Trainer eine Wohnmöglichkeit zur Verfügung. Neben der Führung des 2. Regionalliga Teams besteht auch die Möglichkeit, die Stärken und Erfahrung beispielsweise als Jugendkoordinator im starken Essener Nachwuchs einzubringen. Bewerbungen auf diese Position gehen ebenfalls an Raphael Wilder (0170 2013856).

Mit Wilder zurück in die Erfolgsspur

Raphael Wilder übernimmt die sportliche Leitung beim ETB und soll die Miners in erfolgreiche Bahnen lenken. „Uns ist bewusst, dass uns niemand den sportlichen Erfolg garantieren kann, aber Raphael Wilder kommt dieser Garantie so nahe wie möglich“, freut sich Dieter Homscheidt über die Zusage des 66-jährigen Fachmanns.

Raphael Wilders Liste an sportlichen Erfolgen ist lang. Für ihn selbst ist der größte Erfolg der Aufbau des Sportvereins Maccabi Düsseldorf, welchen er als Trainer von 1989-2001 anführte und von der Kreisklasse bis in die 1. Regionalliga brachte. Anschließend zog es ihn nach Grevenbroich, wo Wilder den Aufstieg in die 2. Bundesliga sowie den Gewinn des WBV-Pokals erzielen konnte. Zur Saison 2007/2008 trat Wilder das Traineramt bei den Schwelmer Baskets in der 1. Regionalliga an. Neben mehreren WBV-Pokalsiegen gelang Wilder erneut der Aufstieg in die 2. Bundesliga, wo er als Aufsteiger direkt Meister der Nordstaffel wurde. In den Jahren 2013 und 2014 konnte er als Vizemeister der ProB und mit einem Playoff-Halbfinale weitere sportliche Erfolge erzielen, ehe es ihn im Mai 2014 zum FC Schalke 04 zog. Auch hier ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten. Neben dem WBV-Pokal stieg Wilder erst in die ProB und später als Nachrücker gar in die ProA auf, wo Wilder die Blau-Weißen 1,5 Jahre erfolgreich hielt, bevor er am 6. Dezember 2019 aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in der sportlichen Ausrichtung auf einem sehr guten 10. Tabellenplatz vom Verein freigestellt wurde.

Bei all seinen Station war Raphael Wilder neben der Funktion als Trainer auch als sportlicher Leiter im Verein aktiv und nahm so die komplette sportliche Verantwortung auf seine Schultern. Beim ETB wird Wilder jedoch nicht selbst an der Seitenlinie stehen sondern sich auf die sportliche Leitung konzentrieren. Damit ist er verantwortlich, Trainer und Spieler für die anstehende Spielzeit zu finden.

Wilder hat seine Arbeit als sportlicher Leiter bereits aufgenommen und wird sein einmaliges Netzwerk nun im Sinne der Schwarz-Weißen einsetzen. Dafür hilfreich werden auch seine Eindrücke aus der Halle beim Besuch mehrerer Spiele der vergangenen Saison sein, bei denen die Entscheidung für ein Engagement beim Ruhrgebietsclub gefallen ist.

„Die Verantwortlichen beim ETB haben mich bei mehreren Gesprächen von ihrer Seriosität und dem unbedingten Willen überzeugt, dass sie den ETB wieder in die Erfolgsspur führen wollen. Die Strukturen und Voraussetzungen für höhere Ligen sind definitiv gegeben. Daher freue ich mich auf meine neue Herausforderung, zum ersten Mal nur als sportlicher Leiter und nicht gleichzeitig in der Doppelfunktion als Trainer zu fungieren“, sagt Raphael Wilder und betont: „Das primäre Ziel ist der direkte Wiederaufstieg in die 1. Regionalliga.“

Weitere Infos zur kommenden Saison könnten schon in wenigen Tagen folgen.

Junge Miners machen Niederlage gegen Grevenbroich zur Nebensache

Stehende Ovationen nach dem Ende des letzten Heimspiels, Lob und Anerkennung für die vielleicht beste Mannschaftsleistung der Saison: Die ETB Wohnbau Miners überzeugten am Samstagabend in der Helmholtz-Halle mit einem Team, in dem fünf Spieler (!) aus der zweiten Mannschaft standen und das gegen die NEW Elephants Grevenbroich trotzdem nur knapp mit 89:95 unterlag.

„Die Jungs können wieder sehr zufrieden sein, wie sie aufgetreten sind“, fand anschließend auch Coach Dhnesch Kubendrarajah, dessen Kader nach einer abermals schweren Trainingswoche auf immerhin acht Spieler gewachsen war. Denn diese acht überzeugten wie schon vor einer Woche in Rhöndorf mit tollem Teamplay: „Jeder von ihnen konnte heute zeigen, was in ihm steckt.“

Weiterhin ohne Topscorer Chris Alexander, der erst in den kommenden Tagen zurück aus den USA erwartet wird, hätte es sogar fast zum ersten Heimsieg gereicht: Das Spiel war über 40 Minuten überaus eng, mehr als sieben Punkte konnte sich in keiner Phase ein Team absetzen. Beim 18:20 nach dem ersten Viertel war Grevenbroich ebenso in Schlagdistanz wie beim 38:42 zur Halbzeitpause. Und im dritten Viertel zog der ETB sogar vorbei: Erst traf der junge Luca Michels den Dreier vom Parkplatz zum 50:50-Ausgleich (24. Minute), dann brachte Adam Hamads Dreier zum 56:55 zwei Minuten später die Führung.

Ausglichen ging es beim Stand von 79:79 schließlich auch in die letzten fünf Minuten des Spiels. Als sich die Elephants dann zunächst auf 84:79 absetzten, zeigten die Miners, dass an diesem Abend wirklich auf jeden von ihnen Verlass war. Michael Möbes besorgte den Stopp in der Verteidigung, Radwan Bakkali war unter dem Grevenbroicher Korb nur mit einem Foul zu stoppen. Und als er den zweiten Freiwurf verwarf, war Simon Obi mit dem Offensivrebound und dem Assist auf Luca Michels zur Stelle: Dessen Dreier zum 83:84 sorgte in der 37. Minute wieder für Hochspannung in der Halle. Für Obi war es der 11. Rebound (zusammen mit 10 Punkten ein Double Double), für Michels, normalerweise ebenfalls in der zweiten Mannschaft des ETB in der 2. Regionalliga am Start, der vierte Dreier (bei einer Quote von 57 Prozent).

Fast zur Nebensache geriet so, dass sich am Ende dann doch die größere Routine der Grevenbroicher durchsetzte. Und auch Dhnesch Kubendrarajah wollte sein Fazit nicht auf den Blick zur Anzeigetafel beschränken: „Unsere jungen Essener Spieler können in dieser Liga mithalten – das ist das Beste, was uns am Ende dieser Saison passieren kann.“

Für die Miners spielten Hamad (16 Punkte, sowie 8 Assists und 6 Rebounds), Obi (10 Punkte), Michael Möbes (18), Bakkali (22), Hunneman (2), Michels (16), Kröckert, Pobric (5).

Foto: André Steinberg

Freier Eintritt gegen Grevenbroich: Junges Miners-Team hofft auf Unterstützung zum Saisonausklang

Letztes Heimspiel der diesjährigen Regionalliga-Saison: Die ETB Wohnbau Miners wollen den enttäuschenden Saisonverlauf für zumindest 40 Basketball-Minuten vergessen lassen. Der Eintritt ist frei, und auch sportlich stehen die Chancen nicht schlecht, wenn die NEW Elephants Grevenbroich am Samstagabend in der Helmholtz-Halle zu Gast sind (19.30h, Rosastraße 83, 45130 Essen).

Was die Tabelle sagt: Zwei Spieltage vor Saisonende geht es für beide Teams um nichts mehr: Die Miners sind als Tabellenletzter abgestiegen, die Elephants auf Rang elf von den Playoffs ebenso weit entfernt wie von den Abstiegsplätzen. Die Gäste verloren in der vergangenen Woche ihr neuntes Spiel in Folge, mit 95:106 gegen die BG Hagen. Den ETB traf es noch härter: Nach kurzfristigen Ausfällen war das Team in Rhöndorf auf fünf einsatzfähige Spieler geschrumpft, die sich den Dragons nach einer starken ersten Halbzeit am Ende mit 63:102 geschlagen geben mussten.

Wen wir erwarten: Seit der 83:97-Hinspielniederlage in Grevenbroich hat sich bei beiden Teams viel verändert. Auch unsere Gäste mussten viele Abgänge verkraften. Von dem erfolgreichen Trio, das die Elephants nach einem schwachen Saisonstart zwischenzeitlich versammelt hatten, ist nur noch Point Guard Troy Harper übrig geblieben. Small Forward Jamal Smith kehrte kurz vor Ablauf der Wechselfrist zum ProB-Aufsteiger ART Giants Düsseldorf zurück; Power Forward Ryon Howard erlitt im Januar einen Kreuzbandriss. Selbst Trainer Jason Price wurde kurzzeitig von seinen Aufgaben entbunden, ist aber mittlerweile an die Seitenlinie zurückgekehrt. Für die kommende Saison hat Manager Hartmut Oehmen einen „gewissen Neustart“ angekündigt –wie umfassend der ausfällt, ist in Grevenbroich wohl aktuell komplett offen.

Was Dhnesch Kubendrarajah sagt: „Wir hoffen, dass möglichst viele der Spieler, die in Rhöndorf verletzt ausfielen, am Samstag wieder dabei sind. Einerseits haben uns die Ausfälle sportlich sehr weh getan, andererseits haben sie unseren jungen Spielern auch eine tolle Gelegenheit geboten, sich auf großer Bühne persönlich weiterzuentwickeln. Luca Michels, Michael Möbes, Simon Obi und Jonathan Broer haben diese Chance eindrucksvoll genutzt. Jeder von ihnen ist jetzt neu gefordert, seine Leistung vom vergangenen Wochenende auch vor heimischem Publikum zu wiederholen. Wir als Team freuen uns sehr, dass der Verein allen Zuschauern zum letzten Heimspiel freien Eintritt gewährt: Es wäre toll, wenn unsere jungen Spieler nochmal lautstark von den Rängen unterstützt werden.“

Foto: André Steinberg

Fünf Miners kämpfen über 40 Minuten in Rhöndorf

Die ETB Wohnbau Miners müssen sich den Dragons Rhöndorf mit 63:102 geschlagen geben, präsentieren sich allerdings den Umständen entsprechend gut. Denn der ETB musste insgesamt sechs Ausfällen trotzen: George Moukas bat unter der Woche um eine Vertragsauflösung und wechselt mit sofortiger Wirkung nach Spanien zu CB Baskets Cartagena. Auch Chris Alexander reiste am Mittwoch aufgrund eines familiären Vorfalls kurzfristig in die USA. Darüber hinaus meldeten sich Felix Plescher (Krankheit), Radwan Bakkali (Fußverletzung), Adam Hamad (Wadenverletzung) und weiterhin Jason Isanza (Sprunggelenksverletzung) nicht einsatzfähig. So rückten kurzfristig Luca Michels und Simon Obi aus der zweiten Mannschaft auf.

Die verbliebenen Miners zeigten einen Kampf über die volle Spielzeit und gingen zu Beginn der Partie sogar mit 10:4 in Führung. Bis zur Halbzeit gestaltete sich eine überraschend ausgeglichene Partie und es ging beim Stand von 30:42 in die Kabine. Nach der Pause schwanden die Kräfte der fünf tapferen Miners und die Dragons gewannen letztendlich verdient mit 102:63.

Alle eingesetzten Miners konnten in diesem Spiel trotz der Niederlage überzeugen und leisteten ihren Anteil an einer guten Leistung. 24 Punkte durch den Youngster Luca Michels und 15 Punkte und 6 Rebounds durch Michael Möbes standen am Ende auf dem Statistikbogen. Michael Agyapong (10 Punkte / 15 Rebounds) und Simon Obi (12 Punkte und 13 Rebounds) erzielten jeweils ein Double Double und auch Jonathan Broer konnte sich starke 11 Abpraller sichern.

Dhnesch Kubendrarajah resümiert nach der Partie: „Wir mussten mit 5 Spielern unsere Schwächen verstecken und haben es vor allem in den ersten 20 Minuten gut gemacht. Die Ausfälle haben es nicht leichter gemacht. Sie stehen sinnbildlich für die schwierige Lage, in der wir uns seit Monaten befinden. Wir wollen dann aber auch unseren Spielern zwei Wochen vor Saisonende keine Steine in den Weg legen: George hatte ein tolles Angebot aus Spanien, für das wir ihm alles Gute wünschen. Bei Chris gibt es private Gründe, denen in dieser Situation der Vorrang gebührt. Umso größer ist unser Respekt und Dank an die Spieler, die für den ETB in Rhöndorf angetreten sind und dies – trotz der Umstände – als Gelegenheit sehen, sich persönlich als Basketballer weiterzuentwickeln. Vor allem Luca Michels hat mit seinen 17 Jahren und 23 Punkten einen hervorragenden Job gemacht.“

Für die Miners spielten: Obi (12 Punkte / 13 Rebounds), Mi. Möbes (15 Punkte / 6 Rebounds), Agyapong (10 Punkte / 15 Rebounds), Jonathan Broer (2 Punkte / 11 Rebounds) und Luca Michels (24 Punkte).

Dragons fordern Miners: Schwere Prüfung in Rhöndorf

Drittletzter Stopp Rhöndorf – die Abschiedstour durch die diesjährige Regionalliga-Saison führt die ETB Wohnbau Miners am Samstag an den Fuß des Drachenfels: Die örtlichen Dragons wollen sich gegen die Miners nach zwei Wochen Spielpause auf die Playoffs einwerfen, die Essener an die gute zweite Halbzeit gegen Dorsten anknüpfen (19:00 Uhr, Sportzentrum Menzenberg, Menzenberger Straße 72, 53604 Bad Honnef).

Was die Tabelle sagt: Die Gastgeber, als Aufstiegsaspirant in die Saison gestartet, stehen drei Spieltage vor Saisonende auf Rang drei, punktgleich mit dem Tabellenzweiten BBG Herford. Für den langjährigen Bundesligisten geht es daher um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs, in denen Spitzenreiter RheinStars Köln noch der ProB-Aufstieg streitig gemacht werden soll. Vor zwei Wochen gab es einen 94:108-Rückschlag bei der BG Hagen. Auch die Miners blieben beim 83:91 gegen die BG Dorsten ohne Erfolg. Für sie steht der Abstieg fest, der SV Haspe 70 auf dem vorletzten Tabellenplatz ist zwei Siege entfernt.

Wen wir erwarten: Neustart zu Saisonbeginn und auch seither viele Veränderungen – für die Spielzeit 2019/2020 lassen sich in Rhöndorf ganz ähnliche Überschriften finden wie in Essen. Nach dem letztjährigen Abstieg aus der ProB (Südstaffel) wurde aus Bamberg der ehemalige Nationalspieler Yassin Idbihi als neuer sportlicher Leiter verpflichtet, der seit dem vergangenen Herbst – nach der Trennung vom (ursprünglich ebenfalls neuen) Head Coach Markus Röwenstrunk – gleichzeitig als Head Coach fungiert. Auch auf dem Feld gab es immer wieder Umstellungen, nicht zuletzt weil fünf junge Spieler mit einer Doppellizenz zugleich im Kader der Telekom Baskets stehen und daher immer wieder beim Bundesligisten aushelfen. Zudem ersetzte auf der US-Position Neuzugang Dii’jon Lamarr Allen-Jordan den jungen Curtis Hollis. Beachtung verdienen zudem auf den Guard-Positionen der erfahrene Anish Sharda sowie Jeffrey Martin, der von 2018 bis 2019 in Essen in der ProB auf Korbjagd ging.

Was Dhnesch Kubendrarajah sagt: „Egal, wer am Samstag bei Rhöndorf auf dem Feld steht – der Kader gehört zu den bestbesetzten Teams der Regionalliga. Yassin Idbihi wird alles daran setzen, dass seine Mannschaft nach der Niederlage in Hagen wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt. Wir müssen uns auf einen Gegner einstellen, der sich bereits im Playoff-Modus befindet und uns mit einer konsequenten und harten Verteidigung ein strukturiertes Angriffsspiel sehr schwer machen wird. Umso wichtiger ist, dass wir trotz der schwierigen Ausgangslage dagegen halten. Es geht darum, dass jeder Einzelne unserer Spieler das Spiel nutzt, um sich als Basketballer zu entwickeln. Die zweite Halbzeit gegen Dorsten hat gezeigt, wie das funktionieren kann.“

Foto: André Steinberg

Miners krönen Comeback nicht: 83:91 gegen Dorsten

Es war alles bereitet für einen tollen Comeback-Sieg im Derby. Aber am Ende blieb die Aufholjagd der ETB Wohnbau Miners unbelohnt. Das Team von Dhnesch Kubendrarajah verlor gegen die BG Dorsten mit 83:91, nachdem es sich bereits von einem 40:58-Halbzeitrückstand in die Partei zurückgekämpft hatte.

Die Entscheidung gegen die Miners fiel wieder einmal in den letzten drei Minuten des Spiels. „Wir hatten die offenen Würfe, aber haben sie nicht getroffen“, musste Kubendrarajah anerkennen, dass die Gäste sich mit ihrer größeren Routine und Ausgeglichenheit durchsetzten.

Dabei war durchaus beachtlich, wie sich der ETB nach einer vollkommen missratenen ersten Halbzeit in die Partie zurückkämpfte. In den ersten zwanzig Minuten wurde am Hallo allzu deutlich, dass es für beide Teams im Spiel sportlich um nichts mehr ging. Für die fehlende Intensität in der Essener Verteidigung bedankte sich vor allem Dorstens Jonas Peters, der mit sieben Dreiern (bei acht Versuchen) Treffsicherheit bewies. Und im Angriff brachte die letzte Szene der Halbzeit auf den Punkt, wie stark das Essener Angriffsspiel unverändert von Chris Alexander abhängt. Beim Stand von 38:58 zog der US-Amerikaner gegen gleich zwei Dorstener zum Korb und legte ab auf Michael Agyapong, der allerdings den Layup verpasste. Der Essener Kapitän bügelte auch dies aus: Statt eines Assists verbuchte er einen Offensivrebound und zwei weitere Punkte, in dem er den Ball zum Buzzer in den Korb tippte.

Ganz anders kamen die Miners anschließend jedoch aus der Kabine: Binnen fünf Minuten hatten sie mit vereinten Kräften, viel Kampfkraft und einer jetzt sehr zupackenden Defensive den Rückstand auf 52:60 verkürzt. Und spätestens als der junge Luca Michels Chris Alexander in der 29. Minute im Fastbreak mit einem Assist zum 64:67 bediente, hatte der ETB die Oberhand gewonnen: 27:12 ging das dritte Viertel an die Gastgeber. Beim 71:71 in der 31. Minute war das Spiel erstmals wieder ausgeglichen.

Für den zweiten Saisonsieg der Essener sollte es schließlich dennoch nicht reichen. Und so hatte auch der vermutlich letzte Korb von Chris Alexander in „seiner“ früheren Bundesliga-Arena am Hallo nur noch statistischen Wert: Der Treffer zum 83:91-Endstand war der 37. Punkt des US-Amerikaners, der seine individuelle Klasse wieder einmal mit einer Trefferquote von 54% aus dem Feld, fünf Rebounds, fünf Assists und vier Steals unter Beweis stellte.

Für den ETB spielten Alexander (37 Punkte), Bakkali (21), Moukas (10), Michael Möbes (5), Agyapong (5), Plescher (3), Hamad (2), Michels, Pobric.

Foto: André Steinberg